Wa'era
Lieber Leser,
die dieswöchentliche Sidra führt einen Teil der Plagen auf, mit denen die Ägypter bestraft wurden, womit dann der Auszug der Israeliten aus Ägypten schnell herbeigeführt wurde.
Einer der wesentlichsten Aspekte dieses Auszuges ist die Hast und Eile, mit der er sich vollzog. Als die Stunde der Befreiung schlug, verließen die Juden das Land sofort; sie ließen auch nicht einen einzigen Augenblick vergehen, oder – wie unsere Weisen es ausdrücken – sie machten sich auf, "ohne mit der Wimper zu zucken". Unsere Weisen fügen hinzu, dass die günstige Gelegenheit für ihre Befreiung für immer verloren worden wäre, wenn die Juden gezögert und den richtigen Augenblick verpasst hätten (vgl. die Haggada für Pessach: "Wir, unsere Kinder und Kindeskinder wären dem Pharao versklavt geblieben ..."). Diese Feststellung erscheint beinahe unverständlich; denn die Zehn Plagen, die die Ägypter zu einer tatsächlichen Vertreibung der Juden veranlassten, hatten sich doch ereignet. Weshalb war dann Eile in diesem Augenblick so dringend geboten?
Die Erklärung dafür ist folgende: Die Gefahr, dass die Gelegenheit verpasst würde (siehe Tanja, Kap. 31), lag nicht darin, dass die Ägypter sich vielleicht eines anderen bedenken könnten, sondern darin, dass manche Juden selbst sich die Sache möglicherweise wieder anders überlegt hätten, besorgt darüber, dass sie ihre gewohnte Lebensweise ändern und für eine neue Kultur und Gesellschaftsordnung in der Wüste austauschen mussten.
Schabbat Schalom
Sie gehen die Straße entlang als plötzlich - Bamm! - ein scharfkantiges, eckiges Objekt mit einem Klatscher auf Ihrer Stirn landet.
Da wir beim Beten vor dem König der Könige stehen, ist es angebracht, sich respektvoll zu kleiden.
Die zehn Plagen sollten nicht nur der ägyptischen Wirtschaft schaden, sondern auch ein Mittel der spirituellen Erneuerung für die Juden sein.
Wie wir bereits früher bei verschiedenen Gelegenheiten ausgeführt haben, enthält jedes von der Tora behandelte Thema, sogar jede ihrer Geschichten, eine ewig gültige Anleitung für Juden an jedem Orte und zu jeder Zeit.
Unser erster Rebbe war Mosche Rabbeinu - “unser Rebbe Mosche”, wie er seit Jahrtausenden genannt wird.