Emor
Sehr geehrte Leserschaft,
In mehreren Quellen finden sich Hinweise auf Lag BaOmer, den 33. Tag im Omer und Erklärungen seiner Bedeutung. (Dieses Jahr fällt Lag BaOmer auf Sonntag, den 14. Mai 2017.) In Bezug auf die Pluralität der Erläuterungen gilt hier, wie anderswo, das Diktum unserer Weisen: „Diese wie jene sind die Worte des Lebenden G-ttes“. Diese Regel kommt sogar dort zur Anwendung, wo eine klar erkennbare Unterschiedlichkeit oder Gegensätzlichkeit in den Erklärungen feststellbar ist. Oft aber lässt sich sehr wohl die Ansicht vertreten: „Der eine Meister hat eine Sache gesagt und ein anderer eine andere, und doch widersprechen sie sich nicht.“
Was Lag BaOmer betrifft, so nennt der Schulchan Aruch – unser halachischer Kodex für die tägliche Praxis – für das Begehen dieses Tages den bekannten Grund, dass bei einer schlimmen Epidemie, die unter den Schülern Rabbi Akiwas wütete, das Massensterben an diesem Tage aufhörte. Dies ist eher ein passiver Grund, und zwar deshalb, weil nichts wirklich getan wurde, keine menschliche Aktion erfolgte, es war lediglich das Ende einer Katastrophe.
Auf der anderen Seite aber wird uns bedeutet, dass Lag BaOmer ein großer Freudentag für den Tannaiten Rabbi Schimeon bar Jochai (Raschbi) war. An ihm starb er, und er schwang sich himmelwärts, wie er es ausdrückte: „Dies ist ein Tag von Erfüllung … Meine Seele ist mit ihm vereint, entfacht durch Ihn, vertieft in Ihn …“. „Diese Freude war so groß, dass daraus ein Freudentag für alle Juden wurde; für alle wurde es eine Mizwa, sich in Raschbis Freude mitzufreuen.“
Trotz der scheinbaren äußerlichen Unterschiedlichkeit besteht eine unverkennbare Verbindung und Wechselbeziehung zwischen diesen beiden Aspekten von Lag BaOmer. Denn nach der Epidemie unter den Schülern Rabbi Akiwas war gerade Raschbi einer der wenigen, die verschont blieben, um eine verwüstete Welt (spirituell) wiederherzustellen. In der Tat war er einmalig und ausgezeichnet unter den Schülern, wie Rabbi Akiwa selbst bezeugte, als er zu ihm sagte: „Sei beruhigt – ich sowohl wie Dein Schöpfer sind uns Deines Wertes bewusst.“
Schabbat Schalom
Die Gesetze der Kohanim (Priester), verschiedene Opfergesetze, sowie die Feiertage werden ausführlich beschrieben. Zuletzt wird die Geschichte des G-tteslästerers besprochen, der dafür die Todesstrafe erhielt.
Um das Thema „Erziehung“ im Lichte des Judentums zu behandeln, benötigt man unzählige dicke Bücher statt nur einen Artikel, wie er hier abgedruckt ist. Aber er soll ein Denkanstoß sein − über die grundsätzliche Ansicht der Thora in Sachen Erziehung.
Veranstalten wir einen Quiz. Sie müssen versuchen, die folgenden Aspekte zu verknüpfen. Der Wochenabschnitt Emor hat drei Hauptteile.
In unserer Parascha werden die meisten Gesetze der Kohanim, der Priester, behandelt. Die Kohanim hatten die Aufgabe, sozusagen das jüdische Volk im Heiligtum und beim G-ttesdienst zu vertreten.
Was tun wir hier eigentlich genau? Zweifellos ist das eine der wichtigsten Fragen, die sich der menschliche Geist seit jeher stellt. Es gibt alle möglichen Antworten darauf – von Philosophen, Mystikern und Taxifahrern.
„Seid fröhlich bei euren Festen!“ sagt uns die Tora. „Sei einfach fröhlich!“ Aber welche Feste sind gemeint? Der jüdische Kalender weist vier biblische Feste aus: Pessach, Schawuot, Sukkot und Schmini Azeret (Simchat Tora).