Die junge Frau von Rabbi Schmuel von Lubawitsch war krank, und die Ärzte waren sich darin einig, dass es keine Hoffnung auf Genesung gab.

Als ihr Schwiegervater, Rabbi Menachem Mendel von Lubawitsch, davon hörte, sagte er: „Der Talmud stellt die Frage, ob ein Arzt Medizin praktizieren darf. Wenn G–tt jemanden mit Krankheit geschlagen hat, welches Recht hat dann ein Mensch einzugreifen? Aber die Tora spricht von den Bemühungen der Ärzte, wenn sie sagt (Exodus 21:19, Abschnitt Tezawe): Und er soll heilen.

Daraus leiten unsere Weisen ab, dass ein Arzt das Recht hat zu heilen. Aber nirgendwo wurde einem Arzt das Recht eingeräumt, einen Menschen als unheilbar krank zu verurteilen.“