Schoftim
Lieber Leser,
in der vorwöchentlichen Sidra (Deut. Kap. 15) spricht die Tora vom Schmitta-Jahr (dem siebten oder "Schabbat"-Jahr). Das mit dem bevorstehenden Rosch Haschana 5782 (06.09.2021) beginnende Jahr ist ein solches. Seine besondere Bedeutung muss verstanden sein. Es muss darauf hingewiesen werden, dass wir diese Einrichtung von Schmitta auf unsere direkten Beziehungen zu G-tt anwenden sollten.
Zwei der grundlegenden Bestimmungen von Schmitta sind diese:
- Alle unbezahlten Schulden verfallen automatisch durch Schmitta, und zwar mit Wirkung vom Ende dieses speziellen Jahres, in seinem allerletzten Augenblick.
- Schulden dagegen, die bei einem Bet Din (einem rabbinischen Gerichtshof) registriert worden sind, werden von Schmitta nicht berührt sondern dürfen einkassiert werden.
In unseren Beziehungen zu G-tt sind wir die Schuldner, und G-tt ist der Gläubiger. G-ttes Segnungen werden uns auf Kredit gegeben, und Er will, dass wir Seine Gunstbezeigungen verdienen, statt sie allein als milde Gaben zu betrachten (vgl. Sprüche der Väter 3, 20: "... das Hauptbuch ist geöffnet, und die Hand schreibt, und wer borgen will, er komme und borge ...").
Es wird von uns erwartet, dass wir G-ttes Segnungen mit gleicher Münze zurückzahlen: Durch den Segen der Kinder – indem wir sie getreu der Tora-Tradition erziehen; durch den Segen des Lebens – indem wir ein der Tora gemäßes Leben führen; durch den Segen des Lebensunterhaltes – indem wir einen Teil unseres Einkommens (mindestens 10 bis 20 Prozent) für Zedaka (wohltätige Zwecke) geben.
Schabbat Schalom
Einfach heißt unkompliziert. Etwas muss getan werden, und darum wird es getan. „Klappe halten und Ärmel hochkrempeln!“ Natürlich wäre es leichter, in einem Ausschuss zu sitzen, der hin und her diskutiert.
Wenn Du keine Fußspuren im Sand der Zeit hinterlassen möchtest, dann ist Deine Entscheidung keine Entschuldigung dafür, anderen Leute im Wege zu stehen.
Die Flüchtlingsstädte (wörtlich im Hebräischen: Aufnahmestädte) sind von der Thora geforderte Institutionen, in die der unwillkürliche Totschläger fliehen kann um sich vor den Bluträchern zu retten.
Hier erklären wir Ihnen den letzten Monat des jüdischen Jahres in aller Kürze. Bräuche und Sitten von weitreichender Bedeutung ...
Der jüdische Monat vor den hohen Feiertagen (Rosch Haschana und Jom Kippur) trägt den Namen Elul. Obwohl die Namen der Monate babylonischen Ursprungs sind, wird ihnen in den Sefarim (den jüdischen Werken) oft auch eine mystische Bedeutung beigemessen.
Die früheste Erwähnung des Brauchs scheint das Werk Sefer Shem Tov Katan des Kabbalisten Rabbi Binyamin Benish Cohen zu sein, das 1706 veröffentlicht wurde.