Matot-Masej
Lieber Leser,
Matot-Masej berichtet von allen Aufenthalten während der Wanderung aus Ägypten und durch die Wüste. Der Abschnitt zählt nur wenige Details unserer Abenteuer auf, und er wiederholt auch nicht (wie andere Stellen) die Segnungen und Gebote, die wir empfingen. Er zeichnet kein genaues Bild der Ereignisse, sondern erzählt ganz trocken, wo wir waren, als würden wir Urlaubsfotos ansehen.
Matot-Masej endet mit Bamidbar oder Numeri. Das allein könnte ein Grund für eine Rückschau sein. Wir lesen vom bevorstehenden Einzug in Kanaan und erfahren, dass das jüdische Volk dieses Land als Vermächtnis des H-rrn besitzen soll. Vor allem aber geht es um einen Übergang, um die Erkenntnis, dass wir von nun an mehr Verantwortung tragen müssen. Darauf hatte sich das Volk während der Wanderung vorbereitet.
Die ersten vier Bücher der Tora – Genesis, Exodus, Leviticus und Numeri – geben die Worte G–ttes wider. Obwohl die ganze Tora von G–tt stammt, enthält das letzte Kapitel – Dwarim oder Deuteronomium – die Worte Mosches. Es ist ein Abschied von den Kindern Israel, eine Erinnerung an alles, was sie durchgemacht haben, und ein Loblied Mosches an den H-rrn.
Es ist also mehr als ein Übergang von einem Buch zum anderen. G–tt entlässt uns ins Erwachsenenalter und gibt uns die Chance zu werden, was er uns bestimmt hat. Er erlaubt Mosche, zu uns und für uns zu sprechen. Jetzt erklingt die Stimme des Menschen, weil wir nun dafür reif sind. Wir sind lange genug gereist, und die alte Generation, die voller Zweifel war, ist fast gestorben. Jetzt leben neue Juden, die der Welt G–ttes Wort und Licht durch die Mizwot bringen werden.
Chasak, Chasak weNisChasek
Schabbat Schalom
Die augenblicklichen "Drei Wochen" sind eine Periode der Trauer für die Zerstörung unseres Tempels und die Verbannung des jüdischen Volkes in die Galut (Diaspora).
Die dieswöchige Parascha beginnt mit: "Und Moses sprach zu den Anführern der Stämme" (Bamidbar 30:2). Die Tora benutzt für Stämme hier den hebräischen Begriff 'Matot', der sich ebenfalls mit 'Stöcke' oder 'Stäbe' übersetzen lässt.
Die Sidra Masej beginnt mit dem Vers (Numeri 33, 1): "Und dies sind die Wanderungen der Israeliten, durch die sie aus dem Lande Ägypten ausgezogen waren." Hier ergibt sich gleich eine Schwierigkeit ...
Ein Mann prahlte damit, was für ein guter Bürger er sei und wie diszipliniert er lebe. „Ich rauche, trinke und spiele nicht. Ich betrüge meine Frau nicht, gehe früh zu Bett und stehe früh auf. Ich arbeite den ganzen Tag hart und erfülle meine religiösen Pflichten.“
"Alle Teilnehmer und Betreuer aufgepasst!" schallte die Stimme des Programmleiters durch die Lautsprecher im Ferienlager, "es ist an der Zeit mit dem Lernen fortzufahren, jeder begibt sich wieder bitte zu seiner Lerngruppe."
Moses vermittelt den israelitischen Stammesältesten die Schwur-Gesetze zur Aufhebung eines Schwures. Die Israeliten bekämpfen Midian, weil es Israel moralisch zerstören wollte. Die Stämme von Reuben, Gad und später auch der halbe Stamm von Manasche bitten darum, das Land, das östlich vom Jordan liegt, als ihren Anteil im Gelobten Land zu erhalten, da es bestes Weideland für ihr Vieh ist. Die 42 Wanderungen und Lager der Israeliten vom Exodus bis zu dem auf der Ebene Moabs gegenüber dem Fluss vom Land Kanaan befindlichen Lager werden aufgezählt.