Wa-etchanan
Lieber Leser,
wir haben die Tora als Handbuch des Lebens bekommen. Das wird besonders deutlich in einem Abschnitt wie Waetchanan, den wir diese Woche lesen. Hier sät Mosche die Saat für den Talmud aus, indem er die zehn Gebote bekräftigt und kommentiert.
Außerdem sät er die Saat der modernen Religion — nicht indem er über die Mysterien des Universums doziert, sondern indem er über Tatsachen spricht: über das Leben der Juden in der Wüste. Gewiss, die Religion will uns zu besseren Menschen machen; aber sie muss zunächst einmal unsere Bedürfnisse berücksichtigen, sie muss also wie eine Marketingstrategie unsere Eigeninteressen als Hebel benutzen.
Warum sollen wir bessere Menschen werden? Weil wir dadurch andere ermuntern, ebenfalls besser zu werden. Wir erzeugen eine Atmosphäre der Moral und der Rechtschaffenheit, die sich immer weiter ausdehnt.
Schabbat Schalom
Mosche lehrt uns, G-tt auch in guten Zeiten als Quelle unseres Glücks zu sehen, nicht nur in schwierigen Zeiten.
Zwei Ehepartner scheinen nicht miteinander zurechtzukommen. Ihre Werte unterscheiden sich erheblich, sie sehen die Welt nicht auf dieselbe Weise. Ist ihre Beziehung zum Scheitern verurteilt? Gibt es etwas, was sie tun können, um ihre Bindung zu stärken und ihre Nähe zueinander zu verbessern?
Die Abschiedsmahlzeit, die Klagelieder, die Gebete, die Toralesungen, das Fastenbrechen und mehr.
In der Parascha dieser Woche liegt der wahrscheinlich berühmteste Teil unserer täglichen Gebete: der erste Teil des Schma Jisrael, ein Gebet, das dreimal täglich gesprochen wird und das jüdische Kinder schon in sehr jungen Jahren lernen.
Vor Moses gab es Traditionen. Es gab Rituale, es gab Geschichten, es gab Ideen. Es gab auch Schriften. Warum haben Menschen eigentlich angefangen, phonetische Laute aufzuschreiben?
