Wajakhel-Pekudej
Lieber Leser,
in einem der ersten Verse der Sidra bringt die Tora die grundlegende Bedeutung des jüdischen Schabbat zum Ausdruck: "Sechs Tage soll Arbeit getan werden, und am siebten Tage soll es euch heilig sein, ein Schabbat der Schabbate für G-tt."
Es ist bemerkenswert, dass das Verb hier im Passiv steht, nämlich: "Arbeit soll getan werden" (statt des direkteren und einfacheren "sollst du Arbeit tun"). Damit wird angedeutet, dass die Tora eine Einstellung zur Arbeit anrät. Das heißt: obwohl man auf jeden Fall arbeiten muss, soll man sich doch nicht der schwersten Anstrengung aussetzen. Man soll, gleichsam, "über" der Arbeit stehen – als wenn sie sich von selbst vollenden würde. Des Menschen ganzes Interesse sollte sich nicht allein auf seine geschäftlichen Betätigungen konzentrieren.
Schabbat Schalom
Der heutige Schabbat "Schabbat Hachodesch", kündet den Monat Nissan und das bald bevorstehende Pessach-Fest an. Wie alle anderen unserer Feiertage muss auch es uns geistig bereichern, und dies nicht nur während seiner tatsächlichen Dauer sondern das ganze Jahr hindurch.
Manche Menschen wollen „anders sein“. Einige sind es von Natur aus. Sie gehen in Alltagskleidern in die Synagoge, während andere Anzüge und gute Kleider tragen.
Im Wochenabschnitt Pekudej finden wir die Verse: "Und die Kinder Israel taten alles, was G-tt dem Mosche befohlen hatte. Und sie brachten das Heiligtum zu Mosche."
Zu Beginn der Parascha wird erzählt, wie Mosche das ganze Volk versammeln liess, um ihnen G“ttes Botschaft zu überbringen. Bevor er ihnen über das Mischkan (Heiligtum), welches sie errichten sollten, erzählte, erwähnte er ihnen nochmals das Gebot von Schabbat.
Die Vollkommenheit der Thora drückt sich nicht nur in ihren Wegen und Weisungen aus, sondern auch in der hundertprozentigen Ausnutzung ihres Potenzials – der mündlichen und vor allem der schriftlichen Überlieferung.
Das Zünden der Schabbat-Kerzen ist, obwohl nirgends in der Tora vermerkt, eine der bekanntesten und verbreitetsten Mizwot im Judentum.