Wajakhel
Lieber Leser,
in einem der ersten Verse der Sidra Wajakhel (Exodus 35, 2) bringt die Tora die grundlegende Bedeutung des jüdischen Schabbat zum Ausdruck: "Sechs Tage soll Arbeit getan werden, und am siebten Tage soll es euch heilig sein, ein Schabbat der Schabbate für G-tt."
Es ist bemerkenswert, dass das Verb hier im Passiv steht, nämlich: "Arbeit soll getan werden" (statt des direkteren und einfacheren "sollst du Arbeit tun"). Damit wird angedeutet, dass die Tora eine Einstellung zur Arbeit anrät. Das heißt: obwohl man auf jeden Fall arbeiten muss, soll man sich doch nicht der schwersten Anstrengung aussetzen. Man soll, gleichsam, "über" der Arbeit stehen – als wenn sie sich von selbst vollenden würde. Des Menschen ganzes Interesse sollte sich nicht allein auf seine geschäftlichen Betätigungen konzentrieren.
Schabbat Schalom
Der häufigste und unangenehmste Streit, in den ich immer wieder verwickelt werde, betrifft die Frage, was die Tora unter Arbeit versteht.
Sie sind am Freitagnachmittag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Aber die vergangene Woche geht Ihnen nicht aus dem Kopf.
Wer sich seiner Seele und ihres g-ttlichen Auftrages bewusst ist, fügt der Kreativität eine neue Dimension hinzu. Die Frauen, die mit Mosche durch die Wüste wanderten, sahen ihre Seelen genau.
In der dieswöchigen Sidra berichtet die Tora, dass alle Juden – Männer, Frauen und Kinder – Gaben für das Heiligtum herantrugen, und zwar mehr, als eigentlich notwenig war. Die Abgabe des halben Schekels unterlag Beschränkungen, sowohl was den Betrag anging wie auch in Bezug auf den Spender selbst.
Können Sie mir bitte erklären, warum Gesetze anscheinend nie wieder zurück in ihre ursprüngliche Form zurückgesetzt werden?
G-tt befahl den Israeliten, siebenmal um die Mauer herum zu gehen. Kaum hatten sie das getan, geschah ein Wunder: die Mauer stürzte zusammen, und sie eroberten die Stadt. Probieren Sie das mal zu Hause mit Ihrem Mann aus.