Die folgende Sicha stammt aus den Ergänzungen von Bd. II, S. 575, ab Kaf-Dalet.

XLIX. Bei Matan Tora werden die Frauen vor den Männern erwähnt, wie es heißt: „‚So sollst du zum Haus Jaakow sagen‘ – damit sind die Frauen gemeint – ‚und den Kindern Israels verkünden‘ – damit sind die Männer gemeint.“1 Die jüdische Frau ist das „Fundament des Hauses.“ Das Erreichen der gewünschten Wirkung bei den Männern hängt also von den Frauen ab.2

Eine jüdische Tochter muss wissen, dass die Führung des Hauses von ihr abhängt. Es liegt an ihr, den richtigen Einfluss später auf ihren Ehemann auszuüben. Gewiss, eine Frau muss ihren Mann ehren, aber mit der richtigen Entschlossenheit, die sie auf angenehme und friedliche Weise einsetzt, kann sie alles erreichen.

Daraus folgt, dass auch ihr persönliches Verhalten richtig sein muss. Dies zu erreichen, ist wiederum Aufgabe der Väter und Ehemänner. Sie müssen auf sanfte Weise erklären, was zu tun und zu lassen ist, damit alles mit der Tora übereinstimmt.

Dazu gehören auch Handlungen von Hidur Mizwa und ein Verhalten „jenseits der Anforderungen des Gesetzes.“3 Eine jüdische Tochter, die in einem chassidischen Haus aufwächst, muss wissen, dass man auch jenseits der Anforderungen des Gesetzes und mit außerordentlicher Frömmigkeit handeln soll. Der Rebbe wünschte also, dass auch die Frauen in den Lehren des Chassidismus unterrichtet werden sollten. Deshalb schrieb er verschiedene Themen von Chassidut in der Volkssprache Jiddisch. Die Prinzipien von Chassidut gelten also auch für Frauen.4

Dies ist besonders wichtig, wenn man sich wünscht, dass G-tt jenseits der Strenge des Gesetzes mit uns umgeht. Indem man dies anstrebt, muss man sich selbst ebenso verhalten.5 Dies wird bewirken, dass der Allmächtige aus Seiner „vollen und großzügigen Hand“ Kinder, Leben und Unterhalt in Hülle und Fülle gewährt, und zwar in vollem Umfang. Wie man in Amerika sagt: „Es wird alles gut werden.“

L. (Bevor er ging, sagte der Rebbe:)

Der Tag von Issru Chag6 wird „Breh Demo-ada – Sohn des Festes“ genannt.7 Es wird auch gesagt, dass „die Kraft des Sohnes die des Vaters übersteigt.“8 Der Jom Tow selbst sollte daher in den Issru Chag hineingezogen werden und vom Issru Chag in das ganze Jahr, damit es ein gesegnetes Jahr im Studium der Tora wird.

(Adaptiert aus einer Sicha gehalten an Schawuot 5715)