Es gibt Moralvorstellungen, die in der Tora dargelegt werden und die anderen Völkern so gut wie unbekannt sind, Mängel, die von der Tora anerkannt und von anderen missbilligt oder sogar völlig ignoriert werden. Der Tora-Teil dieser Woche befasst sich ausführlich mit dem Leiden namens Zara'at, das gemeinhin mit "AussatzLaschon Hara, eine böse Zunge.
In den weltlichen Gesetzbüchern gibt es Gesetze gegen Verleumdung und üble Nachrede. Solange man jedoch darauf achtet, nur beweisbare Aussagen zu machen, egal wie bösartig und verletzend seine Worte sind, ist man gegen gesetzliche Strafen immun. Nicht einmal soziale Sanktionen werden gegen ihn ausgeübt. Wie oft rechtfertigen Menschen böswilligen Klatsch, der "einfach zu gut ist, um ihn zu behalten" mit der akzeptablen Erklärung, dass die Verleumdung wahr ist? Die Verunglimpfung anderer Menschen, das grundlose Besprechen ihrer Fehler, nur weil es ihnen Spaß macht - all dies wird in der Tora nachdrücklich und ständig angeprangert. (Natürlich gilt das alles nicht für Situationen wie Zeugenaussagen vor Gericht).
Die Tora geht noch weiter. Sie verbietet dem Juden nicht nur, schlecht über einen anderen zu sprechen und sogar auf die Mängel eines anderen hinzuweisen, sondern auch, sich das böse Gerede anzuhören. Der passive Zuhörer, der kein Wort sagt, begeht eine Sünde.
Müssen Juden zu anderen gehen, um zu lernen, was Moral ist? Könnte nicht eine stärkere Erforschung anderer, praktisch unbekannter Aspekte der Ethik und der Verhaltensnormen der Tora die Überlegenheit des Lebens in der Tora gegenüber anderen Lebensweisen zeigen?
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