Einer der Anhänger des Rabbi Schalom Ber von Lubawitsch verdiente seinen Lebensunterhalt damit, dass er von Stadt zu Stadt reiste und chassidische Bücher verkaufte.

Einmal kam er zu einem reichen Bankier und erkundigte sich, ob dieser ein Buch mit chassidischen Schriften erwerben wolle, das zu vertreiben er sich gerade bemühe. Der Bankier stimmte zu, ja, kaufte ihm das Buch nicht nur ab, sondern bezahlte noch grosszügig mit einem Hundert-Rubel-Schein. Danach begann er, sich mit dem Chassid zu unterhalten, bot ihm eine Zigarette an und nahm selbst auch eine.

Schliesslich schickte er sich an, eine Seite aus dem Buch zu reissen, das er dem Chassid eben abgekauft hatte, hielt sie in die Flamme des Zimmerofens und zündete sich damit seine Zigarette an.

Wortlos zog daraufhin der Chassid die Hundert-Rubel-Note, die er von dem Bankier erhalten hatte, aus der Tasche und benutzte sich gleichfalls als Fidibus.