Ki Teze
Lieber Leser,
in der zweiten Alija der dieswöchigen Sidra heißt es (Deut. 22, 4): "Du sollst nicht den Esel deines Bruders oder seinen Ochsen auf dem Wege ("Derech") fallen sehen und dich ihm entziehen wollen; vielmehr hast du sie mit ihm fest aufzurichten."
"Derech", ein Weg, ist die Verbindungslinie zwischen einem Privatbesitz und der öffentlichen Straße. Der Midrasch Sifri (z. St.) erläutert, in Anlehnung an den Talmud (Baba Mezia 32a), dass die Vorschrift unseres Verses darüber hinaus auch an einem öffentlichen Platz angeht, nur nicht in einem Privateigentum (wie z.B. einem Stall). Eine Analogie kann mit dem Belehrungs- und Erziehungswesen aufgestellt werden, denn vor seiner Erziehung ist der Mensch "wie das Junge eines Wildesels", also dem Tiere, dem Ochsen oder Esel gleich. Wenn man daher, im übertragenen Sinne, so einen "Ochsen" oder "Esel" fallen sieht (ein Fall von ihrem Niveau und von der Last, die sie eigentlich tragen sollten), dann muss man helfen, ihn aufzurichten.
Wohlgemerkt, der Vers sagt: "du siehst". Daraus ist die direkte Verbindung zu dir selbst zu ersehen, wie der Baal Schem Tov s.A. es auszudrücken pflegte: "was immer jemand sieht oder hört, geschieht mit G-ttlicher Absicht, damit der Mensch all sein Erleben dazu nutzt, G-tt zu dienen."
Schabbat Schalom
Auf einer tiefen Ebene hat jede unserer Seelen sich dafür entschieden, hier zu sein. Jede hat sich für den Kampf des Lebens entschieden.
Mache dir bewusst, was wirklich zählt, welche Dinge im Leben echte Werte liegen lassen und welche eher vergänglich sind.
Warum sagt G‑tt dir, wie du dich scheiden lassen sollst, wenn er doch an die Ehe glaubt?
Die früheste Erwähnung des Brauchs scheint das Werk Sefer Shem Tov Katan des Kabbalisten Rabbi Binyamin Benish Cohen zu sein, das 1706 veröffentlicht wurde.
Levi Levievs Lebensgeschichte liest sich über weite Strecken wie ein Script zum Märchen „Vom Angestellten zum Millionär”, doch das Happy End an seiner Geschichte ist der Umstand, wie er sein enormes Vermögen einsetzt.