Balak
Lieber Leser,
in Paraschat Balak lesen wir davon, wie der nichtjüdische Prophet Bilam das Jüdische Volk zu verfluchen versucht, es letztlich aber stattdessen segnet. Eine seiner Lobpreisungen ist heute sogar Teil unseres täglichen Gebets: "Ma Towu Ohalecha Jakov Mischkanotecha Israel" - "Wie gut sind deine Zelte Jakob, deine Heimstätten Israel" [Bamidbar 24:5].
Unsere Weisen sel. A. erklären, dass Bilam sah, wie das Jüdische Volk sich in Bescheidenheit und Anstand übte. Ihre Zelte standen nebeneinander, die Eingänge der Zelte befanden sich aber nicht einander gegenüber. Jede Familie lebte in Bescheidenheit und achtete die Privatsphäre ihrer Nachbarn.
Man könnte bemerken, dass wenn sich die Eingänge der Zelte einander gegenüber befunden hätten, dies ganz offensichtlich eine unangenehme Situation für alle gewesen wäre. Jeder Mensch braucht schließlich eine gewisse Privatsphäre. Warum ist also der Umstand, dass das Jüdische Volk die Privatsphäre anderer achtete, hier besonders erwähnenswert?
Die Antwort hierauf liegt darin, dass das Jüdische Volk Bescheidenheit und Anstand zu jeder Zeit und in jedem Aspekt des Lebens praktizierte. Die meisten Dinge des Lebens werden feiner, bedeutender und letztlich heiliger, wenn sie mit Zniut, d. h. mit Bescheidenheit und Anstand, getan werden.
Schabbat Schalom
Balak hatte einen schlechten Tag. Das Außenministerium von Moab hatte ihm gerade ein Memo geschickt, dass die beiden mächtigen Könige der Region, Og und Sichon, von den Hebräern getötet worden waren.
Bei unseren seltenen Spaziergängen macht es mir und meiner Frau großen Spaß, den Baustil und die Architektur der Häuser zu bestaunen. Aber bitte tun Sie mir einen Gefallen, und schließen Sie die Fensterläden.
An diesem Schabbat lesen wir einige der schönsten Segnungen und Lobpreisungen unseres Volkes.
Ein bekannter Witz handelt von einem Mann, der mit seinem Hund in ein Restaurant geht. Als man ihm sagt, der Hund müsse draußen bleiben, behauptet er, das sei ein besonderer Hund — er könne sprechen.
Eine Schlange kroch im Sande herum, krümmte und drehte sich, bis schließlich der Schwanz gegen den Kopf revoltierte. "Jetzt bin ich aber die Sache endlich leid," beschwerte er sich.
Der Sohar besagt, dass der Ewige auf keinerlei Weise darzustellen ist. Doch dann erhebt sich sofort die Frage, wie können wir Ihn mit so vielen Namen nennen und Ihm so viele Beschreibungen zuordnen?