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Daily Tehillim - Psalms

Kapitel 106-107

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Psalm 106
Dieser Psalm setzt das Thema des vorherigen Psalms fort und lobt G-tt, dass Er auch weitere Wunder vollbracht hat, die vorher noch nicht erwähnt wurden, denn „wer kann schon all die allmächtigen Taten G-ttes aufzählen?“ Selbst wenn wir es versuchten, wir könnten sie nicht alle nennen!
1. Rühmt den Ewigen! Dankt dem Ewigen, denn Er ist gut, denn ewig währt Seine Güte.
2. Wer zählt alle Heldentaten des Ewigen auf oder verkündet alle Seine Ruhmestaten?
3. Glücklich sind die, die das Gesetz befolgen, die jederzeit Gerechtigkeit üben.
4. Erinnere Dich, Ewiger, meiner; beim Wohlgefallen Deines Volkes befehle mich Deiner Rettung an,
5. dass ich das Wohlergehen Deiner Erwählten sehe, mich an der Freude Deines Volkes erfreue, Dein Erbe rühme.
6. Wir haben wie unsere Väter gesündigt, wir haben bösartig und übel gehandelt.
7. Unsere Väter in Ägypten dachten nicht über Deine Wunder nach, erinnerten sich nicht an Deine vielen gütigen Taten, und sie rebellierten am Meer, beim Schilfmeer.
8. Und doch hat Er sie um Seines Namens willen gerettet, um Seine Stärke bekannt zu machen.
9. Und Er schalt am Schilfmeer, und es wurde trocken, und Er führte sie durch die Tiefen wie durch eine Wüste.
10. Er rettete sie aus der Hand der Hasser und befreite sie aus der Hand des Feindes.
11. Und die Wasser bedeckten ihre Verfolger, kein einziger blieb davon übrig.
12. Sie glaubten Seinen Worten, sangen von Seinem Ruhm.
13. Schnell aber vergaßen sie Seine Taten, warteten nicht auf Seinen Rat.
14. In der Wüste verspürten sie Begierde und versuchten Gott in der Wildnis.
15. Er erfüllte ihnen ihr Begehren, schickte aber Dürre in ihre Seele.
16. Sie wurden im Lager neidisch auf Moses und auf Aaron, den Heiligen des Ewigen.
17. Da öffnete sich die Erde und verschlang Dathan und bedeckte Abirams Gemeinde,
18. und unter ihrer Gemeinde brach Feuer aus, eine Flamme setzte die Frevler in Brand.
19. Am Chorew machten sie ein Kalb und warfen sich vor dem Gussbild nieder.
20. Und sie tauschten ihre Ehre gegen das Bild eines Ochsen ein, der Gras frisst.
21. Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der in Ägypten so große Taten vollbracht hatte,
22. Wundertaten im Land von Ham, ehrfurchteinflößende Geschehnisse am Schilfmeer.
23. Und Er sagte, Er werde sie zerstören – stünde da nicht Moses, Seiner Erwählter, in der Bresche vor Ihm, um Seinen Zorn vom Zerstören abzuwenden.
24. Sie verschmähten aber das liebliche Land, glaubten Seinen Worten nicht.
25. Und sie murrten in ihren Zelten, hörten nicht auf die Stimme des Ewigen.
26. Er hob Seine Hand gegen sie, um sie in der Wüste zu Fall zu bringen,
27. um ihre Nachkommen unter die Völker zu werfen und sie über die Länder zu verstreuen.
28. Sie schlossen sich dem Baal Peor an und aßen von den Opfern für die Toten.
29. Sie erzürnten Ihn mit ihrem Handeln, und eine Seuche brach aus.
30. Da stand Pinchas auf und setzte Gerechtigkeit durch und gebot der Seuche Einhalt.
31. Das wird ihm in jeder Generation für immer als gerechte Tat angerechnet.
32. Aber sie erzürnten Ihn an den Haderwassern, und Moses widerfuhr ihretwegen Böses,
33. denn sie hatten seinen Geist verbittert, und er sagte mit seinen Lippen [einen Schwur].
34. Sie zerstörten nicht die Völker, wie der Ewige ihnen geboten hatte,
35. sondern sie vermischten sich mit den Völkern und lernten ihre Taten.
36. Denn sie dienten ihren Götzen, und sie wurden ihnen zur Falle.
37. Sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern.
38. Und sie vergossen das unschuldige Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten, und das Land wurde durch das Blut entweiht.
39. Sie wurden durch ihre Untaten verunreinigt und abtrünnig durch ihre Taten.
40. Und der Zorn des Ewigen entbrannte gegen Sein Volk, und Er verabscheute Sein Erbe.
41. Er lieferte sie in die Hände der Völker, und ihre Hasser herrschten über sie.
42. Ihre Feinde unterdrückten sie, und sie waren unter ihrer Hand.
43. Viele Male hat Er sie errettet, und doch widersetzten sie sich Seinem Rat und versanken in ihrem Unheil.
44. Er aber sah ihre Not, wenn Er ihre Gebete hörte,
45. und Er erinnerte Sich Seines Bundes und erbarmte Sich ihrer in Seiner großen Güte.
46. So sorgte Er dafür, dass ihre Bedränger sich ihrer erbarmten.
47. Errette uns, Ewiger, unser Gott, und sammle uns ein von unter den Völkern, damit wir Deinem heiligen Namen danken und Deine Pracht rühmen können.
48. Gesegnet ist der Ewige, der Gott Israels für immer und ewig. Und mögen alle Völker sagen: „Amen! Rühmt den Ewigen!“

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 107
Dieser Psalm handelt von jenen, die aus vier besonders gefährlichen Situationen (Gefangenschaft, Krankheit, Reise in der Wüste und auf See) gerettet werden und G-tt danken, denn ihre Sünden sind die Ursache ihres Unglücks, und sie haben es nur der Güte G-ttes zu verdanken, dass sie gerettet wurden. Deshalb ist es nur Recht, dass sie G-tt rühmen und allen von ihrer Rettung erzählen.
1. Dankt dem Ewigen, denn Er ist gut, denn ewig währt Seine Güte.
2. So sollen es die vom Ewigen Geretteten sagen, jene, die Er aus der Hand des Unterdrückers befreite.
3. Er sammelte sie aus den Ländern ein – vom Osten und vom Westen, vom Norden und vom Meer.
4. Sie irrten in der Wüste, in der Einöde; eine bewohnte Stadt fanden sie nicht.
5. Hungernd und durstig schmachtete ihre Seele in ihnen.
6. In ihrer Not riefen sie zum Ewigen aus; Er befreite sie aus ihrer Bedrängnis.
7. Er führte sie auf den rechten Pfad, dass sie in eine bewohnte Stadt kamen.
8. Danken sollen sie dem Ewigen für Seine Güte, und Seine Wunder den Menschenkindern [verkünden].
9. Denn Er hat eine durstende Seele gesättigt und eine hungrige Seele mit Gutem gefüllt.
10. Die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, gefesselt in Elend und Eisenketten,
11. da sie den Worten Gottes trotzten und des Höchsten Rat verhöhnten –
12. Er demütigte ihr Herz durch Leiden; sie stürzten, und niemand half.
13. In ihrer Not riefen sie zum Ewigen aus; Er rettete sie aus ihrer Bedrängnis.
14. Er führte sie aus Finsternis und Todesschatten und sprengte ihre Fesseln.
15. Danken sollen sie dem Ewigen für Seine Güte, und Seine Wunder den Menschenkindern [verkünden].
16. Denn Er zerbrach bronzene Tore und zerschmetterte die eisernen Riegel.
17. Törichte Sünder sind elend wegen ihrer sündhaften Wege und ihrer Missetaten.
18. Ihre Seele verabscheute jede Speise, und sie kamen an die Todespforten.
19. In ihrer Not schrien sie laut nach dem Ewigen; Er rettete sie aus ihrer Bedrängnis.
20. Er schickte Sein Wort aus und heilte sie; Er befreite sie aus ihren Gräbern.
21. Danken sollen sie dem Ewigen für Seine Güte und Seine Wunder den Menschenkindern [verkünden].
22. Dankopfer sollen sie darbringen und freudig von Seinen Taten erzählen.
23. Die das Meer in Schiffen befahren, auf mächtigen Gewässern Geschäften nachgehen,
24. sie schauten die Werke des Ewigen und Seine Wunder in der Tiefe.
25. Er sprach und bewirkte, dass Sturmwind aufkam und die Wellen emportrieb.
26. Sie stiegen hinauf, dem Himmel entgegen, sanken in die Tiefen; ihre Seele zerschmolz in Bedrängnis.
27. Sie wirbelten und taumelten gleich Trunkenen, all ihr Können half ihnen nicht.
28. Sie schrien zum Ewigen aus in ihrer Not, und Er brachte sie aus ihrer Bedrängnis heraus.
29. Den Sturm wandelte Er in Stille um, und die Wellen wurden beruhigt.
30. Sie jauchzten, als sie beruhigt wurden, und Er geleitete sie an ihr Ziel.
31. Danken sollen sie dem Ewigen für Seine Güte und Seine Wunder den Menschenkindern [verkünden].
32. Erheben sollen sie Ihn in der Volksversammlung und Ihn im Sitz der Ältesten rühmen.
33. Er macht die Flüsse zu Wüste, [wandelt] Wasserquellen in verdorrtes Land,
34. fruchtbaren Boden in einen Salzsumpf, wegen der Bosheit seiner Bewohner.
35. Er macht aus einer Wüste einen See, verdorrtes Land wandelt Er in Wasserquellen um.
36. Er siedelt die Hungrigen dort an, und sie bauen eine Stadt zum Wohnen.
37. Sie säen auf den Feldern und pflanzen Weinberge, die Frucht und Weizen geben.
38. Er segnet sie, und sie vermehren sich sehr, und Er verringert nicht ihr Vieh.
39. [Sündigen sie] werden sie weniger und niedergeschlagen durch Unterdrückung, Elend und Leid.
40. Verachtung gießt Er auf geehrte Menschen aus und lässt sie in einer weglosen Wildnis irren.
41. Er hebt die Bedürftigen aus ihrer Bedrängnis und macht ihre Familien so zahlreich wie Herden.
42. Die Aufrechten beobachten es und jubeln, und alle Bösewichte schließen ihren Mund.
43. Wer weise ist, merke dies; dann werden die milden Taten des Ewigen einsehbar.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.


Tehilllim Ohel Yoseph Yitzchok, published and copyright by Kehot Publication Society.
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