ב"ה

Daily Tehillim - Psalms

Kapitel 35-38

Classes on Tehillim - Psalms
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Special Custom for the Month of Elul and High Holidays
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
See below for today's additional chapters.
Psalm 35
Dieser Psalm ist ein ehrfurchteinflößendes, wunderbares Gebet über Davids Feinde – dass sie wie Spreu im Wind sein mögen, gejagt von den Engeln des Ewigen. Er erklärt auch, dass alles dank G-ttes Hilfe geschieht.
Von David. Streite, Ewiger, gegen jene, die mit mir streiten, kämpfe gegen jene, die mit mir kämpfen.
Halte Schild und Rüstung fest und erhebe Dich, mir zu helfen.
Und zücke den Speer und verstell’ meinen Verfolgern den Weg; sag’ meiner Seele: „Ich bin deine Hilfe.“
Mögen die zu Schanden werden und zur Schmach, die mir nach dem Leben trachten; die mir Böses wollen, mögen sie zurückweichen und gedemütigt werden.
Mögen sie wie Spreu vor dem Wind sein, und der Engel des Ewigen stoße sie weg.
Ihr Weg sei dunkel und schlüpfrig, und der Engel des Ewigen verfolge sie.
Denn ohne jeden Grund legten sie mir ihre Netze aus, und grundlos haben sie eine Grube für meine Seele gegraben.
Verderben treffe ihn unerwartet, und sein Netz, das er verbarg, zum Verderben falle er hinein.
Und meine Seele, jauchze im Ewigen, freue sich über Seine Hilfe!
Alle meine Knochen sollen erklären: Ewiger, wer ist wie Du? Er rettet den Armen vor dem, der stärker ist als er, und den Armen und Dürftigen vor seinem Räuber.
Zeugen der Gewalt stehen auf, fragen, was ich nicht weiß.
Sie vergelten mir Böses für Gutes, bereiten meiner Seele Kummer.
Und ich trug einen Sack, wenn sie litten, quälte meine Seele mit Fasten. Möge mein Gebet in meinen Busen zurückkehren.
Als sei er mein Freund, mein Bruder, ging ich umher, gleich einer trauernden Mutter beugte ich mich betrübt.
Aber als ich strauchelte, freuten sie sich und versammelten sich; es versammelten sich gegen mich solche, die ich nicht kenne, zerrissen [mich] und ruhten nicht.
Voll des heuchlerischen Gespötts, für eine Mahlzeit, knirschen sie mich mit ihren Zähnen an.
Mein Herr, wie lange willst Du noch zuschauen? Bring’ meine Seele zurück von ihrem Verderben, von jungen Löwen meine einzige.
Danken will ich Dir in einer großen Versammlung, in einem mächtigen Volk Dich rühmen.
Lass nicht zu, dass sich jene, die mich grundlos hassen, über mich freuen; nicht jene, die mich umsonst hassen, mit den Augen zwinkern.
Denn nicht von Frieden werden sie reden, sondern gegen die Ruhigen im Land Trügerisches ersinnen.
Und ihren Mund werden sie gegen mich öffnen und sagen: „Ha! Ha! Nun sieht unser Auge [sein Unglück]!“
Du hast es gesehen, Ewiger, schweig’ nicht! Mein Herr, entferne Dich nicht von mir!
Wach’ auf und wende Dich meinem Recht zu, mein Ewiger und mein Gott, meiner Streitsache.
Richte mich nach Deiner Gerechtigkeit, Ewiger, mein Gott, lass sie nicht über mich frohlocken.
In ihrem Herzen sollen sie nicht sagen: „Ha! Wir haben unseren Wunsch!“ Lass sie nicht sagen: „Wir haben ihn verschlungen!“
Mögen sie beschämt werden und gedemütigt alle zusammen, die sich über mein Unglück freuen; mögen sie Schande und Schmach tragen, die sich über mich erheben.
Jubeln und freuen sollen jene sich, die mein Recht wünschen; sagen sollen sie immer: „Groß sei der Ewige, der Frieden für Seinen Diener wünscht.“
Und meine Zunge spreche von Deiner Gerechtigkeit, den ganzen Tag lang von Deinem Lob.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 36
Dieser Psalm ist eine Botschaft für jene, die ihrem bösen Trieb folgen, der ihnen sagt, „Vergiss die G-ttesfurcht!“, und sie zur Sünde verführt, indem er in ihren Augen böse Taten schön redet. Denn so ist es bei ihm: „Er steigt hinab (auf die Erde) und korrumpiert, danach steigt er hinauf (zum himmlischen Gericht) und klagt an.“
Für den Sangmeister, vom Diener des Ewigen, von David.
[Ich denke] in meinem Herzen: Ein Spruch der Sünde an den Missetäter: „Niemand muss die Furcht Gottes vor seinen Augen [haben].“
Denn sie [die Sünde] heuchelt ihm mit ihren Augen, bis seine Untat gefunden und er gehasst wird.
Die Worte seines Mundes sind Unheil und Trug; er hört auf, einsichtig zu sein und Gutes zu tun.
Unheil ersinnt er auf seinem Lager, begibt sich auf einen unguten Weg, Böses verwirft er nicht.
Ewiger, im Himmel ist Deine Güte, Deine Treue reicht bis in die Wolken.
Deine Gerechtigkeit gleicht den Bergen Gottes, Deine Urteile sind gleich einer unermesslichen Tiefe, Mensch und Tier rettest Du, Ewiger.
Wie teuer ist Deine Güte, Gott, Menschen suchen Zuflucht im Schatten Deiner Schwingen.
Sie schwelgen im Fett Deines Hauses, von Deinem Fluss Eden gibst Du ihnen zu trinken.
Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht sehen wir Licht.
Lass Deine Güte jenen zukommen, die Dich kennen, und Deine Gerechtigkeit den Aufrechten im Herzen.
Nicht der Hochmut fasse Fuß bei mir, noch vertreibe mich die Hand des Frevlers.
Dort fallen die Übeltäter, stürzen und können nicht wieder aufstehen.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 37
König David warnt seine Generation, dem Frevler nicht seinen Wohlstand zu neiden, denn dies könnte dazu verführen, ihm auf seinem Weg zu folgen. Statt dessen vertrauen wir G-tt, führen uns aufrichtig, und G-tt wird für alles Sorge tragen.
Von David. Wetteifer’ nicht mit den Bösewichten, beneide nicht die, die Unrecht tun.
Denn wie Gras werden sie schnell gemäht, wie frisches Grün werden sie welken.
Vertraue auf den Ewigen, und tue Gutes, wohne im Land und pflege Treue.
Freue dich am Ewigen, und Er gibt dir nach deines Herzen Wünschen.
Befiehl dem Ewigen deinen Weg und vertraue auf Ihn, und Er führt es aus.
Wie Licht lässt Er deine Gerechtigkeit aufscheinen und dein Recht wie Mittagshelle.
Ergib dich dem Ewigen, und hoffe auf Ihn, wetteifer’ nicht mit dem Erfolgreichen, mit dem Menschen, der auf Machenschaften sinnt.
Gib deinen Zorn auf, und lass von Grimm ab, wetteifer’ nicht mit dem nur Bösen.
Denn die Bösewichte werden ausgerottet, und nur die, die auf den Ewigen hoffen, erben das Land.
Denn schon bald gibt es keinen Frevler mehr, und schaust du auf seinen Platz, so ist er nicht da.
Und die Demütigen erben das Land und erfreuen sich an der Fülle des Friedens.
Der Frevler sinnt Böses gegen den Gerechten und lässt seine Zähne gegen ihn knirschen.
Mein Herr lacht über ihn, denn Er sieht, dass sein Tag kommen wird.
Das Schwert ziehen die Frevler und spannen ihren Bogen, um den Armen und Bedrängten zu stürzen und die zu schlachten, die geraden Weges sind.
Aber ihr Schwert dringt in ihr eigenes Herz, und ihre Bogen zerbrechen.
Besser ist das Wenige eines Gerechten als die Fülle vieler Frevler.
Denn die Arme der Frevler werden gebrochen, aber der Ewige stützt die Gerechten.
Der Ewige kennt die Tage der Einfältigen, und ihr Erbe hält für immer an.
Sie werden nicht zu Schanden in böser Zeit, und in Zeiten der Hungersnot werden sie satt.
Denn die Frevler sind verloren, und die Feinde des Ewigen sind wie die Pracht der Weiden und gehen in Rauch auf.
Der Frevler borgt, zahlt aber nicht zurück, der Gerechte aber hat Erbarmen und gibt.
Denn Seine Gesegneten erben das Land, aber Seine Verfluchten werden ausgerottet.
Vom Ewigen werden die Schritte des Menschen gelenkt, an seinem Weg hat Er Gefallen.
Stolpert er, so fällt er nicht, denn der Ewige stützt seine Hand.
Jung war ich, und ich bin alt geworden, und ich habe es nicht erlebt, dass ein Gerechter verlassen wurde, dass seine Nachkommen um Brot betteln müssen.
Den ganzen Tag lang ist er mildtätig und gibt, und seine Nachkommen sind ein Segen.
Wende dich ab vom Bösen, und tue Gutes, und wohne für immer und ewig.
Denn der Ewige liebt das Recht und wird Seine Frommen nie verlassen, sondern sie für immer bewahren, die Nachkommen der Frevler aber werden ausgerottet.
Die Gerechten erben das Land, und sie wohnen darauf für immer.
Der Mund des Gerechten spricht weise, und seine Zunge spricht Recht.
Die Tora seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte wanken nicht.
Der Frevler beobachtet den Gerechten, und er möchte ihn töten.
Aber der Ewige verlässt ihn nicht in seiner Hand, noch verurteilt Er ihn, wenn er gerichtet wird.
Hoffe auf den Ewigen, und bewahre Seine Wege, und Er erhebt dich, damit du das Land erbst. Werden die Frevler ausgerottet, du wirst es sehen.
Ich sah einen gewaltigen Frevler, der sich spreizte wie ein frischer eingeborener [Baum].
Es verging [einige Zeit], und siehe, er ist nicht mehr da, und obwohl ich ihn suchte, fand ich ihn nicht.
Beobachte den Einfältigen, und betrachte den Aufrichtigen, denn die Zukunft solch eines Mannes ist Frieden.
Die Verbrecher werden allesamt vernichtet, die Zukunft der Frevler ist abgeschnitten.
Und die Rettung der Gerechten geschieht durch den Ewigen; Er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der Ewige hilft ihnen und rettet sie, vor den Frevlern rettet Er sie, denn sie haben Ihm vertraut.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 38
Ein individuelles Gebet, um die lange Verbannung zu beklagen. Wer in Not ist, sollte diesen Psalm sagen, daher auch seine Einleitung „Ein Psalm zur Erinnerung“ (zur Erinnerung daran, ihn in Zeiten der Not zu sagen). Außerdem können aus ihm viele Lehren gezogen werden.
Ein Psalm von David, zur Erinnerung.
Ewiger, strafe mich nicht in Deinem Zorn, noch züchtige mich in Deinem Grimm.
Denn Deine Pfeile haben mich getroffen, Deine Hand hast Du auf mich gelegt.
Keine heile Stelle ist in meinem Fleisch, denn vor Deinem Zorn ist kein Frieden in meinen Knochen wegen meiner Vergehen.
Denn meine Missetaten steigen mir über den Kopf; sie drücken mich als schwere Last.
Meine Wunden faulen, modern wegen meiner Torheit.
Ich winde mich, ducke mich sehr, den ganzen Tag über gehe ich betrübt umher.
Denn meine Seiten sind voll des Brandes, und an meinem Fleisch ist nichts, was heil wäre.
Geschwächt bin ich und sehr deprimiert, ich schreie auf vom Seufzen meines Herzens.
Mein Herr, all mein Begehren ist Dir bekannt, mein Seufzen Dir nicht verborgen.
Mein Herz ist ruhelos, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen, auch sie sind nicht mit mir.
Meine Freunde und Mitmenschen stehen meiner Plage gegenüber und meine Nächsten weit weg von mir.
Die mir nach dem Leben trachten, haben Schlingen ausgelegt, und die mir schaden wollen, sprechen von Verderben, und Trug ersinnen sie den ganzen Tag lang.
Und ich bin wie taub, nichts höre ich, und wie ein Stummer öffne ich nicht meinen Mund.
Und ich bin wie ein Mensch, der nichts hört und in dessen Mund keine Züchtigung ist.
Denn auf Dich, Ewiger, warte ich, Du wirst mir antworten, mein Herr, mein Gott.
Weil ich gesagt habe: „Dass sie nicht frohlocken über mich, wenn mein Fuß wankt, und sich über mich erheben!“
Auf den Sturz bin ich ja vorbereitet, und mein Schmerz ist mir stets gegenwärtig.
Denn von meiner Missetat spreche ich, besorgt bin ich über mein Vergehen.
Aber meine Feinde sind lebendig geworden, und die mich grundlos hassen, zahlreich.
Und die Böses gegen Gutes vergelten, lehnen mich wegen meiner Suche des Guten ab.
Verlass mich nicht, Ewiger, mein Gott, entferne Dich nicht von mir.
Eile herbei zu meiner Hilfe, mein Herr, meine Rettung!

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Additional Three Chapters
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
Today's Chapters are 103, 104, and 105.
Psalm 103
Davids Gebet, als er krank war. Dieser Psalm eignet sich sehr gut für eine/n Kranke/n, besonders wenn die kranke Person ihn selbst sagen kann, solange die Seele noch in ihrem Körper ist. Dann kann sie G-tt tief aus ihrem Inneren, Körper und Seele, segnen. Wer diesen Psalm liest, findet Frieden für seine Seele.
Von David. Segne, meine Seele, den Ewigen, und all mein Wesen Seinen heiligen Namen.
Segne, meine Seele, den Ewigen, und vergiss nicht alle Seine Wohltaten.
Der alle Missetaten vergibt und alle Krankheiten heilt,
der dein Leben von allem Verderben erlöst und dich mit Güte und Erbarmen krönt.
Der deine Zukunft mit Gutem sättigt, wie ein Adler ist deine Jugend erneuert.
Gerechtigkeit lässt Er, der Ewige, walten und gerechtes Gericht für alle Unterdrückten.
Er ließ Moses von Seinen Wegen wissen, die Kinder Israels von Seinen Taten.
Der Ewige ist barmherzig und gnädig, langsam in Seinem Zorn und von großer Güte.
Nicht bis in die Ewigkeit hadert Er, noch ist Er für immer nachtragend.
Nicht nach unseren Vergehen ist Er mit uns verfahren, und nicht nach unseren Missetaten hat Er sie uns vergolten.
Denn so hoch wie der Himmel über der Erde ist, so mächtig ist Seine Güte über jenen, die Ihn fürchten.
So weit der Osten vom Westen ist, so weit weg hat Er von uns unsere Vergehen gerückt.
So wie ein Vater Erbarmen mit seinen Kindern hat, so erbarmt Sich der Ewige jener, die Ihn fürchten.
Denn Er kennt unser Wesen; Er weiß, dass wir nichts als Staub sind.
Der Mensch – wie Gras sind seine Tage, wie die Blume im Feld blüht er.
Dann fährt der Wind über sie hinweg, und sie ist nicht mehr, und wir kennen nicht [einmal] mehr ihren Platz.
Aber die Güte des Ewigen ist für immer da für jene, die Ihn fürchten, und Seine Gerechtigkeit für die Kinder der Kinder,
für jene, die Seinen Bund bewahren, und für jene, die Seine Gebote befolgen.
Der Ewige hat Seinen Thron in den Himmeln aufgestellt, und Sein Königreich herrscht über allem.
Segnet den Ewigen, ihr, Seine Engel, die mächtig in ihrer Kraft sind, die Seine Worte ausführen, wenn sie die Stimme Seiner Worte hören.
Segnet den Ewigen, alle Seine Heerscharen, Seine Diener, die Vollstrecker Seines Willens!
Segnet den Ewigen, alle Seine Werke an allen Orten Seiner Herrschaft! Segne, meine Seele, den Ewigen!

Psalm 104
Dieser Psalm erzählt von der Schönheit der Schöpfung und beschreibt, was an welchem der sechs Schöpfungstage erschaffen wurde. Er verkündet, wie ehrfurchtgebietend G-tt ist, der alles erhält: von den Hörnern des Wildochsen bis zu den Eiern der Laus.
Meine Seele, segne den Ewigen! Ewiger, mein Gott, Du bist hoch erhaben; Du hast Dich selbst in Majestät und Pracht gekleidet.
Du hüllst Dich in Licht wie in ein Gewand; gleich einem Vorhang spannst Du die Himmel.
Seinen Himmel deckt Er mit Wasser; die Wolken macht Er zu Seinem Wagen, Er bewegt [sie] auf den Schwingen des Windes.
Die Winde macht Er zu Seinen Boten, das lodernde Feuer zu Seinen Dienern.
Er gründet die Erde auf ihren Fundamenten, damit sie nie wanke.
Die Tiefen waren bedeckt wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen.
Bei Deiner Ermahnung flohen sie; beim Klang Deines Donners hasteten sie davon.
Es hoben sich die Berge, es senkten sich die Täler an den Ort, den Du ihnen bestimmtest.
Du setztest ihnen eine Grenze, die sie nicht überschreiten dürfen, damit sie nicht zurückkehren, die Erde zu überfluten.
Er schickt Quellen aus zu Strömen; sie fließen zwischen den Bergen.
Allen Tieren auf dem Feld geben sie zu trinken; die wilden Tiere löschen ihren Durst.
Die Vögel des Himmels wohnen neben ihnen; sie erheben ihre Stimmen aus dem Laub.
Er bewässert die Berge aus Seinen Wolken oben; die Erde ist satt von der Frucht Deiner Werke.
Er lässt das Gras wachsen für das Vieh; und die Pflanzen, die die Arbeit des Menschen benötigen, um Nahrung aus der Erde hervorzubringen.
Und den Wein, der des Menschen Herz erfreut; Öl, das das Gesicht glänzen macht, und Brot, das des Menschen Herz ernährt.
Die Bäume des Ewigen trinken sich satt, die Zedern des Libanons, die Er gepflanzt hat,
in denen Vögel ihre Nester bauen; der Storch hat sein Haus in der Zypresse.
Die hohen Berge sind für die Wildziegen, die Felsen eine Zuflucht den Kaninchen.
Er machte den Mond, die Festtage zu errechnen; die Sonne kennt die Zeit ihres Untergehens.
Du bringst die Finsternis, und es wird Nacht, wenn alle Tiere des Waldes hervorkriechen.
Die jungen Löwen schreien nach Beute und verlangen ihre Nahrung von Gott.
Wenn die Sonne aufgeht, kehren sie in ihre Höhlen zurück und legen sich dort nieder.
Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit und müht sich bis zum Abend.
Wie mannigfach sind Deine Werke, Ewiger! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht; die Erde ist voll Deiner Besitztümer.
Dieses Meer, riesig und weit mit seinen unzähligen kriechenden Kreaturen, großen wie kleinen Lebewesen;
Schiffe ziehen dort; da ist der Leviathan, den Du erschaffen, sich darin zu tummeln.
Sie alle blicken erwartungsvoll auf Dich, ihnen ihre Nahrung zur rechten Zeit zu geben.
Gibst Du sie ihnen, sammeln sie sie; wenn Du Deine Hand öffnest, werden sie mit Gütigkeit gesättigt.
Verbirgst Du Dein Angesicht, fallen sie in Schrecken; nimmst Du ihren Geist, sterben sie und kehren zurück zu ihrem Staub.
Schickst Du erneut Deinen Odem aus, werden sie wieder erschaffen, und Du erneuerst das Gesicht der Erde.
Die Herrlichkeit des Ewigen dauert auf ewig, es freut Sich der Ewige Seiner Werke.
Er schaut auf die Erde, und sie erzittert; Er berührt die Berge, und sie rauchen.
Singen will ich dem Ewigen mit meiner Seele; lobpreisen will ich meinen Gott mit meinem [ganzen] Sein.
Mein Gebet finde Sein Wohlgefallen; ich will mich im Ewigen erfreuen.
Die Sünder mögen verschwinden von der Erde und die Bösewichte nicht mehr da sein. Segne den Ewigen, meine Seele! Rühmt den Ewigen!

Psalm 105
Diesen Psalm verfasste David, als er die Heilige Lade in die Davidstadt hinaufbrachte, und er sang ihn vor der Lade. Darin werden alle Wunder beschrieben, die G-tt für die Juden in Ägypten vollbrachte: Er schickte ihnen als Erstes Josef, der ins Gefängnis geworfen wurde, nur um von G-tt daraus befreit zu werden, und der schließlich in eine Stellung aufstieg, in der er die Fürsten von Ägypten einkerkern konnte, ohne den Pharao zu fragen.
Dankt dem Ewigen, ruft Seinen Namen an, macht Seine Taten unter den Nationen bekannt.
Singt Ihm, preist Ihn, freut euch über alle Seine Wunder.
Rühmt Seinen heiligen Namen; möge sich das Herz jener, die Ihn suchen, am Ewigen erfreuen.
Verlangt nach dem Ewigen und Seiner Macht; sucht immer Sein Angesicht.
Erinnert euch Seiner Wunder, die Er vollbracht hat, und Seiner Urteile aus Seinem Mund.
Nachkommen Abrahams, Seine Diener, Jakobs Kinder, Seine Erwählten.
Er ist der Ewige, unser Gott, Seine Urteile erstrecken sich über die ganze Erde.
Er erinnert Sich für immer Seines Bundes, der Worte, die Er tausend Generationen auftrug,
den Er mit Abraham schloss, und Seinen Schwur mit Isaak.
Und Er legte für Jakob eine Satzung fest, für Israel einen Bund für immer
und sagte: „Ich gebe dir das Land Kanaan, den Anteil deines Erbes“,
als ihr noch ganz, ganz wenige wart, und Fremde darin.
Sie wanderten von einem Volk zum nächsten Volk, von einem Königreich zu einer anderen Nation.
Er gestattete niemandem, ihnen zu schaden, und ermahnte Könige um ihrer willen:
„Rührt Meinen Gesalbten nicht an, Meinen Propheten fügt kein Leid zu!“
Und Er rief eine Hungersnot über das Land aus, jegliche Brotquelle zerbrach Er.
Er schickte ihnen einen Mann voraus; Josef wurde in die Sklaverei verkauft.
Sie zwangen seinen Fuß in Fesseln, seine Seele kam in Eisen
bis zu der Zeit, als das Wort des Ewigen erklang, ihn zu läutern.
Der König schickte aus und befreite ihn, der Herrscher der Nationen setzte ihn frei.
Er setzte ihn als Herrn über sein Haus ein und als Herrscher über alle seine Besitzungen,
seine Edlen nach Gutdünken ins Gefängnis zu werfen und seine Ältesten zu lehren.
So kam Israel nach Ägypten, und Jakob wohnte im Land von Ham [Ägypten].
Er vermehrte Sein Volk sehr und machte es mächtiger als seine Bedränger.
Er wendete ihre Herzen, Sein Volk zu hassen, Seinen Dienern nachzustellen.
Er schickte Moses, Seinen Diener, und Aaron, den Er gewählt hatte.
Sie taten unter sie Seine Zeichen und Wunder im Land Hams.
Er schickte Finsternis, und es wurde dunkel, und sie trotzten Seinem Wort nicht.
Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische.
In ihrem Land wimmelte es von Fröschen in den Gemächern ihrer Könige.
Er sprach, und Horden von wilden Tieren kamen, Mücken waren überall in ihren Grenzen.
Er gab ihnen Hagel anstelle von Regen, flammendes Feuer im ganzen Land.
Und schlug ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, es zerbrachen die Bäume ihrer Grenzen.
Er sprach, und es kamen Grillen, dazu unzählige Heuschrecken.
Und sie fraßen alles Gras in ihrem Land, und sie verschlangen die Frucht ihres Bodens.
Danach erschlug Er jeden Erstgeborenen in ihrem Land, die Erstlinge ihrer Kraft.
Danach führte Er sie hinaus mit Silber und Gold, und keiner Seiner Stämme strauchelte.
Ägypten freute sich über ihren Auszug, denn die Furcht war über sie gekommen.
Er breitete eine Wolke als Decke und ein Feuer, um die Nacht zu erhellen.
Es [Israel] erbat sich, und Er schickte Wachteln, und mit Brot vom Himmel sättigte Er sie.
Er öffnete einen Fels, und Wasser floss, es strömte wie ein Fluss durch das trockene Land,
denn Er erinnerte Sich an Sein heiliges Wort an Abraham, Seinen Diener.
Und voller Freude zog Er Sein Volk heraus, Seine Erwählten unter Jubel.
Dann gab Er ihnen die Länder der Völker, und sie erbten die Mühe der Nationen,
damit sie Seine Gebote und Seine Lehren befolgten und bewahrten. Rühmt den Ewigen!

Tehillim Ohel Yoseph Yitzchok, published and copyright by Kehot Publication Society.
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