ב"ה

Daily Tehillim - Psalms

Kapitel 108-112

Classes on Tehillim - Psalms
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Special Custom for the Month of Elul and High Holidays
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
See below for today's additional chapters.
Psalm 108
Ein Lied, ein Psalm von David.
Bereit ist mein Herz, Gott, singen und preisen will ich auch mit meiner Seele.
Wach’ auf Harfe und Zither, die Morgenröte will ich wecken.
Unter den Völkern will ich Dir danken, Ewiger, Dich unter den Nationen preisen.
Denn bis über den Himmel reicht Deine Güte und Deine Wahrheit bis über die Wolken.
Erhebe Dich über den Himmel, Gott, und Deine Ehre über die ganze Erde.
Damit Deine Geliebten befreit werden, hilf mit Deiner Rechten und erhöre mich!
Gott sprach in Seiner Heiligkeit, dass ich frohlocke, Schechem will ich verteilen und das Tal Sukkot vermessen.
Mein ist Gilead, mein ist Menasse, und Efraim ist die Zuflucht meines Hauptes, Juda ist mein Gesetzgeber.
Moab ist mein Waschbecken, nach Edom werfe ich meine Schuhe, über Philistäa will ich jubeln.
Wer bringt mich in die befestigte Stadt? Wer führt mich bis Edom?
Hast Du, Gott, uns nicht vernachlässigt und nicht ziehst Du, Gott, mit unseren Heeren aus?
Gib uns Rettung vom Bedränger, denn nichtig ist die Hilfe des Menschen.
In Gott tun wir Mächtiges, und Er wird unsere Feinde zertreten.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 109
David verfasste diesen Psalm auf seiner Flucht vor Saul. Damals hatte er viele Feinde, die sich in seiner Gegenwart zwar freundlich benahmen, sonst aber immer schlecht über ihn redeten. Deshalb verflucht er sie bitter.
Dem Sangmeister. Von David, ein Psalm. Gott meines Loblieds, bleib’ nicht stumm!
Denn der Mund des Frevlers und der Mund des Betrügers ist gegen mich offen, sie reden über mich in lügnerischer Sprache.
Sie haben mich mit Worten des Hasses umgeben und kämpfen grundlos gegen mich.
Gegen meine Liebe hassen sie mich; ich aber bin ganz [ein Mann] des Gebets.
Sie stellen mir Böses gegen Gutes und Hass gegen meine Liebe.
Setz’ einen Frevler über ihn ein, und ein Widersacher stehe zu seiner Rechten.
Wird er gerichtet, gehe er schuldig aus; möge sein Gebet als Vergehen gelten.
Mögen seine Tage wenige sein, ein anderer übernehme sein Amt.
Mögen seine Kinder Waise werden und seine Frau Witwe.
Und umherirren mögen seine Kinder und betteln, von ihren Trümmern [Gaben] erbitten.
Möge der Gläubiger alles, was sein ist, eintreiben, mögen Fremde seinen Ertrag plündern.
Möge da niemand sein, der ihm Güte erweist, und niemand erbarme sich seiner Waisen.
Möge seine Nachkommenschaft abgeschnitten werden, sein Name in einer späteren Generation getilgt.
An die Missetaten seines Vaters möge Sich der Ewige stets erinnern, das Vergehen seiner Mutter nicht gelöscht werden.
Sie seien dem Ewigen stets vor Augen, und möge ihr Andenken von der Erde getilgt sein
dafür, dass er nicht daran dachte, Güte zu tun und stattdessen den Armen und Elenden verfolgte, um [ihn] zu töten.
Aber er liebte den Fluch, und er kam über ihn; ihn verlangte es nicht nach Segen, und er ist fern von ihm geblieben.
Und er kleidete sich in Fluch wie in ein Gewand, und er kam wie Wasser in sein Inneres und wie Öl in seine Knochen.
Sei er ihm wie ein Gewand, in das er sich hüllt, und wie ein Gürtel, mit dem er sich immer gürtet.
Das ist die Tat gegen meinen Widersacher vom Ewigen und für jene, die schlecht über meine Seele sprechen.
Und Du, Ewiger, mein Herr, tue mit mir um Deines Namens willen, denn Deine Güte ist gut; rette mich!
Denn ich bin arm und elend, und mein Herz ist gebrochen in meinem Inneren.
Wie ein flüchtiger Schatten vergehe ich, und abgeschüttelt werde ich wie eine Heuschrecke.
Meine Knie zittern vom Fasten, und mein Fleisch ist dünn ohne Fett.
Und ich bin ihnen zum Hohn geworden, sie sehen mich und schütteln ihren Kopf.
Hilf mir, Ewiger, mein Gott, rette mich nach Deiner Güte!
Dass sie wissen, dass dies Deine Hand ist, dass Du, Ewiger, es getan hast.
Lass sie fluchen, Du aber segnest; sie sind aufgestanden, aber sie werden beschämt werden, und Dein Diener freut sich.
Mögen sich meine Widersacher in Schmach kleiden und sich in ihre Schande wie in einen Mantel hüllen.
Dem Ewigen will ich viel aus meinem Mund danken, und unter der Menge will ich Ihn rühmen.
Denn Er steht zur Rechten des Elenden, um ihn vor den Verurteilern seiner Seele zu retten.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 110
Dieser Psalm beschreibt Eliesers Reaktion, Abrahams Diener, auf jene, die fragen, wie es Abraham gelungen war, die vier Könige zu besiegen. Er spricht davon, wie Abraham die mächtigen Könige tötete und ihre Armeen besiegte. Beim Lesen dieses Psalms wird man verstehen, dass er sich ausschließlich auf Abraham bezieht, der diese herausragende Stellung verdient hat, weil er G-tt schon in seiner Jugend erkannt hat.
Von David, ein Psalm. Ein Spruch des Ewigen zu meinem Herrn: „Sitz zu Meiner Rechten, bis Ich aus deinen Feinden einen Schemel für deine Füße gemacht habe.“
Den Stab deiner Macht schickt der Ewige von Zion, um unter deinen Feinden zu herrschen.
Dein Volk, ein freiwilliges an deinem Heertag, ist in heiligem Schmuck aus dem Schoß der Morgenröte; du hast noch den Tau deiner Kindheit.
Geschworen hat der Ewige und es nicht bereut: „Du sollst ein Priester für immer sein, genau wie Melchizedek.“
Mein Herr ist zu deiner Rechten; Er hat die Könige am Tag Seines Zorns zerschmettert.
Er richtet die Völker, und sie sind voller Leichname; Er zerschmettert Köpfe über einem weiten Land.
Aus dem Fluss unterwegs trinkt er, und so hält er seinen Kopf hoch.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 111
Die Anfangsworte der Verse in diesem Psalm folgen dem (hebräischen) Alphabet, mit je zwei Buchstaben je Vers, außer den letzten beiden Versen mit jeweils drei Buchstaben. Dieser Psalm ist zwar kurz, aber sehr wichtig, denn er handelt von G-ttes Werken und ihrer Größe.
Rühmt den Ewigen! Danken will ich dem Ewigen aus ganzem Herzen im Kreis der Aufrechten und der Versammlung.
Großartig sind die Werke des Ewigen, gesucht von allen, die danach verlangen.
Hoheit und Herrlichkeit sind Sein Werk, und Seine Gerechtigkeit hat für immer Bestand.
Gedenken machte Er für Seine Wunder, gnädig und barmherzig ist der Ewige.
Nahrung gab Er jenen, die Ihn fürchten; Er erinnert Sich Seines Bundes für immer.
Die Kraft Seiner Taten erklärt Er Seinem Volk, um ihm das Erbe der Völker zu geben.
Die Werke Seiner Hände sind Wahrheit und Recht; getreu sind alle Seine Befehle.
Sie sind unerschütterlich für immer und ewig, denn in Wahrheit und Aufrichtigkeit sind sie gemacht.
Erlösung schickte Er Seinem Volk, trug ihm Seinen Bund für immer auf, heilig und ehrfurchtgebietend ist Sein Name.
Der Anfang ist die Furcht vor dem Ewigen; gesunder Verstand für alle, die es praktizieren; Sein Ruhm hält für immer an.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 112
Auch in diesem Psalm folgen die Anfangsworte der Verse dem (hebräischen) Alphabet, mit je zwei Buchstaben je Vers, außer den letzten beiden Versen mit jeweils drei Buchstaben. Er handelt von den guten Eigenschaften, die ein Mensch für sich wählen sollte, und wie man Wohltätigkeit übt – die Belohnung dafür ist, dass man sich nie auf andere verlassen muss.
Rühmt den Ewigen! Glücklich ist der Mensch, der den Ewigen fürchtet und den es nach Seinen Geboten verlangt.
Helden im Land werden seine Nachfahren, gesegnet mit einer Generation der Aufrechten.
Güter und Reichtum sind in seinem Haus, und seine Gerechtigkeit hält für immer an.
Selbst im Dunkeln leuchtet das Licht den Aufrechten, denn [Er ist] der Gnädige, der Barmherzige und der Gerechte.
Gut ist der Mensch, der gnädig ist und leiht, seine Angelegenheiten nach dem Recht besorgt.
Denn er wankt nie; zum ewigen Gedächtnis bleibt der Gerechte.
Vor bösem Gerücht fürchtet er sich nicht, sein aufrechtes Herz vertraut auf den Ewigen.
Unerschütterlich ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis er seine Bedränger [zerstört] sieht.
Er streut aus, gibt den Bedürftigen, seine Gerechtigkeit hat für immer Bestand, seine Macht wird in Ehren hochgehalten.
Der Frevler sieht es und ärgert sich, seine Zähne knirschen und schmelzen dahin; das Begehren der Frevler wird zunichte.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Additional Three Chapters
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
Today's Chapters are 67, 68, and 69.
Psalm 67
Dieser Psalm wird ganz besonders geschätzt. Auch er handelt vom Einsammeln der Verbannten und den Kriegen von Gog und Magog, von einer Zeit, wenn „G-tt der Einzige ist.“
Dem Sangmeister; ein Lied mit Instrumentalmusik, ein Psalm.
Gott sei uns gnädig und segne uns; Er lasse Sein Angesicht auf uns für immer leuchten,
damit Dein Weg auf der Erde bekannt sei, Deine Rettung unter allen Völkern.
Die Völker werden Dich preisen, Gott; alle Völker werden Dich preisen.
Die Nationen werden sich freuen und vor Freude singen, denn Du wirst die Völker gerecht richten und die Nationen auf der Erde für immer leiten.
Die Völker werden Dich preisen, Gott; alle Völker werden Dich preisen,
denn die Erde wird ihren Ertrag gegeben haben,
und Gott, unser Gott, wird uns segnen. Gott wird uns segnen, und alle, aus den entferntesten Enden der Erde, werden Ihn fürchten.

Psalm 68
In diesem ehrfurchtgebietenden und wunderbaren Gebet bezieht sich David auf ein zukünftiges Ereignis, nämlich als Sanherib während Hiskias Herrschaft am Pessach-Fest Jerusalem umzingelt. Er sagt auch das Gute voraus, dessen wir uns in der messianischen Zeit erfreuen werden.
Dem Sangmeister, von David, ein Psalmlied.
Erhebt Sich Gott, werden Seine Feinde zerstreut und Seine Hasser fliehen vor Ihm.
So wie Rauch vertrieben wird, vertreib’ sie; so wie Wachs vor dem Feuer schmilzt, vergehen die Frevler vor Gott.
Und die Gerechten freuen sich und frohlocken vor Gott und jubeln in Freude.
Singt Gott, preist Seinen Namen, macht Bahn dem, der auf den Wolken reitet mit Seinem Namen, Jah, und erfreut vor Ihm.
Ein Vater von Waisen und Rechtschaffer der Witwen ist Gott in Seiner heiligen Wohnung.
Gott führt die Einsamen nach Hause, befreit die Gefangenen von ihren Ketten; aber die Übeltäter bleiben auf dürrer Erde.
Gott, bei Deinem Auszug vor Deinem Volk, bei Deinem Einherschreiten durch die Wildnis, Sela,
bebte die Erde, selbst der Himmel tropfte vor Gott und dieser Sinai vor Gott, dem Gott Israels.
Ergiebigen Regen gabst Du, Gott; als Dein Erbe schwer wurde, hast Du es aufgerichtet.
Deine Schar lässt sich dort nieder, Du hast es in Deiner Güte den Armen vorbereitet, Gott.
Mein Herr erfüllt Sein Wort, die Botinnen bilden eine große Heerschar.
Die Könige der Heerscharen fliehen und fliehen, und die, die im Haus wohnt, verteilt die Beute.
Wenn ihr zwischen Hürden lagert, [gleicht ihr] silberbedeckten Taubenflügeln und ihrem Gefieder in lebhaftem Grünlich.
Wenn der Allmächtige Könige in ihrer Mitte verstreut, ist es [wie] voller Schnee auf dem Zalmon.
Der Berg Gottes ist der Baschan-Berg, ein buckliger Berg ist der Baschan-Berg.
Warum tanzt ihr, bucklige Berge? Dies ist der Berg, den Gott als Seinen Sitz begehrt; dort wohnt der Ewige für immer.
Die Wagen Gottes sind zweimal zehntausend, [mit] Tausenden von Engeln; in ihrer Mitte ist mein Herr, auf dem Sinai, in Heiligkeit.
Du steigst auf in die Höhe, nimmst einen Gefangenen, hast Geschenke vom Menschen genommen, und [jetzt] wohnen selbst Übeltäter mit Jah, Gott.
Gesegnet sei mein Herr, der uns jeden Tag [Güte] auflädt, der Gott, der für immer unsere Errettung ist.
Gott ist uns ein Gott zur Rettung, beim Ewigen, meinem Herrn, sind Ausgänge vom Tod.
Nur Gott zerschmettert das Haupt Seiner Feinde, den behaarten Schädel dessen, der in seiner Schuld dahergeht.
Mein Herr hat gesagt: „Aus Baschan bringe Ich zurück, aus den Meerestiefen bringe Ich zurück,
dass dein Fuß im Blut [der Feinde] wate, damit die Zunge deines Hundes ihren Teil von deinen Feinden habe.“
Sie sahen Deine Wege, Gott, die Wege meines Gottes, meines Königs, in Heiligkeit.
Erst kamen die Sänger, nach ihnen die Musikanten inmitten der jungen Mädchen mit ihren Pauken.
In Chören segnet Gott, [segnet] meinen Herrn, die aus Israel entsprungen sind!
Dort ist Benjamin, der Jüngste, er herrscht; die Fürsten Judas, steinigen sie genau wie die Fürsten von Sebulon und die Fürsten von Naftali.
Dein Gott gebiete deine Stärke; zeige Deine Stärke, Gott, die Du für uns gezeigt hast.
Wegen Deines Heiligtums über Jerusalem bringen die Könige Dir ihre Geschenke.
Schelte das Tier des Schilfs, die Rotte der Stiere unter den Kälbern der Völker, die sich treten lassen um Silberstücke. Zerstreu’ die Nationen, die Kriege wollen.
Edle kommen aus Ägypten; Kusch erhebt die Hände zu Gott.
Königreiche der Erde, singt Gott, preist meinen Herrn für immer.
Dem, der in den höchsten der uralten Himmel reitet, hört! Er lässt Seine Stimme, eine starke Stimme, erklingen.
Gebt Gott Macht; Seine Majestät ist über Israel, und Seine Macht ist in den Himmeln.
Gott, aus Deinem Heiligtum wirst Du gefürchtet; Gott Israels, Macht und Stärke gibt Er dem Volk; gesegnet sei Gott.

Psalm 69
Dem Sangmeister, auf den Schoschanim, von David.
Rette mich, Gott, denn das Wasser dringt mir bis in die Seele.
Ich versinke im Schlamm der Tiefe, ohne festen Halt, gerate in tiefes Wasser, und der Wirbel zieht mich mit.
Vom Rufen werde ich müde, meine Kehle ist heiser, meine Augen verzehren sich, während ich auf meinen Gott warte.
Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf sind jene, die mich grundlos hassen; mächtig sind jene geworden, die mich verderben wollen. Was ich nicht gestohlen habe, gebe ich dann zurück.
Gott, Du kennst meine Missetaten, und meine Vergehen sind vor Dir nicht verborgen.
Lass nicht jene, die auf Dich hoffen, mein Herr, Ewiger der Heerscharen, durch mich beschämt werden. Diejenigen, die Dich suchen, mögen nicht enttäuscht werden, Gott Israels.
Denn um Deinetwillen habe ich Demütigung ertragen, deckte Schmach mein Angesicht.
Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder den Söhnen meiner Mutter.
Denn der Eifer um Dein Haus zehrt mich auf, und die Lästerungen Deiner Lästerer sind auf mich gefallen.
Und ich habe geweint, und meine Seele hat gefastet, und es war eine Schmach für mich.
Und ich machte das Sackleinen zu meinem Gewand und wurde ein Gleichnis für sie.
Von mir sprechen die, die im Tor sitzen, und die Lieder der Zecher.
Ich aber richte mein Gebet an Dich, Ewiger, zur rechten Zeit, Gott, in Deiner großen Güte antworte mir mit der Wahrheit Deiner Hilfe!
Rette mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke; damit ich vor meinen Hassern und aus den Tiefen des Wassers gerettet werde.
Dass nicht der Wirbel mich mitreiße, noch das tiefe Wasser mich verschlinge und auch nicht der Brunnen über mir seinen Mund verschließe.
Antworte mir, Ewiger, denn Deine Güte ist gut, in Deinem großen Erbarmen wende Dich mir zu.
Und verbirg nicht Dein Angesicht vor Deinem Diener, denn ich bin in Not; antworte mir schnell!
Sei meiner Seele nahe und befreie sie, um meiner Feinde willen errette mich.
Du kennst meine Schmach und meine Schande und meinen Schimpf, und all meine Bedränger sind Dir gewärtig.
Die Schmach hat mir mein Herz gebrochen, und ich bin krank, und ich hoffe auf Trost, aber da ist nichts, und auf Tröster, habe sie aber nicht gefunden.
Sie gaben Galle in mein Essen und Essig in mein Getränk.
Möge ihr Tisch eine Falle vor ihnen werden und den Unbekümmerten eine Schlinge!
Mögen ihre Augen finster werden, dass sie nicht sehen können, und ihre Lenden immer wanken.
Gieß’ Deinen Zorn über sie aus, und möge Deine Zornesglut sie treffen.
Möge ihr Palast verödet sein, in ihren Zelten keine Bewohner,
denn sie verfolgen den, den Du geschlagen hast, und vom Schmerz Deiner Verwundeten sprechen sie.
Unheil kommt zu Unheil, lass sie nicht in Deine Gerechtigkeit ein.
Mögen sie aus dem Buch des Lebens getilgt werden, noch eingeschrieben werden mit den Gerechten.
Ich aber bin arm und habe Schmerzen; Deine Hilfe, Ewiger, wird mich hoch stellen.
Den Namen Gottes will ich mit meinem Lied lobpreisen, und mit Dank will ich Ihn rühmen.
Das wird dem Ewigen besser gefallen als ein Ochse mit Hörnern und Hufen [als Opfer].
Die Gebeugten sehen es, freuen werden sich, die Gott suchen, und ihr Herz wird belebt.
Denn der Ewige hört die Armen, und Seine Gefangenen verachtet Er nicht.
Ihn preisen die Himmel und die Erde und die Meere und alles, was darin ist.
Denn Gott rettet Zion und baut Judas Städte, dass man darin wohne und es besitze.
Und die Nachkommen Seiner Diener erben es, und die Seinen Namen lieben, wohnen darin.

Tehillim Ohel Yoseph Yitzchok, published and copyright by Kehot Publication Society.
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