ב"ה

Daily Tehillim - Psalms

Kapitel 72-76

Classes on Tehillim - Psalms
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Special Custom for the Month of Elul and High Holidays
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
See below for today's additional chapters.
Psalm 72
David hat diesen Psalm für Salomo verfasst und darum gebetet, er möge mit Weisheit bedacht werden, um den Armen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Für Salomo. Gott, schenk’ Dein Gesetz dem König, gib Deine Gerechtigkeit dem Sohn des Königs.
Er richte Dein Volk mit Gerechtigkeit und Deine Armen nach dem Gesetz.
Mögen die Berge dem Volk Frieden bringen und auch die Anhöhen, in Gerechtigkeit.
Möge er den Armen des Volkes Recht schaffen, die Kinder der Elenden rette er und unterdrücke den Bedränger,
sodass sie Dich fürchten, solange die Sonne [scheint] und der Mond besteht, eine Generation nach der anderen.
Er komme wie ein Guss auf geschnittenes Gras, wie Regentropfen, die die Erde bewässern.
Möge der Gerechte in seinen Tagen blühen und viel Frieden, bis der Mond nicht mehr ist.
Und möge er von Meer zu Meer und vom Fluss bis zum Ende der Erde herrschen.
Und mögen sich vor ihm die Edlen verbeugen und seine Feinde Staub lecken.
Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Opfergaben, die Könige von Schewa und Saba Geschenke zum Opfern.
Vor ihm verbeugen sich alle Könige, alle Völker dienen ihm.
Denn er rettet den Elenden, der nach Hilfe ruft, den Armen, der niemanden hat, der ihm hilft.
Er hat Mitleid mit dem Bedürftigen und dem Elenden, und die Seelen der Bedrängten rettet er.
Aus Bedrückung und Gewalt erlöst er ihre Seelen, und in seinen Augen ist ihr Blut kostbar.
Er belebt ihn [den Armen] und gibt ihm vom Gold Schewas, und so betet dieser für ihn immer den ganzen Tag lang und segnet ihn.
Möge es üppiges Getreide im Land geben, auf den Bergspitzen; mögen seine Früchte rascheln wie im Libanon, und mögen sie aus der Stadt blühen wie das Gras der Erde.
Möge sein Name da sein für immer, vor der Sonne wachse sein Name. Und alle Völker segnen ihn und preisen ihn.
Gesegnet ist der Ewige, Gott, der Gott Israels, der allein Wunder tut.
Und gesegnet ist Sein Name voller Ehre für immer, und möge die ganze Welt von Seinem Ruhm erfüllt sein. Amen und Amen!
Die Gebete Davids, Jischais Sohn, sind damit beendet.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 73
Dieser Psalm befasst sich mit der Frage, warum der Gerechte leidet, während der Böse aufblüht. Auch enthält er Gebete für ein Ende der langen Verbannung. Wer es liest, findet Ruhe für seine Seele.
Ein Psalm von Assaf. Wirklich, Gott ist gut zu Israel, für die Reinen im Herzen.
Ich aber, meine Füße hätten beinahe gewankt, einfach so, und meine Tritte wären ausgeglitten.
Denn ich beneidete die Toren, als ich den Frieden der Frevler sah.
Denn es gibt keine Qualen bei ihrem Tod, und ihre Gesundheit ist gut.
Sie haben keinen Anteil an der Mühsal der Menschen, und mit Menschen sind sie nicht geplagt.
Deshalb ist Hochmut ihr Halsband, ihre Körper sind in Gewalt gewickelt.
Vor lauter Fett tritt ihr Auge heraus, sie überschreiten des Herzens Gebilde.
Sie höhnen und reden schlecht, von Unterdrückung hoch her reden sie.
Ihre Münder segeln am Himmel, und ihre Zungen ergehen sich auf der Erde.
Deshalb kehrt Sein Volk hierher zurück, und sie leeren den vollen [Becher des bitteren] Wassers.
Und sie sagen: „Wie soll Gott wissen, und ist dort Wissen beim Allerhöchsten?“
Das sind die Frevler, und sie sind so ruhig, und sie haben viel Vermögen angehäuft.
Sicher ganz umsonst habe ich mein Herz geläutert und meine Hände in Reinheit gewaschen.
Und ich war den ganzen Tag geplagt und hatte eine Züchtigung jeden Morgen.
Würde ich sagen: „So werde ich es sagen“, die Generation deiner Kinder hätte ich verraten.
Und als ich darüber nachdachte, um es zu verstehen, war es Mühsal in meinen Augen,
bis ich zu den Heiligtümern Gottes gekommen bin und ihr Ende bemerkt habe.
Ja, auf glitschigen Boden stellst Du sie, damit sie in die Trümmer fallen.
Wie schnell sind sie zur Öde geworden, ans Ende gekommen, haben aufgehört, wie ein Schattenbild.
Wie ein Traum nach dem Aufwachen, mein Herr, verwirfst Du ihr Bild in der Stadt.
Denn in meinem Herzen gärte es, und in meinen Nieren fühlte ich ein Stechen.
Und ich war dumm und sah nicht ein, wie ein Tier war ich vor Dir.
Aber ich bin stets bei Dir, Du hast meine rechte Hand gehalten.
Leite mich mit Deinem Rat, und danach nimm mich ehrenvoll auf.
Wen habe ich im Himmel? Und wenn ich mit Dir bin, wünsche ich mir nichts auf der Erde.
Mein Fleisch und mein Herz schmachten; Gott ist der Fels meines Herzens und mein Anteil für immer.
Denn siehe, die von Dir Fernen kommen um, Du vernichtest, wer Dir abtrünnig wird.
Und ich? Die Nähe zu Gott tut mir gut; ich habe mein Vertrauen in meinen Herrn, den Ewigen, gesetzt, um von all Deinen Werken zu erzählen.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 74
Der Dichter betrauert alle Synagogen und Unterrichtsräume, die niedergebrannt wurden, und beweint sie. Die Philister zerstörten das Stiftszelt in Schilo, Nebukadnezar zerstörte den Ersten Tempel. Wir sind nun schon so lange in der Verbannung, ohne dass es Anzeichen für eine Erlösung gäbe! Wann kommt die Erlösung? Lies, und du findest Klage und Trost.
Ein Maskil von Assaf. Warum, Gott, hast Du uns für immer verlassen? Warum raucht Dein Zorn über der Herde Deiner Weide?
Erinnere Dich Deiner Gemeinde, die Du vor so langem erworben hast, den Stamm Deines Erbes, den Du erlöst hast, an diesem Berg Zion, auf dem Du thronst.
Hebe Deine Tritte zu den ewigen Trümmern an, wegen all des Bösen, des Feindes im Heiligtum.
Deine Bedränger brüllen inmitten Deines Versammlungsortes, sie stellen ihre Zeichen als Male auf.
Anzuschauen wie einer, der mitten im Baumdickicht die Äxte hochschwingt.
Und nun zerschlagen sie all ihr Schnitzwerk mit Hammer und Beil.
Sie stecken Dein Heiligtum in Brand, entweihen die Wohnung Deines Namens bis auf den Boden.
In ihrem Herzen denken ihrer Herrscher zusammen; sie brennen alle Sammelplätze Gottes im Land nieder.
Unsere Zeichen haben wir nicht gesehen, es gibt keinen Propheten mehr, und keiner von uns weiß, wie lange noch.
Wie lange noch, Gott, verhöhnt der Bedränger, schmäht der Feind Deinen Namen [wie] für immer?
Warum ziehst Du Deine Hand und Deine rechte Hand zurück? Heraus damit aus Deinem Busen! Vernichte!
Denn Gott ist mein König von ehemals, Er bewirkt Hilfe inmitten des Landes.
Mit Deiner Kraft hast Du das Meer geteilt, hast die Köpfe von Seeungeheuern auf den Wassern zerschlagen.
Du hast die Köpfe des Leviathan zerschmettert und ihn dem Volk in der Wildnis zum Essen gegeben.
Du hast den Quell und den Bach gespalten, ewig strömende Flüsse hast Du ausgetrocknet.
Dein ist der Tag, auch die Nacht ist Dein; Du hast den Mond und die Sonne gebracht.
Du hast alle Grenzen auf der Erde bestimmt, hast Sommer und Winter erschaffen.
Erinnere Dich, wie der Feind den Ewigen lästert und die niederträchtige Nation Deinen Namen schmäht.
Gib nicht die Seele Deiner Turteltaube dem wilden Tier preis, Deine Armen vergiss nie!
Schau’ auf den Bund, denn die Wohnungen der Erde sind voll mit Gewalt.
Weise die Unterdrückten nicht zurück, dann rühmen der Arme und der Elende Deinen Namen.
Erhebe Dich, Gott, führe Deinen Streit! Erinnere Dich, wie der Niederträchtige Dich verhöhnt hat den ganzen Tag!
Vergiss nicht die Stimme Deiner Bedränger, das Getöse Deiner Widersacher steigt immer auf.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 75
Wie groß ist Israel! Während ihrer Feiertage beschäftigen sie sich nicht mit Belanglosem, sondern singen, preisen und studieren die Gesetze für die Feiertage. Auch haben sie, als sie (beim Empfang der Tora) riefen: „Wir wollen tun, und wir werden hören!“, bewirkt, dass die Welt bestehen bleibt. Dieser Psalm ist eine Mahnung für jeden, der sich weltlichen Freuden zuwendet und seinen Wohlstand den eigenen Anstrengungen zuschreibt.
Dem Sangmeister, eine Bitte, nicht vertilgt zu werden. Ein Psalm von Assaf, ein Lied.
Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir, und Dein Name ist nahe; sie erzählen von Deinen Wundern.
Denn wenn Ich die Frist setze, richte Ich direkt.
Wenn die Erde und alle ihre Bewohner schmelzen, richte Ich ihre Säulen für immer auf.
Ich sage den Wüstlingen: „Prahlt nicht!“ Und den Frevlern: „ Hebt nicht das Horn!
Hebt nicht euer Horn in die Höhe, sprecht nicht mit frechem Hals!“
Denn nicht vom Aufgang und vom Westen und nicht von der Wüste der Berge her,
sondern Gott ist der Richter; diesen demütigt Er, und jenen hebt Er hoch.
Denn ein Becher [der Strafe] ist in der Hand des Ewigen, mit starkem Wein voll mit einer Mischung, und Er schüttet sie aus. Seine Hefen trinken und schlürfen alle Frevler des Landes.
Ich aber erzähle davon für immer; preisen will ich den Gott Jakobs für immer.
Und alle Macht der Frevler schlage ich ab, hoch seien die Hörner des Gerechten!

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 76
Dieser Psalm enthält die Prophezeiung, wonach Sanheribs gewaltiges Heer in einen tiefen Schlaf versinkt, der die Hände der Soldaten kraftlos macht und sie ihre Waffen nicht heben können, sodass sie alle im Kampf fallen.
Dem Sangmeister, auf einem Musikinstrument, ein Psalm von Assaf, ein Lied.
Bekannt in Juda ist Gott; Sein Name ist groß in Israel.
Und Seine Hütte war in Schalem und Seine Wohnung in Zion.
Dort zerbrach Er die flammenden Pfeile des Bogens, den Schild, das Schwert und den Krieg – für immer.
Leuchtend bist Du, mächtiger als die Berge von Beute.
Die Hartherzigen sind betäubt, liegen in tiefem Schlaf, und alle Kämpfer können ihre Hände nicht finden.
Auf Dein Drohen, Gott Jakobs, sind Wagen und Pferde benommen.
Du bist ehrfurchtgebietend! Wer kann vor Dir bestehen, wenn Dein Zorn erweckt ist?
Vom Himmel hast Du Dein Urteil hören lassen; die Erde fürchtet sich und ist still,
wenn Gott aufsteht, um Sein Urteil zu sprechen, um alle Armen der Erde für immer zu retten.
Denn der Grimm des Menschen bringt uns dazu, Dir zu danken, den Rest des Zorns hältst Du zurück.
Macht dem Ewigen, eurem Gott, Gelübde und bezahlt sie; alle, die rings um Ihn sind, bringen dem Furchtbaren ihre Gaben.
Er demütigt den Geist der Anführer; furchtbar ist Er den Königen der Erde.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Additional Three Chapters
The Baal Shem Tov instituted a custom of reciting three additional chapters of Psalms each day, from the 1st of Elul until Yom Kippur (on Yom Kippur the remaining 36 chapters are recited, thereby completing the entire book of Psalms).
Today's Chapters are 40, 41, and 42.
Psalm 40
Hierin ist die Rede von den zahlreichen Wundern, die G-tt dem jüdischen Volk hat zuteil werden lassen, und es wird die Frage gestellt: „Wer kann Seine Macht beschreiben? Ich könnte davon berichten und über sie sprechen, aber es sind einfach zu viele, als dass man sie aufzählen könnte!“ Er erschuf die Welt und spaltete das Meer für Israel, [dennoch] verlangt Er keine Opfer, sondern möchte nur, dass wir auf Seine Stimme hören.
Dem Sangmeister, ein Psalm von David.
Meine Hoffnung setze ich in Dich, Ewiger, und Er neigte Sich mir zu und hörte meinen Schrei.
Und Er zog mich aus der Grube der brausenden Flut, aus dem Lehmschlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, festigte meinen Schritt.
Und in meinen Mund gab Er ein neues Lied, einen Lobgesang meinem Gott; viele sehen und fürchten und vertrauen dem Ewigen.
Glücklich ist der Mensch, der sein Vertrauen in den Ewigen setzt und sich nicht den Hochmütigen zugewandt hat, noch denen, die nach der Lüge streben.
So viel hast Du getan, Ewiger, mein Gott; Deine Wunder und Gedanken gelten uns; mit Dir kann sich nichts vergleichen; soll ich davon sprechen und erzählen – es sind ihrer viel zu viele.
Du verlangst weder Schlachtopfer noch Speiseopfer, sondern Ohren hast Du mir geöffnet; weder Brandopfer noch Sühneopfer forderst Du.
Da sagte ich: „Schau’, ich komme mit einer Schriftrolle, für mich geschrieben.“
Deinen Willen zu erfüllen, Ewiger, ist mein Wunsch, und Deine Tora ist in meinen Eingeweiden.
Ich künde von Gerechtigkeit in einer großen Versammlung; meine Lippen schließe ich nicht. Das weißt Du, Ewiger.
Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen, von Deiner Treue und Rettung habe gesprochen, vor der großen Versammlung habe ich Deine Güte und Treue nicht verborgen.
Du bist der Ewige, vorenthalte mir nicht Dein Erbarmen; Deine Güte und Wahrheit bewahren mich für immer.
Denn unzähliges Übel umgibt mich; meine Missetaten holen mich ein, und ich kann nicht sehen; sie sind zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf, und mein Herz hat mich verlassen.
Möge es Dein Wunsch sein, Ewiger, mich zu retten, komm’ und hilf mir schnell, Ewiger!
Mögen jene zu Schanden werden und erröten, die mir nach der Seele trachten; jene zurückweichen und beschämt sein, die auf Böses für mich sinnen.
Und mögen sich jene, die über mich sagen „Ha! Ha!“, ihrer Schande wegen entsetzen.
Mögen dagegen all jene, die Dich suchen, jubeln und sich freuen, und die, die Deine Rettung suchen, mögen sie immer sagen: „Groß ist der Ewige!“
Und ich, ich bin arm und bedürftig; mein Herr denkt an mich, kommt mir zu Hilfe und ist meine Zuflucht; mein Gott, zögere nicht!

Psalm 41
Dieser Psalm lehrt uns viele gute Eigenschaften und inspiriert uns, beim Verteilen von Spenden bedacht und bewusst vorzugehen – zu wissen, wem zuerst zu geben ist. Glücklich ist der Mensch, der an den Kranken denkt und für seine Bedürfnisse sorgt.
Dem Sangmeister, ein Psalm von David.
Glücklich ist der Mensch, der an den Armen denkt; am Tag des Unglücks rettet der Ewige ihn.
Der Ewige beschützt ihn und erhält ihn, glücklich wird er im Land gepriesen, und Du lieferst ihn nicht nach dem Wunsch seiner Feinde aus.
Der Ewige stützt ihn in seinem Krankenbett; während seiner Krankheit wendest Du sein Bett.
Ich sage: „Ewiger, vergib mir! Heile meine Seele, denn ich habe gegen Dich gesündigt!“
Meine Feinde sprechen schlecht über mich: „Wann stirbt er? Wann verschwindet sein Name?“
Und kommt er [mich] zu besuchen, spricht er falsch, denn sein Herz sammelt Missetaten; geht er nach draußen, spricht er davon.
Zusammen flüstern alle gegen mich, meine Hasser; gegen mich ersinnen sie das Böse:
„Unheil ist über ihn ausgeschüttet; jetzt, da er so daliegt, wird er nicht mehr aufstehen.“
Auch der mir Nahestehende, dem ich vertraut habe, der mein Brot aß, hebt die Ferse gegen mich.
Aber Du, Ewiger, sei mir gnädig! Lass mich wieder aufstehen, damit ich es ihnen vergelte!
Daran erkenne ich, dass Du Wohlgefallen an mir hast, denn mein Feind jubelt nicht über mich.
Und ich, in meiner Einfalt hast Du mich gestützt und mich für immer vor Dich gestellt.
Gesegnet sei der Ewige, der Gott Israels, in alle Ewigkeit. Amen und Amen!

Psalm 42
Dieser Psalm weckt die Herzen der Kinder Israels, die nicht die gewaltige Zerstörung, den Verlust und das Unglück empfinden, vom Tisch ihres Vaters verbannt worden zu sein. Wären sie weise, würden sie ihr Glück in der Vergangenheit zu würdigen wissen, dass sie dreimal im Jahr voller Freude und mit großer Ehrfurcht kommen durften, um G-tt während der Feiertage zu erleben, frei von Widersachern und Störungen. Möge G-tt uns Gnade erweisen von jetzt bis in die Ewigkeit. Amen. Sela.
Für den Sangmeister, ein Maskil von Korachs Söhnen.
Wie ein Hirsch sehnsüchtig nach Wasserbächen schreit, so schreit meine Seele sehnsüchtig nach Dir, Gott.
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann komme ich, um das Angesicht Gottes zu sehen?
Meine Träne ist mein Brot geworden; Tag und Nacht sagen sie mir: „Wo ist dein Gott?“
An diese erinnere ich mich, und ich schütte mir meine Seele aus, wie ich in überdachten Wagen [nach Jerusalem] zog; gemächlich wandelte ich mit ihnen zum Haus Gottes, mit jubelnder Stimme und voller Dank mit der feiernden Menge.
Warum bist du gebeugt, meine Seele? Und warum klagst du in mir? Hoffe auf Gott, denn ich will Ihm noch danken; Er ist die Rettung für mein Angesicht.
Mein Gott! Meine Seele ist betrübt darüber, weil ich mich noch an Dich im Land des Jordans und der Gipfel des Hermons, des Bergs Mizar erinnere.
Eine Flut ruft die andere beim Rauschen Deiner Wassergüsse, all Deine Brandungen und Deine Wogen, sie überfluten mich.
Am Tag befiehlt der Ewige Seine Güte, und des Nachts ist Sein Lied mit mir, ein Gebet an den Gott meines Lebens.
Sprechen will ich zu Gott, meinem Fels: „Warum hast Du mich vergessen? Warum muss ich betrübt unter dem Druck des Feindes gehen?“
Mit Mord[stoß] in meine Knochen höhnen mich meine Bedränger, wenn sie mich fragen, den ganzen Tag: „Wo ist dein Gott?“
Warum bist du gebeugt, meine Seele? Und warum klagst du in mir? Hoffe auf den Ewigen, denn ich will Ihm noch danken; Er ist die Rettung für mein Angesicht und mein Gott.

Tehillim Ohel Yoseph Yitzchok, published and copyright by Kehot Publication Society.
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