Ist nun der Wind [der Vergebung] vorbeigezogen1 und hat [die Seelen der Sünder] gereinigt, alsdann können ihre Seelen zu G‑tt selbst, gesegnet sei Er, zurückkehren. Sie können höher und höher zu ihrem Ursprung emporsteigen und Ihm, gesegnet sei Er, in wundersamer Einheit anhangen – so wie [die Seele] in vollkommener Einheit mit Ihm, gesegnet sei Er, vereint war, bevor Er sie durch den Hauch Seines gesegneten Mundes hervorblies, um abzusinken und in den Körper eines Menschen gekleidet zu werden. (So wie beispielsweise beim Menschen der Hauch seines Mundes vor dem Austritt des Hauches aus seinem Mund mit seiner Seele vereint ist.) Dies ist vollkommene Rückkehr.
Der Aspekt dieser Einheit und dieser Umkehr stellt Teschuva Ilaa2 dar, die auf Teschuva Tataa3 folgt. Im heiligen Sohar steht in Raeja Mehejmna, Abschnitt Nasso4, dass Teschuva Ilaa bedeutet, sich mit dem Torastudium mit Ehrfurcht und Liebe für den H.g.s.E. zu beschäftigen etc. pp. Denn das ist „Ben Jud-He“ – „Bina“5 etc. pp. (Darin liegt der Vorzug der Umkehrenden über vollkommene Gerechte, wie im heiligen Sohar, Abschnitt Chaje Sara, steht: „Sie bringen es auf sich mit intensivem Herzenswillen und großer Kraft, dem König zu nahen etc. pp.“6)
ב"ה
Heutiger Tanja-Abschnitt
Iggeret HaTeschuva, Ende von Kapitel 8
Fußnoten
1.
Nach Ij. 37:21; gemeint ist ein Wind der Vergebung und der Reinheit; so wie der Wind den Himmel von Wolken reinigt, so wird auch der Mensch völlig von seinen Sünden gereinigt.
2.
Die hohe Stufe der Umkehr.
3.
Die niedrige Stufe der Umkehr.
4.
Sohar III, 123a.
5.
„Ben Jud-He“ besteht aus den Buchstaben Bet, Nun, Jud, He – die auch das Wort „Bina“ bilden.
6.
Sohar I, 129b; und siehe oben, Likkutej Amarim, Kap. 7.
