Schabbat 16. Dezember 2028
Am 25. Kislew des Jahres 3622, nach der Schöpfung, befreiten die Makkabäer den heiligen Tempel in Jerusalem, nachdem sie die zahlenmäßig und technologisch weit überlegenen des syrisch-griechischen Königs, Antiochus IV., schlugen.
Antiochus IV hatte gewaltsam versucht den Glauben und das Praktizieren des Judentums auszulöschen. Die siegreichen Juden reparierten, reinigten und weihten den Tempel wieder für den G-ttesdienst. Aber fast das ganze Öl des Tempels war durch die heidnischen Eindringlinge verunreinigt worden, so fanden die Juden, als sie nach Öl zum Entzünden der Menora des Tempels suchten, nur ein kleines Gefäß mit rituell reinem Olivenöl. Auf wundersame Weise reichte das Öl, welches üblicherweise nur für einen Tag ausgereicht hätte, für acht Tage, bis neues, reines Öl zur Verfügung stand. In Erinnerung daran etablierten unsere Weisen das 8-tägige Fest von Chanukka, an dem jede Nacht Kerzen entzündet werden, um an das Wunder zu erinnern und es publik zu machen.
Dieser Schabbat ist Schabbat Mewarchim, der Schabbat, der den neuen Monat segnet: ein spezielles Gebet wird rezitiert, welches den Rosch Chodesch des kommenden Monats segnet. Vor der Segnung kündigen wir die exakte Zeit der „Geburt“ des neuen Mondes an.
Es ist Brauch bei Chabad vor dem Morgengebet das ganze Buch der Psalmen zu rezitieren und an dem Schabbat Farbrengen abzuhalten.
Besondere Gebete des Dankes – Hallel (vollständig) und Al HaNissim – werden in den acht Tagen zu den täglichen Gebeten und zum Tischgebet hinzugefügt. Tachanun und ähnliche gebete werden während Zeit des Festes ausgelassen.
In Erinnerung an das Wunder entzünden wir die Channukah- Lichter – Öllampen oder Kerzen – jeden Abend, acht Tage lang, wobei die Anzahl der Lichter mit den Tagen zunimmt. Heute Abend zünden wir fünf Kerzen an.
WICHTIG: Da es verboten ist am Schabbat Feuer zu entzünden, dürfen die Chanukka-Lichter erst nach der Havdalah, welche das Ende des Schabbat markiert, entzündet werden.