Nach dem Lauf der Welt ist der Mensch ein Leben lang schwer mit seinem Brotberuf beschäftigt, in seine privaten Belange versunken. Für die Tora und das Gebet hat er kaum eine freie Minute. Wenn man ihn dazu fragt, antwortet er, dass all seine Mühe auf das Geldverdienen gerichtet ist, um seine Kinder zu dem Studium der Tora und der Erfüllung von Mizwot erziehen zu können. Aber wenn diese Kinder heranwachsen, werfen sie sich genauso wie der Vater in den Wirbelwind der materiellen Belange, und nun haben auch sie keine freie Minute für sich selbst, weil sie damit beschäftigt sind, für ihre Kinder zu sorgen.

„Wie gerne würde ich diesen Menschen treffen! Den krönenden Höhepunkt endloser Generationen von Vorfahren, die alle dafür geschuftet haben, ihm eine Tora-Erziehung zu ermöglichen“, sagte der Jehudi Ha‑Kadosch von Pschis’cha, „Besser aber wäre es, wenn man sich ein Beispiel an Noach nähme, über den die Tora sagt: ,Dies sind die Nachkommen Noachs: Noach war ein gerechter Mann, untadelig in seiner Generation.‘ (Gen. 6:9) Statt für seine Kinder zu arbeiten, die wiederum für ihre Kinder arbeiten würden, die wiederum für ihre Kinder arbeiten würden, fasste Noach einen bahnbrechenden Entschluss: Er würde für sich selbst und an sich selbst arbeiten – er selbst wurde ein Gerechter und er selbst diente G‑tt mit aller Kraft.“

Niflaot HaJehudi 33a