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Daily Tehillim - Psalms

Kapitel 49-54

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Psalm 49
Dieser Psalm enthält eine starke Botschaft und ist eine Inspiration für alle, gleichgültig, ob reich oder arm, einen Menschen für seine Vergehen zu tadeln, die von ihm nicht mehr als sündig betrachtet werden, weil sie ihm zur Gewohnheit geworden sind. Und doch klagen diese Vergehen den Menschen am Tag des Gerichts an. Dieser Psalm spricht im Besonderen zu denjenigen Reichen, die nicht auf G-tt vertrauen, sondern auf ihren Reichtum.
1. Dem Sangmeister, ein Psalm von Korachs Söhnen.
2. Hört dieses, alle Völker der Erde! Horcht auf, alle Erdbewohner!
3. Auch die Kinder des einfachen Volkes zusammen mit den Söhnen der Adligen, die armen wie die reichen.
4. Mein Mund redet in Weisheit, und den Gedanken meines Herzens geht es um Einsicht.
5. Ich neige mein Ohr zum Gleichnis, mit der Zither eröffne ich meine Rätsel.
6. Warum sollte ich mich in den bösen Tagen fürchten? [Weil] die Sünden, auf die ich trete, mich umringen.
7. Da sind jene, die auf ihr Vermögen vertrauen und sich mit ihrem großen Reichtum brüsten.
8. Ein Mensch kann jedoch einen Bruder nicht auslösen, noch kann er Gott ein Lösegeld zahlen.
9. Zu hoch ist das Lösegeld für die Seele und nie zu erreichen.
10. Kann ein Mensch für immer leben, ohne das Grab zu sehen?
11. Obwohl er sieht, dass weise Menschen zusammen mit den Toren und Dummen umkommen und anderen ihr Vermögen lassen.
12. In ihrem Inneren sind ihre Häuser für immer, ihre Wohnungen für eine Generation nach der anderen; ihre Namen haben sie in die Länder verbreitet.
13. Aber der Mensch in der Pracht hat keinen Bestand, er gleicht dem stummen Vieh.
14. Das ist ihr Weg, ihre Torheit verbleibt bei ihnen, aber ihre Nachkommen haben Gefallen an ihrer Rede. Sela.
15. Wie Schafe wandern sie in die Unterwelt, der Tod weidet sie, und die Aufrechten treten auf sie am Morgen, und ihre Gestalt verwest in der Gruft, fern von ihrer Wohnung.
16. Aber Gott erlöst meine Seele aus der Unterwelt, denn Er nimmt mich. Sela.
17. Fürchte dich nicht, wenn ein Mensch reich wird, wenn die Ehre seines Hauses wächst,
18. denn bei seinem Tod wird er nichts mitnehmen, seine Ehre steigt nicht mit ihm hinunter.
19. Mag er seine Seele auch bei seinem Leben segnen, und mögen sie dich preisen, wenn du dich besserst.
20. Sie kommt zur Generation seiner Vorfahren, die in Ewigkeit nicht das Licht sehen werden.
21. Der Mensch [kann] in Pracht [leben], aber hat keine Einsicht; er gleicht dem stummen Vieh.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 50
Dieser Psalm handelt von Ethik und Moral. Gerügt werden all jene, die nicht bescheiden sind und still Umkehr tun, die nicht das praktizieren, was sie studieren und nur nach außen hin wie Gerechte scheinen; sie vergehen sich und verführen andere zur Sünde.
1. Ein Psalm von Assaf. Der allmächtige Gott, der Ewige, spricht und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang.
2. Von Zion, der Vollendung der Schönheit, zeigt Sich Gott.
3. Unser Gott kommt, und Er bleibt nicht stumm, vor Ihm her zehrt Feuer, und um Ihn herum stürmt es gewaltig.
4. Er ruft den Himmel oben und die Erde, Sein Volk zu richten.
5. „Sammelt zu Mir, Meine Frommen, jene, die einen Bund mit Mir geschlossen haben über einem Opfer!“
6. Und der Himmel kündet von Seiner Gerechtigkeit, denn Gott ist der Richter für immer.
7. Hör’ Mein Volk, und Ich werde sprechen: Israel, und Ich will gegen dich zeugen, Ich bin Gott, dein Gott!
8. Nicht um deine Opfer will Ich dich tadeln, sind doch deine Ganzopfer ständig vor Mir.
9. Weder nehme Ich aus deinem Haus einen Ochsen, noch einen Bock aus deinem Gehege.
10. Denn Mein ist jedes Tier im Wald, das Vieh auf tausend Bergen.
11. Ich kenne jeden Vogel in den Bergen, und jedes Gewürm auf dem Feld gehört Mir.
12. Wäre Ich hungrig, Ich würde es dir nicht sagen, denn die ganze Erde und ihre Fülle gehören Mir.
13. Esse Ich denn das Fleisch von Bullen, oder trinke Ich das Blut von Ziegenböcken?
14. Opfer’ Gott zum Dank, und erfülle deine Gelübde vor dem Höchsten.
15. Und ruf’ Mich am Tag deiner Not an, Ich werde dich befreien, und du, ehre Mich!
16. Und zum Frevler sagt Gott: „Was hast du von Meinen Gesetzen zu erzählen? Was führst du Meinen Bund in deinem Mund?
17. Denn du hasst Moral und wirfst Meine Worte hinter dich.
18. Wenn du einen Dieb siehst, läufst du mit ihm, und mit Ehebrechern hältst du’s.
19. Deinen Mund schickst du zum Bösen aus, und an deiner Zunge haftet Trug.
20. Du sitzt da, sprichst gegen deinen Bruder, dem Sohn deiner Mutter hängst du Makel an.
21. Diese Dinge hast du getan, und Ich habe dazu geschwiegen, sodass du dachtest, Ich sei dir gleich; aber Ich tadele dich und stelle es dir klar vor Augen.
22. Begreift das doch, ihr Gottvergessenen! Sonst zerreiße Ich euch, und niemand kommt euch zu Hilfe.
23. Wer Mir ein Dankopfer darbringt, ehrt Mich, und wer seinen Weg bessert, dem zeige Ich Göttliche Rettung.“

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 51
Dieser Psalm spricht von der Zeit, als der Prophet Nathan David im Palast aufsuchte und ihn seiner Sünde mit Batschewa wegen tadelte. Daraufhin zog David sich zurück und wandte sich in ehrfurchteinflößenden Gebeten an G-tt und bat Ihn um Vergebung. Jeder sollte diesen Psalm für seine Sünden und Vergehen sagen.
1. Dem Sangmeister, ein Psalm von David,
2. als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batschewa gekommen war.
3. Sei mir gnädig, Gott, in Deiner Güte, mit Deinem großen Erbarmen lösche meine Missetaten aus.
4. Wasche mich von meinem Vergehen rein, und säubere mich von meiner Sünde.
5. Denn meine Missetaten kenne ich, und meine Sünde ist mir stets vor Augen.
6. Vor Dir allein habe ich gesündigt, und was böse in Deinen Augen ist, habe ich getan; [vergib mir] sodass du gerecht seist in Deinem Wort, sodass du Recht habest in Deinem Richten.
7. Ja, in Sünde wurde ich gezeugt, und in Sünde empfing mich meine Mutter.
8. Ja, Wahrheit verlangst Du im Inneren; deshalb lass mich Weisheit im Verborgenen erkennen.
9. Reinige mich mit Ysop, damit ich rein werde; wasche mich, damit ich weißer als Schnee werde.
10. Lass mich von Freude und Jubel hören, damit die Knochen, die Du zerschlagen hast, sich freuen.
11. Verbirg Dein Gesicht vor meinen Sünden, lösch’ alle meine Missetaten aus!
12. Schaffe in mir ein reines Herz, Gott, und erneuere einen aufrichtigen Geist in mir!
13. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und nimm nicht Deinen Heiligen Geist von mir!
14. Gib mir die Freude Deiner Rettung zurück, und mit willigem Geist stütz’ mich!
15. Übeltäter lehre ich fortan Deine Wege, und Sünder sollen zu Dir umkehren.
16. Rette mich vor Blutschuld, Gott, Gott meiner Rettung, meine Zunge singe von Deiner Gerechtigkeit!
17. Mein Herr, öffne meine Lippen, und mein Mund soll Dein Lob verkünden.
18. Denn keine Opfer begehrst Du von mir, auf dass ich sie gebe, noch willst Du Ganzopfer.
19. Die Opfer Gottes sind ein gebrochener Geist; ein gebrochenes und gedrücktes Herz verschmähst Du nicht, Gott.
20. Nach Deinem Willen erweise Zion Gutes: Bau’ die Mauern von Jerusalem wieder auf!
21. Dann wirst Du auch Gefallen an Opfern der Gerechtigkeit haben, an den Brand- und den Ganzopfern; dann sollen Stiere auf Deinem Altar dargeboten werden.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 52
David klagt darüber, wie er unter Doeg leidet und spricht davon, wie Doeg mit dem Bösen, das er getan hat, prahlt. David fragt: „Was denkt er? Hält er böses Tun für ein Zeichen von Stärke?“ David verflucht Doeg und alle, die ihm ähneln.
1. Dem Sangmeister, ein Maskil von David,
2. als Doeg, der Edomiter, kam und Saul sagte und ihm mitteilte: „David ist ins Haus von Achimelech gekommen.“
3. Was rühmst du dich des Bösen, du Held? Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag über da.
4. Verderben sinnt deine Zunge, wie ein geschliffenes Messer, Betrüger.
5. Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als das Sprechen von Gerechtigkeit. Sela.
6. Du liebst alles verderbliche Reden, die Zunge des Betrugs.
7. Ähnlich wird Gott dich für immer ausreißen, dich greifen und aus dem Zelt reißen und dich aus dem Land des Lebens für immer entwurzeln.
8. Und die Gerechten werden es sehen und mit Ehrfurcht schauen und über ihn lachen:
9. „Hier ist der Mann, der nicht Gott zu seinem Schutz nahm, sondern sich auf seinen großen Wohlstand verließ und auf seinen Frevel setzte.“
10. Ich aber bin wie ein frischer Ölbaum im Haus Gottes; ich verlasse mich auf die Güte Gottes für immer und ewig.
11. Ich danke Dir für immer, dass Du es getan hast, und hoffe auf Deinen Namen, denn Du bist gut zu Deinen Frommen.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 53
Darin wird berichtet, wie Titus mit seinem Schwert auf den Vorhang vor dem Allerheiligsten einstach und dachte, er habe „sich selbst“ (eine Umschreibung für „G-tt“) getötet.
1. Dem Sangmeister auf dem Machalat, ein Maskil von David.
2. Der Gottlose sagt in seinem Herzen: „Es gibt keinen Gott.“ Sie bringen Korruption und tun Unrecht, keiner tut etwas Gutes.
3. Gott schaut hinunter vom Himmel auf die Menschen um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, der Gott sucht.
4. Aber alle sind abgewichen, allesamt sind sie korrupt, keiner tut Gutes, nicht einmal ein einziger.
5. Wissen sie denn nicht, diese Übeltäter, die Mein Volk verzehren, als äßen sie Brot, und Gott nicht anrufen?
6. Von Furcht werden sie dort ergriffen werden, einer beispiellosen Furcht, denn Gott verstreut die Knochen deiner Umlagerer. Du beschämst sie, denn Gott hat sie verworfen.
7. Möge die Rettung Israels von Zion ausgehen! Wenn Gott die Gefangenschaft Seines Volkes umkehrt, wird Jakob jubeln, wird Israel voller Freude sein.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.

Psalm 54
Ein Gebet an G-tt, damit Er mit Seiner Macht all jene rettet, die auf Seine Güte hoffen. Wer es liest, wird feststellen, dass es ein ehrfurchtgebietendes, wunderbares Gebet ist, das von allen zu seiner Zeit gesagt werden sollte.
1. Dem Sangmeister, beim Spiel auf einem Musikinstrument, ein Maskil von David,
2. als die Sifiter kamen und Saul sagten: „Wisse, David versteckt sich bei uns.“
3. Gott, bei Deinem Namen rette mich, und bei Deiner Stärke verschaffe mir Recht!
4. Gott, erhöre mein Gebet, hör’ auf die Worte aus meinem Mund!
5. Denn Fremde haben sich gegen mich erhoben, und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben; sie stellen sich Gott nicht vor. Sela.
6. Siehe, Gott ist mir ein Helfer, mein Herr ist unter jenen, die meine Seele stützen.
7. Das Böse zahle Er meinen Lästerern zurück, zerstöre sie mit Deiner Wahrheit.
8. Willig bringe ich Dir ein Opfer dar; Deinem Namen will ich danken, Ewiger, denn es ist gut.
9. Denn Er hat mich aus jeder Not gerettet, und [den Sturz] meiner Feinde habe ich gesehen.

Miriam Magall war eine deutsch-israelische Publizistin. Für Chabad Berlin hat sie in den Jahren von 2014 bis kurz vor ihrem Tod 2017 den Siddur Tehillat Haschem und die Tehillim Ohel Josef Jizchak in modernem Deutsch übersetzt. Die Tehillim sind käuflich bei Chabad Berlin erhältlich.


Tehilllim Ohel Yoseph Yitzchok, published and copyright by Kehot Publication Society.
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