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Mittwoch 26. September 2018

Sukkot (Chol Hamoed)
Halachische Zeiten (Smanim)
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Gesetze und Bräuche

Die sieben Tage des Festes von Sukkot bestehen aus zwei Tagen „Jom Tow”, gefolgt von fünf Tagen „Chol Hamoed.“ Im Land Israel gibt es nur einen Tag Jom Tow, gefolgt von sechs Tagen Chol Hamoed.

An Jom Tow sind alle schöpferischen Tätigkeiten verboten, gleich dem Schabbat, außer den Aufgaben, die zur Vorbereitung von Mahlzeiten dienen (z.B. das Entzünden einer Flamme von einer bereits zuvor bestehenden Flamme, kochen, „von einem Bereich zum nächsten Bereich“ tragen); zudem ist Arbeit erlaubt, deren Nichtdurchführung einen „bedeutenden Verlust“ nach sich ziehen würde. Sonst gelten alle Mizwot und Bräuche von Sukkot: essen in der Sukka, das Nehmen der „vier Arten“, etc. Das „Jaale wejawo“-Gebet wird in alle Gebete, wie auch in das Tischgebet, eingeschlossen. Hallel (teilweise), Hoschanot und Mussaf werden nach den Schacharit-Gebeten gesprochen.

Bei Chabad ist es Brauch während Chol Hamoed, wie am Schabbat und an den Feiertagen, keine Tefillin anzulegen.

Das Sukkot-Fest, welches an den g-ttlichen Schutz für das jüdische Volk, während ihrer 40jährigen Reise durch die Wüste (1313-1273 BCE) erinnert, wird sieben Tage gefeiert. Es beginnt am Abend des 15. Tischrei.

Während dieser Zeit ist es uns geboten in einer Sukka zu „wohnen“ – einer zeitlich begrenzten Konstruktion, mit einem Dach, welches aus Zweigen, etc. gebildet wird – die uns an unsere zeitliche wie körperliche Begrenztheit erinnert und die unsere Abhängigkeit von G-ttes Schutz und Fürsorge zum Ausdruck bringt. „Wie [erfüllt man] die Mizwa in einer Sukka zu wohnen? Man sollte in der Sukka essen, trinken und leben, und dies sowohl am Tag, als auch in der Nacht, als wenn man in den anderen Tagen des Jahres im eigenen Haus lebt: für sieben Tage soll der Mensch sein Haus eine zeitweilige Unterkunft machen und seine Sukka zu einer festen Unterkunft“ (Schulchan Aruch, Orach Chaim 639:1).

Wenigstens ein Kesajit Brot sollte am ersten Abend des Festes, zwischen Anbruch der Nacht und Mitternacht, in der Sukka gegessen werden. Ein besonderer Segensspruch, Leschew BaSukka, wird gesprochen. Für den weiteren Verlauf des Festes werden alle Mahlzeiten in der Sukka gegessen. Es ist bei Chabad Brauch außerhalb der Sukka weder zu essen noch zu trinken, nicht einmal ein Glas Wasser.

„Und du sollst für dich am ersten Tag nehmen“, weist die Tora in Wajikra an „die hervorragende Frucht eines Baumes, Zweige von Dattelpalmen, den Zweig des dickblättrigen Baumes und Aravot vom Fluss.“ Tora ScheBaal Pe (die mündliche Tora, die Moses am Berg Sinai gegeben wurde und über Generationen hinweg weitergegeben, und später in der Mischna und im Talmud dokumentiert wurde) identifiziert die vier Arten als: Etrog (Zitrusfrucht), Lulav (ein ungeöffneter Palmenzweig), Hadass (Myrtenzweig, von denen drei genommen werden) und Arawa (Bachweide, zwei Zweige). Der Palmenzweig, die drei Myrtenzweige und die beiden Weidenzweige werden zusammengebunden (mit Ringen von Palmenblättern).

An jedem Tag von Sukkot – mit Ausnahme von Schabbat – nehmen wir den Lulav in die Hand, sprechen den Segen über ihn, ergreifen den Etrog, halten die vier Arten zusammen, und bewegen es in alle Richtungen zurück und vorwärts (rechts, links, vorwärts, hoch, runter und zurück) Ein zusätzlicher Segensspruch, Schehechejanu, wird beim ersten Mal gesprochen, wenn man die vier Arten an dem Fest nimmt. Wir halten auch die vier Arten während des Hallel-Gebetes (und bewegen sie, wie oben in dem Text erwähnt) und der Hoschanot Gebete (während denen wir in der Synagoge um die Bima gehen), die in den G-ttesdiensten an jedem Tag von Sukkot eingeschlossen sind.

Als der heilige Tempel in Jerusalem stand, war es eine der Besonderheiten des Sukkot-Festes Wasser auf dem Altar auszugießen. Der eigentlichen Prozedur gingen nächtliche Feierlichkeiten im Vorhof des Tempels voraus; auf den 15 Stufen zu der Azarah standen Leviten und eine Vielzahl von Musikinstrumenten, Weise tanzten und jonglierten mit brennenden Fackeln, und große, brennende Öllampen erleuchteten die ganze Stadt. Das Singen und Tanzen ging bis zum Anbruch des Tages, als sich eine Prozession zur Shiloach-Quelle, die im Tal unterhalb des Tempels sprudelte, in Bewegung setzte, um „Wasser mit Freude zu schöpfen.“ „Jemand der nicht die Freude des Wasserschöpfens gesehen hat“, erklärten die weisen des Talmud, „hat in seinem Leben noch keine Freude gesehen.“

Während Wasser an jedem Tag des Festes ausgegossen wurde, wurden die speziellen Feierlichkeiten nur an den Chol HaMoed abgehalten, da viele der Elemente der Freude (z.B. das Spielen von Musikinstrumenten) an Jom Tov verboten sind.

Heute erinnern wir an diese freudigen Feierlichkeiten indem wir Simchat Beit HaShoeivah („die Freude des Wasserschöpfens“) Feierlichkeiten in den Straßen, mit Musik und Tanz, abhalten.
Der Lubawitscher Rebbe initiierte den Brauch, solche Feierlichkeiten an Schabbat, wie an Jom Tov abzuhalten – natürlich ohne Musikinstrumente. Die Tatsache, dass wir nicht wie im Tempel feiern können, sagte der Rebbe, bedeutet, dass wir an jedem Tag des Festes frei sind die Freude an Sukkot mit singen und tanzen zu feiern.