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ב"ה
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Mittwoch 1. Tewet 5781

Halachische Zeiten (Smanim)
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6. Tag Chanukka
Rosch Chodesch Tewet
Jüdische Geschichte

So wurde Ester zum König Achaschwerosch in sein königliches Haus geholt, und zwar im zehnten Monat, das ist der Monat Tewet, im siebten Jahr seiner Regierung. Und der König gewann Esther lieb, mehr als alle Frauen, und sie erlangte Gunst und Gnade vor ihm, mehr als all die andern Jungfrauen. Und er setzte das königliche Diadem auf ihr Haupt und machte sie an Waschti's Stelle zur Königin. (Megilla Esther 2:16-17) Hier beginnt das Wunder von Purim, welches sechs Jahre später, am 13. und 14. Adar im Jahr 3504 nach der Schöpfung (356 BCE) glücklich für die Juden ausgegangen ist.

Am 25. Kislew des Jahres 3622, nach der Schöpfung, befreiten die Makkabäer den heiligen Tempel in Jerusalem, nachdem sie die zahlenmäßig und technologisch weit überlegenen des syrisch-griechischen Königs, Antiochus IV., schlugen.

Antiochus IV hatte gewaltsam versucht den Glauben und das Praktizieren des Judentums auszulöschen. Die siegreichen Juden reparierten, reinigten und weihten den Tempel wieder für den G-ttesdienst. Aber fast das ganze Öl des Tempels war durch die heidnischen Eindringlinge verunreinigt worden, so fanden die Juden, als sie nach Öl zum Entzünden der Menora des Tempels suchten, nur ein kleines Gefäß mit rituell reinem Olivenöl. Auf wundersame Weise reichte das Öl, welches üblicherweise nur für einen Tag ausgereicht hätte, für acht Tage, bis neues, reines Öl zur Verfügung stand. In Erinnerung daran etablierten unsere Weisen das 8-tägige Fest von Chanukka, an dem jede Nacht Kerzen entzündet werden, um an das Wunder zu erinnern und es publik zu machen.

Gesetze und Bräuche

Heute ist Rosch Chodesch Tewet, dies bedeutet, dass die besonderen Hinweise für Rosch Chodesch gültig sind.

An diesen Tagen werden besondere Teile zum Gebet hinzugefügt: das Hallel-Gebet (Psalmen 113-118) wird gelesen – in seiner besonderen Form – im Anschluss an das Schacharit-Morgengebet, sowie das Ja'aleh Vejawo-Gebet wird zur Amidah und zum Tischgebet hinzugefügt; das zusätzliche Mussaf-Gebet wird gesagt. Tachanun und ähnliche Gebete werden weggelassen.

Viele begehen Rosch Chodesch mit einer besonders festlichen Mahlzeit, sowie mit der Verminderung der alltäglichen Arbeit. Der letzte Brauch ist vor allem unter Frauen sehr verbreitet, da sie eine besondere Affinität bezüglich Rosch Chodesch haben – da Monate den weiblichen Charakter des Kalenders unterstreichen.

In Erinnerung an das Wunder entzünden wir die Channukah- Lichter – Öllampen oder Kerzen – jeden Abend, acht Tage lang, wobei die Anzahl der Lichter mit den Tagen zunimmt. Heute Abend zünden wir sieben Kerzen an.

Besondere Gebete des Dankes – Hallel (vollständig) und Al HaNissim – werden in den acht Tagen zu den täglichen Gebeten und zum Tischgebet hinzugefügt. Tachanun und ähnliche gebete werden während Zeit des Festes ausgelassen.

An Chanukka essen wir Speisen die in Öl fritiert worden sind, so wie Latkes und Sufganiot.
Damit erinnern wir an das Wunder von Chanukka, was mit Öl zu tun hat.
Es ist ebenfalls ein Brauch, an Chanukka milchige Speisen zu sich zu nehmen.

Es ist an Chanukka Brauch, Dreidel zu spielen.
Ein Dreidel ist ein viereckiger Kreisel, wo auf jeder Seite ein hebräischer Buchstabe geschriebn ist. Die hebräischen Buchstaben Nun, Gimmel, Hey und Schin ergeben zusammen die Abkürzung Nes Gadol Hayah Scham, was übersetzt wie folgend ist: "Ein großes Wunder geschah dort".
(Es ist bekannt, als die Griechen den Juden das Torastudium während ihrer Besetzung verboten hatten, dass die jüdischen Kinder weiter versteht mit Ihren Lehren Tora gelernt haben. Jedes Mal, wenn die griechischen Spione sich lernenden Kindern näherten, versteckten diese ihre Bücher und holten anstatt den Kreisel heraus und spielten mit ihm.)

Links:
Der Große Dreh - Eine Anleitung zum Dreidelspiel
Fairplay beim Dreidelspiel

Es ist ein alter Brauch zu Chanukka, Chanukka-Geld den Kindern zu geben.
(Es war ein Brauch der Rebbe'im von Chabad-Lubawitsch Chanukka-Geld ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern in der vierten und fünften Nacht zu geben. Der letzte Lubawitscher Rebbe führte den Brauch ein, jeden Abend den Kindern Chanukka-Geld zu geben - außer an Schabbat, wo der Umgang mit Geld verboten ist.)