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Dienstag 20. Juli 2010

Halachische Zeiten (Smanim)
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Tischa beAw
Jüdische Geschichte

Am neunten Aw des Jahres 2449, nach der Schöpfung, wurde die Generation der Juden, die 16 Monate zuvor unter der Führung Moses aus Ägypten kam, dazu verurteilt, in der Wüste zu sterben, sowie der 40 Jahre später stattfindende Einzug in das Land Israel beschlossen.

Wie in Bamidbar 14 erwähnt, als die Kundschafter, welche Moses in das Land Kanaan gesandt hatte, mit ihrem entmutigenden Bericht zurückkehrten, weinten die Menschen die ganze Nacht – die Nacht des 9. Aw – sie erklärten, dass sie lieber nach Ägypten zurückkehren würden, als zu versuchen das Land zu erobern und zu besiedeln; G-tt entschied, dass die ganze Generation 40 Jahre durch die Wüste wandern sollte, bis der letzte verstorben sein würde, und dass ihre Kinder, unter der Führung Jehoschuas, das Land betreten werden, welches G-tt Israel als ewiges Erbe verheißen hat.

Dies ist die erste von fünf nationalen Tragödien, die sich im 9. Aw ereigneten und im Talmud (Taanit 4:6) angeführt werden, weswegen der Tag als Fasttag festgelegt wurde. Die anderen vier sind: die Zerstörung der zwei Tempel, der Fall von Betar und das Umpflügen des Bodens des zerstörten Jerusalems.

Sowohl der erste, als auch der zweite heilige Tempel in Jerusalem wurden am 9. Aw zerstört: der erste Tempel durch die Babylonier, im Jahr 3338 nach der Schöpfung, und der zweite durch die Römer im Jahre 3829.

Die Zerstörung der Tempel repräsentiert die größte Tragödie in der jüdischen Geschichte, zugleich markiert dies den Eintritt in die Galut – der Zustand des physischen Exils, wie auch des spirituellen, in dem wir uns noch heute befinden. Folglich wird die Zerstörung als Tragödie betrauert, welche unsere Leben noch heute, 2000 Jahre später, beeinflusst. Und dies nicht weniger, als die erste Generation, welche dies selber erfahren hatte.

Der neunte Aw ist aber auch ein Tag der Hoffnung. Der Talmud führt aus, dass Moschiach („der Gesalbte“) in dem Augenblick geboren wurde, als der Tempel in Brand gesetzt wurde und die Galut begann. [Dies steht in Verbindung mit den Lehren unserer Weisen, die besagen, dass „In jeder Generation ein Nachkomme von Juda geboren wird, der es wert ist, der Moschiach zu sein“ (Bartinoro zu Ruth); „Wenn die Zeit kommen wird, wird G-tt selbst sich offenbaren und ihn senden, und dann wird der Geist des Moschiach, der in der Höhe versteckt und geheim gehalten wird, sich in ihm manifestieren“ (Chatam Sofer).]

Betar, der letzte Rückhalt im heroischen Bar Kochba Aufstand, fiel am 9. Aw des Jahres 3893, nach 3jähriger Belagerung, den römischen Truppen in die Hand.
580.000 Juden starben durch Hunger oder durch das Schwert, einschließlich Bar Kochba, der Anführer des Aufstandes.

Die Juden Englands wurden, an diesem Tag, durch König Edward I. aus England vertrieben.

Die spanischen Juden wurden, am 9. Aw des Jahres 1492, durch König Ferdinand und Königin Isabella vertrieben. Damit wurde das jüdische Leben, welches viele hundert Jahre das Land geprägt und zum blühen gebracht hatte, ausgelöscht.

Gesetze und Bräuche

Am 9. Aw, der Abend und der Tag des 9. Aw (vom Sonnuntergang des 8. Aw bis zum Einbruch der Nacht des 9. Aw), enthalten wir uns von Essen, Trinken, Baden, dem Tragen von Lederschuhen und ehelichem Verkehr. Es ist Brauch bis nach dem Mittag auf dem Boden oder einer niederen Sitz zu sitzen. Das Tora-Studium ist auf die Gesetze der Trauer, Abschnitte bezüglich der Zerstörung des Tempels und dergleichen zu beschränken. Die Tefillin werden nur während des Mincha-Gebetes getragen.