Get the best of Chabad.org content every week!
Find answers to fascinating Jewish questions, enjoy holiday tips and guides, read real-life stories and more!
ב"ה
Um die Schabbat-Zeiten für Ihren Ort zu sehen,hier klicken

Sonntag 28. März 2021

Halachische Zeiten (Smanim)
To view Halachic Times Hier klicken to set your location
1. Tag Pessach - 2. Seder heute Abend
Jüdische Geschichte

Am 15. Nissan des Jahres 2018 nach der Erschaffung der Welt (1743 BCE) schloss G-tt mit Abraham ein speziellen Bund. Dieser Bund besiegelte das Schicksal der Juden und beinhaltete das Versprechen, dass die Juden das heilige Land Israel als ewiges Erbe bekommen werden. Aber bevor sie diese Erbschaft antreten können, müssen sie erst das Leid und die Unterdrückung im Exil (Galut) erfahren. So steht es im 1. Buch Mose 15:13-18 geschrieben.

Als Abrahams Neffe Lot von den vier Königen als Geisel genommen wurde, half Abraham nur eine kleine Gruppe von loyalen Dienern gegen die Könige zu kämpfen. Sie hatten die „fünf Städte des Tals“ (Sodom, Gomorra, Adma, Sewoim und Soar) erobert, wo Lot gefangen gehalten wurde. Abraham rettete seinen Neffen (siehe dazu mehr Genesis 14:15-16).

Am dritten Tag nach Abrahams Beschneidung im Alter von 99 Jahren, besuchten ihn drei Engel. Engel Rafael heilte die Wunde Abrahams und Engel Michael informierte ihn, dass seine Frau Sara in genau einem Jahr einen Sohn gebären wird. (Der dritte Engel Gabriel zerstörte indes die schlechte Stadt Sodom.)

Im 1. Buch Mose 21:1-6 steht geschrieben, dass Sara im hohen Alter noch einen Sohn geboren hat. Als sie die an Abraham von den drei Engeln übermittelte Nachricht eines Babys mitgehört hatte, lachte Sara darüber. Aus diesem Grund wurde das Kind „Jizchak“ genannt.

Im 1. Buch Mose 32:25-29 steht geschrieben wie Jakob mit dem Engel von Esaw kämpft. Dies ereignete sich heute am Abend des 15. Nissan’s. Im Kampf rängt der Engel Jakobs Hüfte aus. Als der Engel sich vor dem Morgengrauen auf den Weg machen will, hält Jakob ihn zurück und bittet um einen Segen. Der Engel fragte Jakob nach seinen Namen und erhielt als Antwort, dass sein Name ab sofort nicht mehr Jakob sei sonder Israel. Grund dafür war der Sieg über ein g-ttliches Wesen.

Am nächsten Morgen stand Jakob gegenüber Esaw. Esaw, schwer bewaffnet und einer Bande von 400 bewaffneten Männern im Rücken, rannte Jakob entgegen, umarmte ihn, fiel in seinen Nacken, küsste ihn und sie weinten. Esaw lud seinen Zwillingsbruder ein, mit ihm zu ziehen, doch er lehnte ab, denn seine Gefolgschaft war nicht so schnell. (Mehr dazu und weiteren spannenden Episoden finden Sie anschließend ab Kapitel 33).

Am 15. Nissan des Jahres 2447 nach der Schöpfung - genau ein Jahr vor dem Exodus - hütete Moses die Schafe seines Schwiegervaters Jitro am Fuß des Berges Sinai, als G'tt ihm in einem “Dornbusch, der mit Feuer brannte, aber durch dieses nicht verzehrt wurde” erschien und ihn anwies nach Ägypten zurückzukehren, vor Pharao zu treten und im Namen G'ttes die Freilassung der Kinder Israel zu fordern: “Lass mein Volk ziehen, so dass sie mir dienen können.” Sieben Tage und sieben Nächte diskutierte Moses mit G'tt, dabei brachte er hervor, dass er der falsche Mann für diese Aufgabe wäre, bevor er schließlich die Aufgabe, das jüdische Volk zu befreien und zum Berg Sinai zu führen, annahm.

In der Nacht des 15. Nissan des Jahres 2448 nach der Schöpfung, 210 Jahre nachdem Jacob nach Ägypten übergesiedelt war und 430 Jahre nach der Verheißung des Heiligen Landes als ewige Heimstatt, suchte G'tt die Ägypter heim und vollzog die zehnte Plage an den Ägyptern, indem er all ihre Erstgeborenen tötete. Zuvor, an diesem Abend, vollzogen die Kinder Israel die erste “Seder” der Geschichte, sie aßen das gebratene Fleisch des Pessach-Opfers mit Mazzot und bitteren Kräutern, sprengten das Blut der Opfer an die Türpfosten als Zeichen, dass G'tt ihre Häuser “überschreiten” wird, als er die Ägypter heimsuchte. Pharaos Widerstand, ihre Freilassung betreffend, war gebrochen.

Mehrere Millionen Seelen – 600'000 männliche Erwachsene, mmit ihren Frauen und Kindern, und eine Vielzahl von Nichtjuden, die sich ihnen angeschlossen hatten – verließen Ägypten an diesem Tag, und traten ihre 50tägige Reise zum Sinai an – zur Geburt als G'ttes erwähltes Volk.

Am siebten Tag seines königlichen Fests (siehe den Kalendereintrag vom 9. Nissan), ließ König Achaschwerosch seine Königin rufen. Sie sollte nackt vor seinen geladenen Gästen treten um ihre Schönheit zu präsentieren. Als Waschti diesem Befehl nicht nachkam, wurde sie getötet.

Ihr schändlicher Tod an einem Schabbat war eine g-ttliche Vergeltung, da sie mit vorliebe jüdische Mädchen am Schabbat für sich arbeiten ließ. Ihr Tod ebnete Esther den Weg um Königin zu werden und das jüdische Volk vor Haman’s Komplott zu bewahren.

Daniel wurde in die Höhle eines hungrigen Löwen vom persischen Darius dem Ersten geworfen, weil er einen königlichen Erlass missachtet hatte. Dieser Erlass sah vor, dass niemand zu G-tt beten durfte. Wie ein Wunder wurde Daniel nicht von dem Löwen berührt und konnte unbeschadet aus der Höhle fliehen (Daniel 6:5-29).

Gesetze und Bräuche

Um eine Zusammenfassung der Pessach Tora-Lesungen zu erhalten, klicken Sie hier. (Englisch)

Der Monat Nissan markiert das Ende der “Regenzeit” im Heiligen Land. Beginnend mit dem Mussaf-Gebet des ersten Tages von Pessach übergehen wir die Passage in unseren Gebeten, die G'ttes Rolle als denjenigen hervorhebt, der uns mit dem Nötigsten – hier dem Regen – versorgt (“Maschiw HaRuach Umorid HaGeschem”). Wir ersetzen dies mit den Worten “Morid HaTal.”

“Und du sollst zählen vom Morgen des Schabbats, vom Tag, an welchem du das Omer-Opfer darbringst, sieben volle Wochen sollen es sein; vor dem Morgen der siebenten Woche, sollst du fünfzig Tage zählen ...” (Wajikra 23:15)

Der “Morgen des Schabbats”, auf welchem in diesem Vers hingewiesen wird, ist der 16. Nissan – der 2. Tag von Pessach, der mit dem Anbruch der Nacht beginnt. An diesem Tag wurde das “Omer-Opfer” im Heiligen Tempel dargebracht. An diesem 16. Nissan beginnt auch das 49tägige “Zählen des Omers”, welches auch auf die 7wöchige spirituelle Reise unserer Vorfahren vom Exodus zum Berg Sinai zurückgeht. Jeden Abend sprechen wir einen besonderen Segen und zählen die Tage und Wochen, die seit dem Omer vergangen sind. Der 50. Tag ist Schawuot, der Tag an dem die Tora in unsere Hände gegeben wurde.

Heute zählen wir: “Heute ist ein Tag des Omer(-Zählens).”

Außerhalb des Heiligen Landes werden biblische Feiertage noch an einem weiteren Tag begangen. So wird neben der Pessach-Seder des ersten Pessach-Tages eine weitere Seder am zweiten Tag, nach Einbruch der Nacht, begangen.