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Das Zünden der Lichter

Das Zünden der Lichter

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In der am heutigen Schabbat verlesenen Haftara heißt es: "Ich schaute hin, und siehe, es war eine Menora ganz aus Gold" (Secharja 4, 2). Die Menora, so ist uns überliefert, ist ein Symbol für die Juden, denn sie stellen insgesamt "eine goldene Menora" dar.

Wie dieser Leuchter sieben Lichter hatte, so gibt es auch unter den Juden sieben Gruppen, von denen jede ihre eigene Methode hat, wie sie G-tt dient – ein Thema, das in der chassidischen Philosophie eingehend diskutiert wird. So gibt es Juden, die G-tt auf der Basis von Chessed (Güte) dienen, andere, die es in Gewura (Stärke, Strenge) tun, und so noch weitere Typen, insgesamt sieben verschiedene. Doch haben all diese Gruppen eins gemeinsam: Sie sind alle "Lichter". Erst erleuchteten sie das Bet Hamikdasch (den Tempel), und von dort aus verbreitete sich das Licht und erhellte die ganze Welt.

Wie wurde dieses Licht, dieser Glanz hervorgebracht? Die Antwort darauf lautet: durch eben diese Lichter – die Seelen der Juden. Wenn sie auch in unterschiedliche Gruppen gegliedert sind und jeder von ihnen G-tt innerhalb seiner Kategorie und nach Maßgabe seiner persönlichen Fähigkeit verehren muss, so sind sie dennoch allesamt "Lichter", und der "Endzweck" ist gleich. Der einzige Unterschied besteht in dem "Mittel" oder der "Methode", mit der man diesen "Endzweck" (nämlich: zu erleuchten!) anstrebt.

Aaron der Hohepriester diente G-tt mit Ahawa (Liebe). Er war es, der als erster die Menora im Heiligtum anzündete. Er liebte die "Geschöpfe" und brachte sie der Tora näher (vgl. Sprüche der Väter 1, 12). Selbst denjenigen gegenüber war Aaron freundlich, deren einzige Tugend darin bestand, dass sie G-ttes "Geschöpfe" waren, die jedoch in jeder anderen Beziehung weit von Jüdischkeit entfernt waren; er erwies ihnen seine Liebe und konnte sie so der Tora näher bringen.

Auch die Lubawitscher Rebbeim haben stets dieser Methode gefolgt.

Jeder Jude besitzt dieses "Licht G-ttes, die Seele des Menschen" (s. Sprüche Salomons 20, 27). Es gibt aber viele, die warten, bis es in ihnen angezündet wird, und erst danach wird es erkennbar und wirkungsvoll. Dies denn ist eine wichtige Aufgabe unserer heutigen Führer, nämlich dass sie das Licht G-ttes anzünden, das latent in jedem Juden ruht, dass sie es zum Erwachen bringen, damit jeder G-tt dienen kann, gleich welcher der sieben Gruppen er angehört.

Man muss sich insbesondere jederzeit bewusst bleiben, wie wichtig es ist, so viel Zeit wie nur möglich jüngeren Kindern zu widmen, hat es sich doch immer wieder bewahrheitet, dass eine richtige Kindererziehung im frühesten Alter den besten Erfolg gewährleisten kann – hier sind die Ergebnisse gewöhnlich die besten.

von Dr. William Stern
Nach den Werken von Rabbi Menachem M. Schneerson. Herausgegeben von der Lubavitch Foundation, London unter dem Titel "Betrachtung für die Woche".

Dr. Stern arbeitete als Lehrer in Manchester, später in London. Er verstarb am ersten Tag von Chanukka im Jahre 5756 (1995). Der Rebbe persönlich beauftragte Dr. Stern Anfang der 1970-iger Jahre mit der Übersetzung der "Thought for the Week" von Rabbi Yitzhak Meir Kagan. Dr. Stern lehnte zunächst mit der Bemerkung ab, dass "Deutschland eine spirituelle Wüste sei". Der Rebbe antwortete ihm: "Aber die Tora wurde in der Wüste gegeben!"
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