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Warum wir koscher bleiben

Warum wir koscher bleiben

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Schmini, die Parascha dieser Woche, führt Ernährungsregeln ein. Tiere müssen wiederkäuen und gespaltene Hufe haben, damit sie koscher sind. Fische müssen Flossen und Schuppen haben. Einige Vögel sind verboten.

Für uns, die wir jüdisch erzogen wurden, ist es immer wieder enttäuschend, dass so viele Juden diese Gesetze für veraltet halten. In der Wüste, argumentieren sie, hätten unsere Vorfahren sich vor Trichinen und teuflischen Krankheiten aller Art schützen müssen – aber heute, im Zeitalter des Kühlschranks, behördlicher Kontrollen und hoher hygienischer Standards, seien die Gebote über koscheres Essen archaisch, anachronistisch und völlig überflüssig.

Wie traurig. Tatsache ist, dass diese Gebote nicht wegen unserer Gesundheit erlassen wurden. Wenn sie uns gesund halten oder gute Hygiene gewährleisten, ist das nur eine Nebenwirkung. Das kann durchaus vorteilhaft sein, aber es war nie der Grund.

Ich sage oft scherzhaft, wenn die Gesundheit der Grund für diese Gebote sei, müssten alle Rabbiner wie Schwarzenegger aussehen! Und wer nicht koscher lebt, müsste krank aussehen. Aber es scheint eher umgekehrt zu sein: Die meisten religiösen Leute sehen ziemlich mager (oder übergewichtig) aus, während jene, die nicht koscher essen, einen dicken Bizeps haben.

Stellen wir also unzweideutig fest: Koscheres Essen dient nicht unserer körperlichen, sondern unserer spirituellen Gesundheit. Es ist nicht für den Körper da, sondern für die Seele. Es ist jüdische Nahrung, die Juden hilft, spirituell empfindsam für ihre angeborene Jiddischkeit zu bleiben.

Zwar nennt die Tora keine Gründe für diese Gesetze, aber die Rabbiner und Philosophen spekulieren, es handle sich um eine Barriere gegen Assimilation. Einfach ausgedrückt: Wenn wir immer koscher leben, kaufen wir bei Juden ein, verkehren unter Juden und beteiligen uns am jüdischen Gemeindeleben. Ein rabbinischer Freund von mir fragte einmal einen jüdischen Geschäftsmann, warum er eine Nichtjüdin heiraten wolle – fand er etwa kein „nettes jüdisches Mädchen“? Seine Antwort war aufschlussreich: „Ich verkehre nicht mehr in diesen Kreisen, Rabbi.“ Hätte er immer koscher gelebt, wäre seine Entscheidung zweifellos anders ausgefallen.

Aber es gibt auch die tiefere, spirituelle Ebene. Ein koscheres Leben macht unsere Seele empfindsam für alles Jüdische. Dies ist eine mystische Idee, die unseren physischen Sinnen verborgen bleibt; aber unseren Weisen zufolge ist es eine Tatsache. So wie zu viel Fleisch und Fett den Cholesterinspiegel erhöhen, sind nicht-koschere Speisen schlecht für die Neschama. Sie verstopfen die spirituellen Arterien und hindern die warmen, gesunden jüdischen Gefühle daran, durch den Kischke und das Bewusstsein zu zirkulieren.

Eine Mesusa an der Tür ist sehr wichtig. Sie zeigt, dass Ihr Haus jüdisch ist. Aber was Ihr Haus wirklich als „jüdisches Heim“ ausweist, ist die Küche. Das meinte Ihr Zeide, als er voller Stolz sagte: „Meine Kinder haben ein jüdisches Haus.“ Eine koschere Küche macht ein jüdisches Haus wirklich jüdisch und ist eine herzliche, beredte Einladung an alle Juden: Hier seid ihr willkommen. Hier könnt ihr unbesorgt eintreten und essen. Fühlt euch wie zu Hause.

Ihr Lieblingsessen sorgt vielleicht für einen gesunden Körper; aber koschere Speisen sorgen für eine gesunde Seele.

von Yossy Goldman
Rabbi Yossy Goldman entstammt einer bemerkenswerten Brooklyner (New York) Chabad Familie. Im Jahre 1976 wurde er vom Lubawitscher Rebbe als ein Gesandter (Schliach) nach Johannesburg, Südafrika geschickt, um dort die Jüdischen Gemeinden zu unterstützen. Seit 1986 ist er Senior-Rabbiner der Sydenham Highlands North Shul und Präsident der südafrikanischen Rabbinervereinigung.
Über den Künstler: Sarah Kranz hat Magazine, Webseiten und Bücher (inklusive 5 Kinderbücher) illustriert, seitdem sie 1996 ihren Abschluss beim Istituto Europeo di Design, Milan, erlangte. Zu ihren Kunden zählen The New York Times und das Money Marketing Magazine of London.
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