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Das ist Magie!

Das ist Magie!

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Die Zeitungen berichten, daß Astronomen eine verwirrende Entdeckung gemacht haben: Einige Teile des Universums sind anscheinend älter als das Universums selbst. Wie ist das möglich? Wir glauben nicht an kosmische Magie. Aber der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke (berühmt für “2001”) sagte einmal: “Jede genügend fortgeschrittene Technik ist nicht mehr von Magie zu unterscheiden.”

Und was wäre das Universums anderes als G-ttes Meta-Technik? Darum gibt es die Religion, die uns hilft, die “Magie” des Kosmos, unseren Ursprung, unsere Bestimmung zu verstehen. Die Wissenschaft kann darüber nichts sagen. Deshalb gibt es keinen Streit zwischen Judentum und Wissenschaft. Der Rebbe sagte: “Wahre Wissenschaft, deren Gegenstand die Wahrheit ist ... kann niemals zu Erkenntnissen führen, die unserer Tora widersprechen.”


Im Wochenabschnitt Schmini besteht offenkundig ein Konflikt zwischen dem, was wir “wissen”, und dem, was wir noch zu lernen haben und was uns angesichts unserer Unwissenheit mit Demut erfüllen sollte. Aarons Söhne Nadaw und Awihu opferten G-tt ein nicht zugelassenes Räucherwerk. “Und Feuer ging aus vom H-rrn und verzehrte sie.” Eine harte Strafe für eine scheinbar gutgemeinte Verfehlung. Doch der Talmud erläutert, sie seien bestraft worden, weil sie ihren Rabbi und Lehrer nicht respektiert hätten: “Wer etwas behauptet, was er nicht von seinem Lehrer gehört hat, vertreibt die g–ttliche Gegenwart aus Israel.”

Nadaw und Awihu sollten zu Priestern des Heiligtums ausgebildet werden. Sie waren edle Männer. Dennoch war es falsch, ohne den Segen ihres Mentors zu handeln. (Hier geht es darum, daß jemand, der mehr weiß als wir – ein Rabbi, Wissenschaftler, Vater, Lehrer ... – Respekt verdient. Die Bescheidenheit eines Rabbi geht von ihm selbst aus, nicht von uns.)

Auch diese Geschichte, die der Moral zu widersprechen scheint, enthält eine Art Magie. Es steht nämlich geschrieben, sie seien gestorben, weil ihre Seelen solche Höhen erklommen hätten, daß sie nicht länger im Körper hätten bleiben können. Strafe oder Segen? (Mosche lobte sie nach ihrem Tod und sagte zu Aaron, der Tod seiner Söhne habe das Heiligtum geweiht – ein Zeichen dafür, daß sie eine edlere Seele besaßen.)

Wie paßt Schmini (“der achte”) in dieses Bild? Schmini ist der erste Tag des hebräischen Monats Nissan, an dem das Heiligtum – nach sieben Tagen der Weihe – eröffnet wurde. Darum gilt die Acht als transzendente Zahl: Der heilige Tag jenseits der Grenze der siebentägigen Woche, ein Teil dieser Woche und zugleich etwas anderes.

Er ist ein Symbol all dessen, was wir nicht verstehen, aber lernen wollen – der Ebene jenseits des Lebens, der “magischen Technik” G-ttes. Wir müssen zwei Aufgaben zugleich lösen: nach mehr Wissen streben und nie auf die Idee kommen, wir wüßten zuviel.

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