Here's a great tip:
Enter your email address and we'll send you our weekly magazine by email with fresh, exciting and thoughtful content that will enrich your inbox and your life, week after week. And it's free.
Oh, and don't forget to like our facebook page too!
Kontakt

Wer sind Sie?

Wer sind Sie?

 E-Mail

Die heutige Zeit feiert das Individuum. Wir wollen glücklich sein, uns frei entscheiden, wohnen, wo es uns gefällt, spielen, bis wir pleite sind. Wir reden andauernd von “Rechten” und von “Freiheit” - aber wer redet noch von persönlicher Verantwortung?

Die Stärken eines Einzelnen sind vor allem deshalb wichtig, weil sie dem Ganzen dienen können. Wenn das kein wichtiges Ziel mehr ist, bleiben nur noch Egoismus, Gier und Anarchie übrig, trotz aller großartigen Nationalhymnen und Chartas.

Die Wochenabschnitte Wajakhel und Pekudej machen die zwei Seiten dieser Gleichung deutlich. Beide berichten vom Bau des Heiligtums, aber der erste handelt von der Verschmelzung der Individuen zu einem spirituellen Ganzen, und der zweite unterstreicht den persönlichen Beitrag jedes Einzelnen.

Man könnte mehrere Worte benutzen, um zu beschreiben, wie Mosche das Volk versammelte. Wajakhel wählt das Wort kahal, und das ist eher eine Gemeinde als eine Menschenmenge. Das betont das Band zwischen den Mitgliedern des Volkes, nicht die Unterschiede zwischen den Individuen. Mosche forderte das Volk auf, seinen Beitrag zum Heiligtum zu leisten und dadurch seine Einheit zu beweisen. Einer oder wenige konnten das Heiligtum nicht bauen; alle mußten dabei mithelfen.

Pekudej weist darauf hin, wie wichtig jeder Teil des Heiligtums ist: Wenn einer fehlt, ist das Ganze unvollständig. Jeder Teil und jeder Mensch trägt dazu bei, die Gegenwart G-ttes zu offenbaren.

Es gibt eine Geschichte von einem Rabbi, der mit einem Mann über dessen Verpflichtung gegenüber der Gemeinde sprach. Er zeigte aus dem Fenster und fragte den Mann, was er sehe. “Meine Nachbarn”, sagte dieser. Dann deutete der Rabbi auf einen Spiegel. Darin sah der Mann natürlich sich selbst. “Siehst du”, sagte der Rabbi, “wenn du zuviel Silber hast, siehst du nur noch dich selbst.”

Reichtum oder Interesse an sich selbst ist keine Schande. Es geht darum, beides nicht zum wichtigsten Ziel zu wählen. Wenn das Schma Jisrael sagt: “Der H-rr ist eins”, meint es nicht G-tt selbst, sondern die Seele in uns allen, die von Ihm kommt. Wir sind alle eins - mit unseren individuellen Stärken.

© Copyright, alle Rechte vorbehalten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, empfehlen Sie ihn weiter, vorausgesetzt Sie halten sich an unsere Urheberrechtsrichtlinien.
 E-Mail
Start a Discussion
1000 verbliebene Zeichen