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Über die anderen Mizwot

Über die anderen Mizwot

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Im Wochenabschnitt Mischpatim lesen wir diese Woche, daß G-tt dem Mosche viele Gesetze übergab, damit dieser sie den Juden "vorlege". Warum hat G-tt "vorgelegt" und nicht befohlen? Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens erkannte er unseren freien Willen an: Er unterbreitet uns das Gesetz und läßt uns entscheiden.

Zweitens erkannte er die Rolle des Lehrers an; denn das Gesetz muß man erklären und "einüben". Obwohl wir einen freien Willen haben, müssen wir lernen und wieder lernen, bevor wir uns das Gesetz zu eigen machen können. Und der Lehrer hat die Pflicht, uns dabei zu helfen.

In vielen Geboten ist unsere heutige Auffassung von richtig, falsch und gerecht vorgeformt. Aber sie haben auch unsere Sprache beeinflußt:

"Auge um Auge, Zahn um Zahn ..." Dies ist ein Teil einer wichtigen Unterscheidung. Es geht hier nicht darum, Körperteile auszustechen oder zu amputieren, sondern - in den Augen der Weisen - um einen "gerechten Ausgleich", meist um eine allgemeine Strafe für die unabsichtliche Verletzung anderer, also um einen Ausgleich in Geld.

"Und wenn der Ochse eines Mannes den eines anderen verletzt ..." Der noch gesunde oder lebende Ochse wurde verkauft, und man teilte den Erlös.

"Die Fremdlinge sollst du nicht unterdrücken ... denn auch ihr seid Fremde in Ägypten gewesen." Das war in manchen Zeiten (etwa der unseren) eine wichtige Ermahnung: Wir sollen nicht glauben, Menschen, die nicht zu uns gehören, seien wenig wert.

"Ihr sollt Witwen und Waisen nicht bedrängen ... denn ich werde Ihren Schrei gewiß hören." Das soll uns daran erinnern, daß G-tt selbst jene Sünden sieht, die Menschen nicht entdecken. Er achtet vor allem auf jene Taten, welche die Schwachen verletzen.

"Du sollst nicht der Menge folgen, um Böses zu tun ..." G-tt ermutigt uns, selbständig zu denken und selbst zu entscheiden, was richtig oder falsch ist.

"Du sollst ein junges Tier nicht in der Milch seiner Mutter kochen." Das ist nicht nur der Ursprung des Kaschrut, sondern auch ein Hinweis darauf, daß zur Menschlichkeit auch das Mitleid mit den Tieren gehört.

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