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Das Problem mit den Eltern

Das Problem mit den Eltern

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Der dieswöchige Wochenabschnitt heißt Wajakhel-Pekudej. Pekudej bedeutet „Zahlen“. Nachdem die Juden alles gespendet hatten, was für den Bau der Bundeslade notwendig war, schrieb Mosche auf, wie viel Gold, Silber und Kupfer vorhanden waren.

Heute ist die Bundeslade nicht mehr bei uns. Stattdessen muss jeder Jude sich selbst zu einem Heiligtum für G-tt machen und dabei den Richtlinien folgen, welche die Tora für den Bau der Bundeslade festgelegt hat.

So wie die Lade aus abgezähltem Material gemacht wurde, müssen „gezählte“ Menschen die menschliche Bundeslade machen. Das Wort „zählen“ hat zwei Bedeutungen: a) eine Summe ermitteln, b) wertvoll oder bedeutsam sein. Beide Ideen sind miteinander verbunden, weil Objekte wegen ihres Wertes einzeln gezählt werden. Wertlose Dinge wiegen wir meist ab, weil es sich nicht lohnt, sie einzeln zu zählen.

Nur wer jeden einzelnen Juden schätzt – nicht nur, weil er ein Jude ist, ein heiliger Nachkomme von Awraham, Jizchak und Jaakow, sondern auch, weil jeder seinen eigenen Wert hat -, kann einen anderen dazu bringen, ein Heiligtum für G-tt zu werden.

Das gilt vor allem für Kinder und Jugendliche: Sie lehnen es ab – vielleicht zu Recht -, sich von Menschen inspirieren und leiten zu lassen, die sie nicht so respektieren, wie sie sind. Es genügt nicht, ein Kind zu lieben, weil es Ihr Kind ist. Sie müssen auch seine einzigartigen Talente und seine Beiträge für die Familie würdigen. Eltern und Erzieher, welche die Einzigartigkeit eines Kindes achten, erwerben die Achtung des Kindes und können es vernünftig erziehen, weil sie seine Stärken und Schwächen genau kennen.

Das ist besonders wichtig, wenn wir Kinder bestrafen. Dafür gibt es zwei Gründe: a) Das Kind soll sich sofort nach den Wünschen der Eltern richten. b) Noch wichtiger: Dem Kind soll ein Wertesystem fürs ganze Leben vermittelt werden. Das erste Ziel ist einfacher zu erreichen, vor allem wenn das Kind klein ist. Das zweite ist schwieriger und nur erreichbar, wenn gegenseitiger Respekt dem Kind die Einsicht vermittelt, dass die Eltern es aus Liebe strafen.

Im 21. Jahrhundert gilt es als barbarisch, ein Kind zu schlagen. Die Gesellschaft verpönt solche Strafen bei Kindern und Strafgefangenen. Wir wollen einem Kind auf keinen Fall körperlich schaden, aber wir scheuen uns oft nicht, eine entmutigende, demütigende Bemerkung zu machen, die ihm seelisch schadet. Die Narbe, die solche Worte zurücklassen, kann viel länger schmerzen als ein Klaps. Solche Worte zeugen von Mangel an Respekt für das Kind. Das heißt nicht, dass wir Kinder schlagen sollen. Aber es ist falsch, wenn Eltern glauben, jede Strafe sei annehmbar, sofern das Kind nicht körperlich verletzt wird.

Erziehung beginnt mit der Einstellung des Erziehers. Wer ein Kind nicht respektiert, spricht unweigerlich Worte, die das Kind beleidigen, besonders wenn er müde ist oder das Kind sich daneben benommen hat. Wenn das Kind jedoch spürt, dass der Erzieher es wirklich achtet, wird es zum Baustein für ein Heiligtum G-ttes.

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