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Gedanken zum Wochenabschnitt

Gedanken zum Wochenabschnitt

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Der Tora-Abschnitt Pekudej zählt alle Details auf, die mit dem Bau der Stiftshütte zu tun haben. Die vorherigen Kapitel der Tora haben dieses Thema bereits ausführlich behandelt. Wenn dieser Wochenabschnitt uns lehren soll, dass alle Arbeiten an der Stiftshütte genau so ausgeführt wurden, wie G–tt es befohlen hatte, hätte es dann nicht genügt, das in einem Satz zu sagen?
Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie als Kind zum erstenmal eine Synagoge betraten? Was für ein Gefühl war das?
Im Wochenabschnitt Pekudej finden wir die Verse: "Und die Kinder Israel taten alles, was G-tt dem Mosche befohlen hatte. Und sie brachten das Heiligtum zu Mosche."
Es ist in jeder Synagoge auf der Welt das Gleiche. Nein, nicht der Geruch und nicht die Einrichtung – sie hängen von den kulturellen Wurzeln der Leute ab, die den Tscholent zubereiten und das Interieur gestalten.
Wie hängen die Wanderungen der Juden und der Bau der Stiftshütte in der Wüste zusammen? Gehört diese Information nicht in das Buch Numeri, wo die einzelnen Wanderungen während der 40 Jahre in der Wüste genauer beschrieben werden?
Jeder von uns hat einzigartige Eigenschaften mitbekommen. Wenn diese Eigenschaften dazu benutzt werden, G-tt zu dienen, dann sind sie positiv.
Wir haben verschiedene Fähigkeiten, Möglichkeiten und Verpflichtungen. Jeder einzelne von uns hat Stärken und Schwächen in seinem Bereich. In unserem Leben werden wir das Heiligtum des Judentums auf verschiedene Arten bauen und aufrechterhalten.
Das Heiligtum hat zwei Namen, die jeweils eine distinkte Konnotation haben, die essentiell für das Verständnis der Natur des Heiligtums sind. 'Mischkan' ist der "Wohnort", und 'Mikdasch' ist das "Heiligtum".
Es ist faszinierend, dass wir bereits im Talmud lesen, welche Fragen uns einst das himmlische Gericht stellt. Nicht "Hast du an G-tt geglaubt" oder "Hast du am Jom Kippur gefastet?" Die erste Frage bei diesem letzten Examen ist tatsächlich: "Warst du im Geschäftsleben ehrlich?"
Ein Mensch soll sich so verhalten, dass er über jeden Vorwurf sowohl G-tt als auch seinen Mitmenschen gegenüber, erhaben ist.
Die dieswöchige Parascha Pekudej beginnt mit der Aufzählung der verschiedenen Materialien, die vom Jüdischen Volk für den Bau des Mischkan (des Stiftzelts) gespendet wurden.
Die Vollkommenheit der Thora drückt sich nicht nur in ihren Wegen und Weisungen aus, sondern auch in der hundertprozentigen Ausnutzung ihres Potenzials – der mündlichen und vor allem der schriftlichen Überlieferung.