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Ein Fundament der Liebe

Ein Fundament der Liebe

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Die Materialien für das tragbare Wüstenheiligtum (Mischkan) kamen von den Spenden, den freiwilligen Opfern, der Juden. Jeder Jude gab entsprechend seinen Möglichkeiten und seiner Großzügigkeit.

Nur die Adanim, die Grundlagen, auf denen die aufrechten Bretter der Mischkan-Wände ruhten, bildeten eine Ausnahme. Die Adanim wurden aus dem Silber gegossen, das die Juden als Pflichtabgabe beigesteuert hatten, — pro Person einen halben Schekel. Der Schekel war eine Gewichtseinheit, die für Gold-, Silber- und Kupfer-Geld benutzt wurde. Reiche und Arme, Motivierte und Uninteressierte, Frohe und Unglückliche, alle Juden gaben genau denselben Betrag.

Der Mischkan, das Gebäude, das die G-ttliche Gegenwart "beherbergte", drückt die Ganzheit des jüdischen Volkes aus.Der Mischkan, das Gebäude, das die G-ttliche Gegenwart "beherbergte", drückt die Ganzheit des jüdischen Volkes aus. Unsere Nation - und zwar jeder einzelne Jude - ist auch ein Heiligtum für G-ttes Gegenwart.

Wir haben verschiedene Fähigkeiten, Möglichkeiten und Verpflichtungen. Jeder einzelne von uns hat Stärken und Schwächen in seinem Bereich. In unserem Leben werden wir das Heiligtum des Judentums auf verschiedene Arten bauen und aufrechterhalten. Das kommt stets auf unsere jeweiligen kontrollierbaren Umstände an. Aber die Grundlagen dieses Gebäudes, die Silberfundamente, die sich auf dem Boden befindend die Konstruktion des Heiligtums tragen, sind präzise angeordnet. Sie wurden mit Konstanz gebaut, und Gleiches gilt auch für jeden Lebensabschnitt.

"Silber" (hebräisch: Kesef) bedeutet auch "Sehnsucht" und "Liebe" und ist das, was alle Juden zu allen Zeiten haben müssen: Es ist die unbedingte Zuneigung zueinander.

Auch wenn es viele Unterschiede zwischen uns gibt: Das Fundament, für G-tt eine Wohnstatt auf dieser Erde errichten zu wollen, ist das absolute Verständnis, dass jeder Jude den gleichen, unersetzlichen und fundamentalen Wert für den Sinn und die Aufgabe unseres Volkes hat. Wir können keinen Juden als randläufig betrachten; wir können keinen Juden als hoffnungslos abgetrennt abschreiben. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Fragen des Verhaltens und der Ideologie uns daran hindern, dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig in dem unterstützen, was wir voneinander brauchen.

Daher sprechen wir von einer sehnsüchtigen Liebe: Kesef. Wir müssen uns durch eine starke Einheitskraft und -sehnsucht zueinander hingezogen fühlen, die stärker als jene Kräfte ist, die uns auseinander zu bringen versuchen.

von Shlomo Yaffe
Rabbi Shlomo Yaffe schreibt häufig Artikel für Chabad.org und ist eine angesehene Autorität bei Chabad in Harvard. Er ist Dean des Institute of American and Talmudic Law in New York, NY. Rabbi Yaffe hält Vorträge und Seminare in ganz Nordamerika, sowie in Europa und Südafrika.
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