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Was ist mit dem Glauben geschehen?

Was ist mit dem Glauben geschehen?

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Zwei russische Bauern sprechen vom Zaren.

"Ich bin ganz und gar für den Zar und würde ihm alles geben" sagt Boris. "Wenn ich eine Million Rubel oder ein Pferd hätte, würde ich es ihm gern schenken! Bei meinem Geschäft würde ich den Zar am Gewinn beteiligen!"

"Bei deiner großen Liebe für unseren Zaren wirst du ihm sicher gern deine drei Hühner geben ..." fragt sein Freund.

"Nein, eigentlich nicht ..."

"Was soll das? Eine Million Rubel, dein Pferd und Geschäft würdest du ihm schenken, aber bei deinen drei Hühnern sagst du nein?!"

"Die Hühner gibt es wirklich ..." antwortet Boris.


Ich musste an diese Geschichte denken, als ich einen faszinierenden Gedanken aus der Midrasch im Tora-Abschnitt dieser Woche - Wa'era - las.

Aber hatten sie nicht gerade noch geglaubt? Warum verschlossen sie plötzlich ihre Ohren? Was wurde aus dem "Einmal ein Gläubiger, immer ein Gläubiger"?Zuvor sollten wir aber den letzten Tora-Abschnitt voriger Woche - Schmot - nochmals lesen, als Moses den Juden die gute Nachricht brachte, dass die Zeit ihrer Erlösung gekommen sei. In der Tora (Exodus 4:31) steht über den Empfang dieser Nachricht: "Das Volk glaubte! Sie hörten, dass G-tt sich an die Kinder Israels erinnert hatte, und sie knieten und warfen sich nieder."

Am Anfang von Wa'era lesen wir, dass G-tt Moses zu den Juden schickte und sagen ließ: "Ich möchte, dass ihr mein Volk seid, und ich mochte euer G-tt sein ..." Danach aber sagt die Tora (Exodus 6:9): "Moses sprach zu den Kindern Israels, doch sie hörten nicht auf Moses ..."

Aber hatten sie nicht gerade noch geglaubt? Warum verschlossen sie plötzlich ihre Ohren? Was wurde aus dem "Einmal ein Gläubiger, immer ein Gläubiger"? Sie haben 200 Jahre an ihrem Glauben festgehalten, und nun soll alles vorbei sein, weil es ihnen etwas schlechter ging?

Der Midrasch erklärt es uns:

Beim ersten Mal kam Moses wie ein Politiker, der viel verspricht und außer unserer Stimme keine Gegenleistungen verlangt. Daher glaubten sie an ihn. Ja, es war bewundernswert, dass sie sich nach solch langem Exil immer noch ihren Glauben bewahrt hatten. Und doch ...

Beim zweiten Mal informierte er sie über die Folgen ihrer Erlösung: G-ttes "Volk" zu werden, heißt keinen Götzendienst zu leisten, - keine Freiheiten zu haben! Plötzlich hatte diese Freiheit einen Preis und Glauben war nicht mehr so angenehm! Nein danke ...

Es ist einfach zu philosophieren, unseren Glauben zu deklarieren und zu bekräftigen. Aber diese Ideale müssen sich in Taten verwandeln, sonst sind sie nicht viel wert.

Wir müssen das, was wir sagen, auch leben.

von Levi Avtzon
Rabbi Levi Avtzon lebt mit seiner Frau Chaya in Johannesburg, Südafrika. Er veröffentlicht wöchentlich seine Gedanke und Ideen zum Wochenabschnitt, aktuellen und vergangenen Ereignissen.
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1 Kommentar
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peter. münstedt wien, Österreich 1. Februar 2012

Glauben Du kannst nur an den HERRN glqauben oder nicht. Ein Zwischending gibt es nicht.
So wie du nicht ein bischen schwanger sein kannst.
Wenn du aber glaubst, den HERRN bedingungslos vertraust, wirst du schon hier auf Erden das Paradies sehen. Reply

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