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Richtiges Denken

Richtiges Denken

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Rabbi Schneur Zalman von Liadi pflegte jede Woche die Parascha in seiner Synagoge zu lesen. Einmal war er verreist, und ein anderer las den Wochenabschnitt Ki Tawo (Deut. 26–29).

Darin geht es um die harten Strafen, die den Juden drohten, sollten sie die Gebote der Tora nicht befolgen. Rabbi Schneur Zalmans Sohn, DowBer, damals rund 12 Jahre alt, erschrak so sehr über diese Parascha, dass er herzkrank wurde. Drei Wochen später, an Jom Kippur, war er noch so schwach, dass sein Vater ihn nicht fasten lassen wollte.

Als der junge DowBer gefragt wurde: „Hörst du diese Parscha denn nicht jedes Jahr?“, erwiderte er: „Wenn Vater sie liest, bekommt man keine Angst.“


Ein Artikel in der New York Times handelte neulich von Psychologen, die „die Tyrannei des positiven Denkens“ ablehnen. „Positives Denken“ ist seit Jahren in Mode. Aber diese Psychologen meinen, die Menschen müssten auch das Recht haben, sich schlecht zu fühlen. Es gab eine Tagung über „Die übersehenen Vorteile der negativen Einstellung“, ein Buch mit dem Titel „Nicht lächeln, nörgeln“ und eine Aufforderung an Psychologen zu tun, was ihre Aufgabe sei: sich „auf Geisteskrankheiten und menschliche Schwächen zu konzentrieren“.

Wenn kulturelle Trends eine Bedeutung haben, winkt diesen Leuten ein großer Erfolg. Bald wird „Nörgeln“ auf der Bestsellerliste stehen, und man wird im ganzen Land die „Smileys“ von der Windschutzscheibe kratzen.

Ich tröste mich damit, dass die Tora, die dem heutigen positiven Denken 4.000 Jahre voraus ist und es noch viel länger überleben wird, unerschütterlich optimistisch ist. Sie lehrt Bitachon (G-ttvertrauen), das der chassidische Meister Rabbi Menachem Mendel von Lubawitsch (1789–1866) in dem jiddischen Sprichwort „Tracht gut, wet sein gut“ (Denke gut, dann wird es gut) zusammenfasste.

Der Lubawitscher Rebbe erklärt: Bitachon, das absolute Vertrauen darauf, dass G-tt alles gut macht, wird zum Kanal und zum Gefäß, die G-ttes Segen zu uns leiten. Eine positive Einstellung ist nicht nur eine Methode, über negative Ereignisse hinwegzukommen, sondern ein Weg, Positives zu bewirken.

Ich weiß nicht genau, wie das funktioniert. Ich kann nicht einmal behaupten, dass es bei mir klappt. Aber der unerschütterliche Optimismus der Juden ist schon sehr alt und wurde schon oft widerlegt. Trotzdem lebt und blüht er weiter. Daran kann kein Zeugnis eines Individuums rütteln.

Also vertrauen Sie G-tt. Es hilft.

von Yanki Tauber
Yanki Tauber ist Chefredakteur von Chabad.org und ein erfolgreicher Autor.
Über den Künstler: Sarah Kranz hat Magazine, Webseiten und Bücher (inklusive 5 Kinderbücher) illustriert, seitdem sie 1996 ihren Abschluss beim Istituto Europeo di Design, Milan, erlangte. Zu ihren Kunden zählen The New York Times und das Money Marketing Magazine of London.
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