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Die Praktische Anwendung des Bischul

Die Praktische Anwendung des Bischul

Kapitel 5

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In diesem Kapitel besprechen wir die praktische Anwendung der Gesetze des Bischul, wozu die bereits behandelten Prinzipien zusammenfassend wiederholt werden.

5:1 Wenn Essen aus einem auf dem Feuer stehenden Topf serviert wird

Einige Poskim vertreten die Meinung, dass selbst gares Essen, das auf dem durch ein Blech bedeckten Feuer steht, nicht umgerührt werden darf. Diese Auffassung ist streng zu befolgen. Daher darf kein Essen aus einem auf dem Feuer stehenden Topf serviert werden, sondern der Topf ist vorher vom Feuer zu nehmen.1

Selbst wenn der Topf vom Feuer genommen worden ist, darf das darin befindliche Essen nicht umgerührt werden. Um Essen aus dem Topf zu nehmen darf aber ein Löffel benutzen werden. Die Essensentnahme kann sogar unten aus dem Topf erfolgen.2

Im Falle eines auf einem Blech stehenden Topfes ist es nicht notwendig, den Topf ganz vom Blech zu nehmen, um daraus das Essen zu servieren. Es reicht vielmehr aus, den Topf auf einen Teil des Bleches zu stellen, der das Essen nicht auf Jad Soledet Bo erhitzen kann. Nach dem Servieren des Essens darf der Topf wieder auf den Teil des Bleches gestellt werden, der direkt über der Flamme ist.3 Würde der Topf ganz vom Blech genommen und wieder zurückgestellt, müssen für das Zurückstellen eines Topfes bestimmte Regeln eingehalten werden, über die später noch zu berichten ist.

Wichtig ist, dass der Topfdeckel beim Abnehmen nicht abkühlt, weil das ein Wieder-Erhitzens der Flüssigkeit auf der Unterseite des Deckels zur Folge hätte. Offensichtlich wird der Deckel nicht kalt, wenn er nur zwecks Betrachtung des Topfinhaltes ein paar Sekunden entfernt worden ist. Soll aber Essen aus dem Topf entnommen und der Deckel eine Zeit lang entfernt werden, so kann der Deckel auskühlen. Es wäre besser, den Topf mit dem Deckel zu bedecken und ihn nur zur tatsächlichen Essensentnahme zu entfernen, in dem z.B. der Deckel auf dem Blech liegt und so warm gehalten wird.

5:2 Wenn der Topf mit einem Deckel bedeckt werden soll, während er auf dem Feuer steht

Bei einem unbedeckten Topf mit teilweise gekochtem Essen darf kein Deckel den Kochvorgang beschleunigen. Der Deckel hält die Wärme im Topf und bewirkt, dass das Essen schneller kocht, was Bischul ist. Daher soll ein solcher Topf nicht unachtsam aufgedeckt werden, da der Deckel in diesem Fall nicht wieder auf den Topf gelegt werden darf.

Allerdings darf ein Topf mit garem Essen bedeckt werden, selbst wenn sich dadurch das Kochen verstärkt.4

Praktischerweise sollte am Freitagabend sichergestellt sein, dass der Tscholent bereits gar ist, bevor der Deckel hochgehoben wird. Inzwischen löst sich das Problem durch Verwendung von Pyrex- oder Glassdeckeln.

5:3 Wenn heißes Wasser in eine feuchte Tasse geschüttet wird

a) Wenn eine Tasse am Wasserhahn ausgewaschen wurde, dann muss sie abgetrocknet werden5, bevor heißes Wasser von einem Kli Rischon in die Tasse geschüttet wird.

b) Wenn eine trockene Tasse mit heißem, inzwischen abgekühltem Wasser gefüllt wird, und mehr heißes Wasser hinzugegeben werden soll, dann:

1. wenn das übriggebliebene Wasser immer noch warm, wenn auch weniger warm als Jad Soledet Bo ist, dann darf mehr Wasser direkt vom Kli Rischon hinzugegeben werden, aber,

2. wenn das übriggebliebene Wasser ganz abgekühlt ist, dann muss das Wasser ausgeschüttet und die Tasse abgetrocknet werden, bevor wieder heißes Wasser in die Tasse kommen darf.

c) Normalerweise nimmt man eine trockene Tasse als Kli Scheni, wenn ein heißes Getränk in einem Kli Schlischi zu zubereiten ist, um das heiße Wasser von dem Kli Rischon in das Kli Schlischi zu befördern. Wenn das Kli Scheni zum Füllen einiger Tassen mehrmals gefüllt werden muss, dann ist die Tasse nicht jedes Mal dazwischen abzutrocknen. Vielmehr darf die Tasse wieder aufgefüllt werden, sobald das Wasser in das Kli Schlischi geschüttet wurde, ohne nachzusehen, ob sie trocken ist.6

Siehe Fussnote in Bezug auf Thermoskannen.7

5:4 Eine Kelle

Eine Kelle zum Suppeausgeben sollte im Topf liegen bleiben, bis sie wieder gebraucht wird. Wurde die Kelle aus dem Topf genommen und die Tröpfchen Suppe auf der Kelle sind abgekühlt, dann muss die Kelle abgetrocknet werden, bevor sie wieder in den Topf gesteckt werden darf.

5:5 Wenn Essen zusätzlich in ein Nasses Kli gegeben werden soll

Wenn:

a) mehr heiße Suppe aus einem Kli Rischon in die Suppe, die im Kli Scheni ist, gegeben werden soll, oder

b) mehr Tscholent auf einen Suppenteller mit Tscholentresten kommen soll, dann darf mehr Suppe oder Tscholent hinzugefügt werden, solange die Reste immer noch warm sind. Sind die Reste bereits kalt, dann sollte ein neuer Suppenteller verwendet werden.

5:6 Wenn Essen gesalzen werden soll

a) Es darf kein Salz an heißes, trockenes Essen in einem Kli Rischon kommen; aber zu einem heißen, trockenen Lebensmittel, das sich in einem Kli Scheni befindet, darf Salz gegeben werden.8

b) Salz darf nur in eine heiße Flüssigkeit gegeben werden, wenn sie sich in einem Kli Schlischi befindet, oder durch Irui Kli Scheni. So darf nur dann Salz an heiße Hühnersuppe kommen, wenn die Schale ein Kli Schlischi ist.9 Dasselbe gilt für Tscholent.

5:7 Wenn Gebackenes in Heiße Flüssigkeiten gegeben wird

Brot, Plätzchen oder Mazza dürfen nicht in ein Kli Rischon oder Scheni, weshalb kein Plätzchen in eine Tasse Tee, die ein Kli Scheni ist, gesteckt wird. Auch kein Mazza darf in eine Hühnersuppe, die in einem Kli Scheni ist. Das geht nur in einem Kli Schlischi, oder durch Irui Kli Scheni.10

5:8 Lockschen

Trockene gekochte Nudeln (Lockschen) dürfen in ein vom Feuer genommenen Kli Rischon. Natürlich können sie in ein Kli Scheni oder in eine Schale, auf die dann Suppe geschüttet wird.

Feuchte Lockschen dürfen nicht in ein Kli Rischon. Allerdings dürfen sie in ein Kli Scheni oder in eine Schüssel, zu der dann mit einer Kelle Suppe hinzugefügt wird.11

5:9 Suppenmandeln

Frittierte Suppenmandeln dürfen in ein Kli Scheni oder sogar in ein Kli Rischon, das vom Feuer genommen worden ist, gegeben werden. Gebackene Suppenmandeln dürfen allerdings noch nicht einmal in ein Kli Scheni, da das Bischul Achar Afija wäre. Allerdings können sie in ein Kli Schlischi, oder wenn Irui Kli Scheni durchgeführt wird. Wenn die Herstellung der Suppenmandeln unbekannt ist, dann sollten sie nur zur Suppe in einem Kli Schlischi gegeben werden.12

5:10 Kaffeezubereitung

Eine Tasse Kaffee sollte am Schabbat wie folgt zubereitet werden:

1. Die Tasse muss trocken sein.

2. In die Tasse kommt heißes Wasser aus dem Kessel.

3. Das heiße Wasser sollte danach in eine zweite Tasse (ein Kli Schlischi) geschüttet werden, in die dann der Schnellkaffee kommt.

Es ist mitunter erlaubt, Schnellkaffee, Milch und Zucker in ein Kli Scheni zu geben. Aber besser ist es, ein Kli Schlischi zu benutzen.

5:11 Teezubereitung

a) Schnelltee sollte wie Schnellkaffee (Irui Kli Scheni) zubereitet werden.

b) Vor Schabbat kann Teekonzentrat zubereitet werden, indem heißes Wasser auf Teebeutel13 in einer Teekanne geschüttet wird, der Tee zieht und dann die Teebeutel heraus genommen werden. Es kann auch die Teekanne auf dem Blech stehen. Dieses Teekonzentrat kann heiß oder kalt einem Kli Scheni hinzugefügt werden.

c) Teebeutel: Am Schabbat darf mit Teebeuteln Tee in einem Kli Schlischi zubereitet werden. Das Herausnehmen des Teebeutels sollte nicht mit den Fingern, sondern einem Löffel erfolgen14 und dabei nicht ausgedrückt werden.15

d) Früchtetees im Beutel werden in einem Kli Schlischi zubereitet.

e) Wenn eine Scheibe Zitrone in den Tee soll, - siehe Fussnote16

5:12 Wenn heißes Wasser zum Tee/Kaffee gegeben werden soll

Wenn Tee/Kaffee ordnungsgemäß zubereitet worden sind, und das Getränk unter Jad Soledet Bo abgekühlt, aber immer noch heiß ist, darf heißes Wasser direkt17 vom Kessel hinzugefügt werden.18

Wurde ein Teebeutel benutzt, der sich immer noch in der Tasse befindet, darf kein heißes Wasser vom Kessel hinzugefügt werden.19

5:13 Schnellsuppen

Die meisten Schnellsuppen sind schon ganz durchgekocht und dürfen daher mit Irui Kli Scheni oder in einem Kli Schlischi zubereitet werden.20

5:14 Kartoffelpürreepulver

Kartoffelpürreepulver darf in einem Kli Schlischi dünnflüssig und mit einem Schinui zubereitet werden.21 Siehe Abschnitt 5:17.

5:15 Ketchup

Ketchup darf zu einem heißen festen Lebensmittel wie z.B. Fleisch, heiße Kartoffeln hinzugefügt werden, wenn das feste Lebensmittel in einem Kli Schlischi ist.22

5:16 Gefrorene Lebensmittel

Eine gefrorene Flüssigkeit23 sollte nicht zum Schmelzen an einen warmen Ort gestellt werden, obwohl es unmöglich ist, dass sie bis Jad Soledet Bo erhitzt wird. Bei Kindernahrung ist es jedoch erlaubt.24

Soll eine gefrorene Suppe einem Kleinkind gegeben werden, darf sie nah am Feuer etwas aufgewärmt werden.25 Das ist aber nur dort erlaubt, wo die Suppe, selbst wenn sie dort länger stünde, nicht Jad Soledet Bo werden würde. Wenn aber die Suppe an einer Stelle steht, wo sie – selbst nach einer Stunde - Jad Soledet Bo erreichen würde, dann darf die Suppe dort nicht eine Minute stehen.26

5:17 Essenszubereitung für ein Kind

a) Milchpulver

Milchpulver für ein Kleinkind sollte per Irui Kli Scheni zubereitet werden. Dazu wird in eine trockene Tasse heißes Wasser vom Kessel gefüllt und auf das im Fläschchen befindliche Pulver geschüttet.

b) Instandbrei

Instandbrei muss mit einem Irui Kli Scheni zubereitet werden.27

Da es am Schabbat untersagt ist, eine dickflüssige Mischung herzustellen (es ist die Melacha: Losch/Kneten), muss eine dünnflüssige Mischung hergestellt und ein Schinui (eine ungewöhnliche Methode) verwendet werden.

Daher:

1. Wenn während der Woche zuerst das Breipulver und danach die Flüssigkeit in die Schüssel kommt, kehrt sich am Schabbat die Reihenfolge um: Die Flüssigkeit wird zuerst in die Schüssel gegeben und dann das Breipulver hinzugefügt.

2. Brei ist am Schabbat auf ungewöhnliche Art zuzubereiten, indem mit dem Löffel nicht wie am Wochentag gerührt, sondern eine Zickzackbewegung ausgeführt wird.28

c) Milchfläschchen Aufwärmen

Ein Baby-Milchfläschchen mit kalter Milch darf in ein Kli Scheni gestellt werden, um die Milch aufzuwärmen. Das ist sogar erlaubt, wenn die Milch heißer als Jad Soledet Bo werden sollte.29

Oder die Außenseite des Milchfläschchens wird mit Irui Kli Rischon erwärmt.30

Ein aus dem Kühlschrank genommenes Milchfläschchen darf am Feuer für das Kleinkind aufgewärmt werden.31 (Siehe Abschnitt 5:16). Das bedeutet, das Fläschchen in die Nähe aber keinesfalls auf das Blech zu stellen.

5:18 Eine Mischung aus Eiern und Zwiebeln

Für eine Mischung aus Eiern und Zwiebeln gelten am Schabbat besondere Regeln.32

a) Das Schälen der Eier und Zwiebeln muss wegen Borer direkt vor der Mahlzeit geschehen.

b) Die Schalen sind Mukze und dürfen nicht bewegt werden, so dass sie am besten über dem Abfalleimer zu schälen sind. Liegt ein Stück Challa33 in der Schale und die Eierschalen fallen darauf, dann ermöglicht das Stück Challa die Bewegung der darin enthaltenen Eierschalen — wie es in den Dinim von Mukze erklärt wird.

c) Bei einem gestempelten Ei darf die Eierschale nicht dort kaputt macht werden, weil am Schabbat keine Schrift vernichtet werden darf.

d) Mahlen - Es ist besser, die Zwiebeln in etwas größere zu Stücke zu schneiden, um die Melacha Tochain (Mahlen) zu verhindern. Müssen die Zwiebeln aber sehr klein geschnitten sein, dann soll es direkt vor der Mahlzeit erfolgen.34

e) Eier oder Leber darf nicht mit einem dafür besonders hergestellten Gerät wie einer Mühle oder einem Stampfer zerkleinert werden.

f) Mischen - Für die Eier-Öl-Zwiebel-Mischung sollte ein Schinui (eine ungewöhnliche Art und Weise) benutzt werden. Zuerst kommt das Öl in die Schüssel, dann die anderen Zutaten, - und gemischt wird in Zickzackbewegungen.

g) Glätten - Die Oberfläche darf nicht glatt gestrichen werden – wegen der Melacha Memarei’ach/Glätten.

h) Aus der Mischung dürfen keine Formen entstehen.

5:19 Netilat Jadajim Waschen

Beim Netilat Jadajim Waschen darf kein Wasser auf das Blech, eine Warmhaltplatte oder auf einen heißen Topf gespritzt und dadurch gekocht werden.

Außerdem darf nach dem Händeabtrocknen das Handtuch nicht auf einen heißen Heizkörper gelegt werden, weil dadurch würde das Wasser verdunstet, - was Bischul wäre.

5:20 Wenn heißes Wasser zum Tscholent hinzugefügt werden soll

Siehe Abschnitt 8:7.

Fußnoten
1.
Nicht mit der Gabel Essen aus dem Topf nehmen, da das dem Rühren gleich käme. Aber ein auf der Essenoberfläche im Topf liegendes Lebensmittel kam mittels Gabel herausgenommen werden, weil da die Gefahr des Rührens nicht besteht (Schabbat KeHalacha, S. 220).
2.
Schabbat KeHalacha, S. 218. Wenn ein Topf vom Feuer genommen aber erst danach herausgefunden wurde, dass nicht der gesamte Topfinhalt gekocht ist, darf trotzdem der Topf nicht auf das Blech zurück. Außerdem darf kein Essen mit einem Löffel oder einer Gabel entfernt werden, solange der Inhalt Jad Soledet ist. Der Inhalt wird in ein Kli Scheni geschüttet und dann serviert (Schabbat KeHalacha, S. 219).
3.
Schabbat KeHalacha, S. 226.
4.
Schabbat KeHalacha, S. 230.
5.
Für manche Poskim reicht es, die Wassertropfen aus der Tasse kräftig auszuschütteln, wobei übrigbleibende Tropfen unbedeutend sind. Das würde auf jeden Fall ausreichen, stammten die Wasserreste von einer vorgekochten Flüssigkeit, - aber besser ist das Abtrocknen der Tasse (Schabbat KeHalacha, S. 116). Beim Tassenabwischen ist das Sechita, d.h. das Wasserausdrücken des Tuches, zu vermeiden. Der Alter Rebbe (302:23) hat entschieden, dass eine enge Tasse nicht mit einem Tuch abzutrocknen ist, weil dabei das Tuch an den Tassenwänden ausgedrückt werden könnte. Siehe aber Mischna Brura, Biur Halacha 302:12. Schmirat Schabbat KeHilchasa, Kapitel. 12:21, wo nasses Geschirr mit einem Trockentuch abzutrocknen erlaubt ist. Dort wird nur untersagt, eine enge Tasse abzutrocknen (wie beim Alter Rebbe), weil das Ausdrücken des Geschirrtuches unvermeidlich ist. In Schabbat KeHalacha, S. 117, steht, die Tasse in einem solchen Fall mit dem Finger trocken zu wischen.
6.
Schabbat KeHalacha
7.
Eine Thermosflasche kann innen nie richtig abgetrocknet werden, daher:
a) wenn die Thermoskanne mit Wasser vom Wasserhahn ausgewaschen worden ist, sollte sie nur mit heißem Wasser per Irui Kli Scheni gefüllt werden. (Dieselbe Regel gilt für eine Wärmeflasche);
b) Wenn die Thermosflasche vorher mit heißem Wasser gefüllt worden war und in der Zwischenzeit abgekühlt ist, dann darf nach dem Ausschütten des restlichen Wassers die Thermosflasche direkt von einem Kli Rischon mit heißem Wasser gefüllt werden. Siehe Schabbat KeHalacha, S. 116.
8.
Schabbat KeHalacha, S. 285.
9.
Schabbat KeHalacha
10.
Schabbat KeHalacha, S. 286.
11.
Schabbat KeHalacha, S. 145-6, S. 286. Lockschen, die extra koscher für Pessach hergestellt worden sind, indem Eier in etwas Öl gebraten und dann in Streifen geschnitten wurden, dürfen nicht in ein Kli Scheni gegeben werden dürfen (an einem Jom Tow, der auf einen Schabbat fällt), da dies als Bischul nach Afija gelten würde. Per Irui Kli Scheni darf es jedoch getan oder in ein Kli Schlischi gelegt werden (Schabbat KeHalacha, S. 286).
12.
Schabbat KeHalacha, S. 286.
13.
Wenn Teeblätter benutzt werden, dann gibt es auch noch das Problem des Borer (siehe Schabbat KeHalacha, S. 269). Um es einfach zu halten und auch da es heutzutage üblicher ist, Teebeutel zu verwenden, wurde nur der Fall des Teekonzentrats aus Teebeuteln behandelt.
14.
Bezüglich der Frage, ob das Entfernen des Teebeutels als Borer gilt und warum er mit einem Löffel herausgenommen werden sollte, siehe Schabbat KeHalacha, S. 270, fn. 15.
15.
Schabbat KeHalacha, S. 270. Der Alter Rebbe sagt, dass es verboten ist, den Tee in eine andere Tasse zu schütten und dabei den Teebeutel in der ursprünglichen Tasse zu lassen, da das Borer wäre (Schabbat KeHalacha, S. 271).
16.
Bezüglich einer Scheibe Zitrone, die in ein Kli Scheni gegeben wird, gibt es unterschiedliche Auffassungen bei den Poskim. Es gibt strenge Auffassungen, wonach die Zitrone nur in ein Kli Schlischi gegeben werden darf, und es gibt andere Auffassungen, wonach die Zitronenscheibe als Tolin aufgefasst wird und demnach die Zitronenscheibe in ein Kli Scheni gegeben werden darf (siehe Schabbat KeHalacha, S. 273).
Zitronensaft darf auf jeden Fall in ein Kli Scheni gegeben werden, aber niemals Zitrone am Schabbat in den Tee pressen.
In der Mischna Brura wird es gestattet, Zitrone auf Zucker auszupressen, um ihn in den Tee zu geben, aber der Zemach Zedek sagt, dass das nicht gestattet ist (Schabbat KeHalacha, S. 274).
17.
Einige Poskim sind der Meinung, dass wenn heißes Wasser direkt von einem Kessel in die Milch geschüttet wird und der Dampf der Milch zum Hahn des Kessels aufsteigt, dann kein heißes Wasser von diesem Kessel auf Fleisch geschüttet werden darf. (Siehe Schulchan Aruch Jore Dea 105:3, Alter Rebbe’s Schulchan Aruch 451:59, Schabbat KeHalacha, S. 393 — siehe auch später in diesem Buch, Abschnitt 8:7, Punkt 6.) Daher ist es beim Schütten von heißem Wasser auf Milchreste besser, das heiße Wasser in eine saubere Tasse zu schütten und es dann der Milch beizugeben. So werden Milch/Fleisch Probleme beim Kessel vermieden.
18.
Siehe Fußnoten zum Abschnitt 3:4 “Irui Kli Rischon”: Hier wird erklärt, dass selbst bei kaltem Tee oder Kaffee es trotzdem gestattet ist, heißes Wasser vom Kessel hinzuzugeben. Das ergibt sich aus zwei Gründen: a) ob Bischul auf erkaltete, vorgekochte Flüssigkeiten zutrifft; und b) ob Irui auf eine Flüssigkeit untersagt ist. In diesem Fall, d.h. bei Irui Kli Rischon auf eine vorgekochte Flüssigkeit, ist das tatsächlich gestattet. Um jedoch jedwede Verwirrung der Leser zu vermeiden, sind wir im Text der einfachen Regel Bischul Achar Bischul im Bezug auf Flüssigkeiten gefolgt, d.h., wenn die Flüssigkeit immer noch warm ist, selbst wenn sie unter Jad Soledet ist, dann findet kein Bischul statt.
19.
Schabbat KeHalacha, S. 269.
20.
Schabbat KeHalacha, S. 275.
21.
Schabbat KeHalacha, S. 276.
22.
Schabbat KeHalacha, S. 290.
23.
Ein ungekochtes tiefgefrorenes Lebensmittel ist Mukze, da es keinen Zweck am Schabbat hat. Wir sprechen hier über essbare tiefgefronene Lebensmittel wie z.B. gekochte Suppe, die tiefgefroren worden ist. Solche Lebensmittel sind nicht Mukze.
24.
Diese Regel findet hier Anwendung wegen des Verbotes von Nolad — siehe Alter Rebbe’s Schulchan Aruch 320:16. Siehe auch oben, Abschnitt 4:5.
25.
Schabbat KeHalacha, S. 212.
26.
Alter Rebbe’s Schulchan Aruch 318:24.
27.
Schabbat KeHalacha, S. 277.
28.
Wenn solch eine Mischung in einem Fläschchen zubereitet wird, dann muss das Fläschchen auch auf eine ungewöhnliche Art und Weise geschüttelt werden. Wenn normalerweise das Fläschchen von oben nach unten geschüttelt würde, dann sind nunmehr runde oder Zickzack-Bewegungen zu machen. Das ist aber nur bei dickflüssiger Mischung notwendig. Bei einer Flüssigkeit, wie z.B. Babymilch, ist nichts zu verändern (Schabbat KeHalacha, S. 276).
29.
Schabbat KeHalacha, S. 60, 280. Das Fläschchen sollte nicht ganz in das Kli eingetaucht werden, da sonst das Problem des Hatmana entstehen würde (Schabbat KeHalacha, S. 63, 281).
30.
Schabbat KeHalacha, S. 34.
31.
Schabbat KeHalacha, S. 281.
32.
Schabbat KeHalacha, S. 288.
33.
Die Challa in der Schale ermöglicht deren Bewegung, da die Unterlage für sowohl ein gestattetes (die Challa) sowie ein Mukze-Objekt (die Eierschalen) bewegt werden darf. In Responsa Minchas Jizchok 5:125 steht, dass nur Brot als gestattetes Objekt benutzt werden sollte, aber in Responsa Os Nidbru 7:51 steht, dass selbst ein Behälter, z.B. ein Löffel, benutzt werden kann.
34.
Alter Rebbe’s Schulchan Aruch 321:10.
von Nissan Dovid Dubov
Rabbi Dubov ist der Direktor von Chabad of South London in Wimbledon, England. Er ist der Gründer der "KabbalahUK" Webseite und Autor vieler Bücher. Rabbiner Dubov lebt in Wimbledon mit seiner Frau Sarah und ihren Kindern.
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