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Definition oft verwendeter Terminologie in den Gesetzen des Bischul

Definition oft verwendeter Terminologie in den Gesetzen des Bischul

Kapitel 2

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2:1 Kli Rischon

Das Kli Rischon ist das erste Gefäß, d.h. das Gefäß, in dem das Essen oder die Flüssigkeit auf dem Herd erhitzt wurde.1 Selbst wenn der Topf vom Herd entfernt worden ist, behält er seinen Status als ein Kli Rischon solange bei, bis er Jad Soledet Bo ist.

2:2 Irui Kli Rischon

Eine heiße Flüssigkeit, die aus einem Kli Rischon geschüttet wurde, wird Irui Kli Rischon genannt. Die vom Kli Rischon geschüttete Flüssigkeit hat immer noch Kochkraft.

2:3 Kli Scheni

Ein Kli Scheni ist das zweite Gefäss.2 Wenn heißes Wasser von einem Kessel in einen Becher geschüttet wird, dann ist der Kessel ein Kli Rischon, und der Becher ist ein Kli Scheni. Obwohl das Wasser im Becher immer noch sehr heiß sein kann, vermindert das Transferieren des Wassers von einem zum anderen Gefäß seine Kochkraft.

2:4 Irui Kli Scheni

Eine aus einem Kli Scheni geschüttete Flüssigkeit, wird Irui Kli Scheni genannt.

2:5 Kli Schlischi

Ein Kli Schlischi ist das dritte Gefäß. Wurde Wasser von einem Kessel in einen Becher geschüttet und dann der Inhalt des Bechers in einen weiteren Becher geschüttet, dann wird der zweite Becher Kli Schlischi genannt.

2:6 Allgemeine Gruppierungen

Für die Mehrzahl der Fälle können die obigen Situationen in drei Kategorien unterteilt werden:

1. Kli Rischon und Irui Kli Rischon (die im Grunde genommen denselben halachischen Status haben);

2. Kli Scheni;

3. Irui Kli Scheni und Kli Schlischi(die im Grunde genommen denselben halachischen Status haben).

2:7 Kalei Bischul — Lebensmittel, die leicht gekocht werden können

Einige Lebensmittel, die ein intensives Kochen benötigen, werden Keschei Bischul genannt. Wasser ist zum Beispiel Keschei Bischul. Die meisten Lebensmittel benötigen weder intensives noch leichtes Kochen. Einige wenige Lebensmittel sind Kalei Bischul, d.h. sie können sehr leicht gekocht werden. Zu dieser Kategorie gehören Eier, gesalzener Hering, Sardinen und Teeblätter.

2:8 Dawar Gusch — Eine Heiße Feste Substanz

Eine feste heiße Substanz3, die vom Kli Rischon genommen und in ein Kli Scheni gelegt worden ist, bleibt sehr heiß. Diese feste heiße Substanz heißt Dawar Gusch. In den Poskim wird eine Frage bezüglich des Status’ des Dawar Gusch gestellt: Da es seine Hitze beibehällt, sollte man es als Kli Rischon ansehen? Diese Frage wird im Abschnitt 3:5 behandelt.

2:9 Bischul Achar Bischul — Kochen Nach dem Kochen

Flüssigkeiten

Die Poskim sind sich nicht einig, ob eine Flüssigkeit, die gekocht worden ist und dann abgekühlt ist, den Gesetzen des Bischul unterliegt. Einige Poskim sagen, dass eine so weit abgekühlte Flüssigkeit, die nicht mehr Jad Soledet Bo ist, den Gesetzen des Bischul unterliegt. Andere Poskim sagen, dass eine einmal gekochte Flüssigkeit nicht mehr den Gesetzen des Bischul unterliegt, selbst wenn sie nun abgekühlt ist. Ein Kompromiss wird in einer Schlussentscheidung gefunden.

Im Allgemeinen wenden wir das Prinzip des „Jesch Bischul Achar Bischul BeDawar Lach“ an: Im Bezug auf Flüssigkeiten gibt es ein Kochen nach dem Kochen. Daher ist es untersagt, kalte Hühnersuppe aufzuwärmen. Wenn die Flüssigkeit aber immer noch deutlich warm oder heiß ist4, selbst wenn sie nicht Jad Soledet Bo ist, dann sind die Poskim großzügig und die Gesetze des Bischul werden nicht angewendet.5 Daher wäre es gestattet, warme Hühnersuppe aufzuwärmen, obwohl sie nicht Jad Soledet Bo ist.

Feste Substanzen

Bei festen gekochten Lebensmitteln wenden wir die Regel: „Ejn Bischul Achar Bischul BeDawar Jawesch” an: Es gibt bei trockenen festen Substanzen kein Kochen nach dem Kochen.6 Daher kann ein festes Lebensmittel, das ganz durchgekocht, aber abgekühlt ist, am Schabbat aufgewärmt werden, indem es in ein vom Feuer genommenes Kli Rischon gelegt wird. Es ist jedoch verboten, die feste Substanz in ein Kli Rischon, das auf dem Feuer steht, zu legen, da es für Außenstehende wie Kochen aussieht.

Warum die Unterscheidung zwischen festen und flüssigen Substanzen? Es gibt zwei Elemente des Kochvorganges:

1. Erhitzen

2. Kochen

Im Fall einer Flüssigkeit ist die Hauptfunktion des Bischul Erhitzen und damit Jesch Bischul Achar Bischul BeDawar Lach. Dagegen ist bei einer festen Substanz der Hauptaspekt des Bischul die Umwandlung einer festen Substanz von einem rohen, nicht-essbaren Lebensmittel in ein essbares, gekochtes Essen. Wurde dies erreicht, wird das Wiedererhitzen nicht als Bischul angesehen — Ejn Bischul Achar Bischul BeDawar Jawesch.

2:10 Bischul Achar Afija — Kochen nach Backen

Bischul/Kochen und Afija/Backen sind zwei getrennte Vorgänge, die unabhängig voneinander untersagt sind. Daher ist es untersagt, gekochte Lebensmittel zu backen — Jesch Afija Achar Bischul und ein gebackenes Lebensmittel darf nicht gekocht werden — Jesch Bischul Achar Afija.

Fußnoten
1.
Es ist unerheblich, ob die Hitzequelle unter den Kli oder in dem Kli ist wie z.B. bei einem elektrischen Element in einem Kessel. In beiden Fällen hat das Kli den Din eines Kli Rischon (Schabbat KeHalacha, Biurim, S. 21).
2.
Da die Wände eines Kli Scheni nicht direkt auf dem Feuer erwärmt worden sind, sondern nur durch das hineingelegte Essen erhitzt wurden, übt dies einen Kühlungseffekt auf das Kli Scheni aus und reduziert dadurch seine Kochkraft.
3.
Z.B. eine heiße Kartoffel. Reis wird, wenn er fest ist, als Dawar Gusch behandelt. Wird Reis aber mit Flüssigkeiten vermischt und kann wie eine Flüssigkeit gegossen werden, hat er den Status einer Flüssigkeit. Außerdem hat ein heißes, festes Lebensmittel in einer Suppe, z.B. ein Mazza-Klösschen, denselben Status wie die Suppe und wird nicht als Dawar Gusch behandelt (Schabbat KeHalacha, S. 24).
4.
Siehe Schabbat KeHalacha, S. 137, Biurim (3). Dort wird im Detail beschrieben, wie warm die Flüssigkeit sein sollte. Im Text haben wir „deutlich warm oder heiß” geschrieben, um anzudeuten, dass die Flüssigkeit immer noch heiß genug ist, um vom Verbraucher als warmes Getränk erachtet zu werden.
5.
Es sollte betont werden, dass sich diese Halacha nur auf eine Flüssigkeit bezieht, die Jad Soledet Bo war, aber unter Jad Soledet abgekühlt ist. Wenn die Flüssigkeit aber soweit abgekühlte, dass sie kalt ist und dann wieder auf eine angemessene Art und Weise am Schabbat aufgewärmt wurde, dann darf sie nicht weiter erhitzt werden. Der Grund besteht darin, dass bei einer total abgekühlten Flüssigkeit der Status des Gekochtseins entfernt ist und jedes weitere Erhitzen als neues Kochen erachtet wird. Schabbat KeHalacha, S. 141.
6.
Das feste Lebensmittel muss trocken sein. Fühlt es sich feucht an, kann es nicht mehr als Dawar Jawesch betrachtet werden (Schabbat KeHalacha, S. 24).
von Nissan Dovid Dubov
Rabbi Dubov ist der Direktor von Chabad of South London in Wimbledon, England. Er ist der Gründer der "KabbalahUK" Webseite und Autor vieler Bücher. Rabbiner Dubov lebt in Wimbledon mit seiner Frau Sarah und ihren Kindern.
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