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Die Kippa

Die Kippa

Jüdische Kopfbedeckung

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Die Kippa ist ein hebräisches Wort und bedeutet eine Kopfbedeckung. Im Jiddischen heißt sie Jarmulke. Das jüdische Gesetz verpflichtet Männer zum Tragen einer Kopfbedeckung aus Respekt und Ehrung vor G-tt, wenn sie beten, G-ttes Namen während eines Segensspruches sprechen oder jüdische Studien lernen. Gleiches gilt, wenn Sie sich in einer Synagoge oder einem jüdischen Lehrhaus (Jeschiwa) aufhalten. Diese Praxis hat ihre Ursprünge noch in biblischen Zeiten, als die Priester im Tempel verpflichtet waren, während ihres Dienstes den Kopf zu bedecken.

Kleine Jungen sollen daran gewöhnt werden, ihre Köpfe zu bedeckenTraditionell tragen jüdische Männer und Jungen ständig eine Kippa, als eine Art Symbol ihrer Erfurcht und Demut gegenüber einem „höheren“ Wesen. Es gibt keine Verpflichtung, weder aus der Tora noch aus dem Talmud, die das ständige Tragen der Kippa vorschreibt, obwohl diese Praxis im Talmud beschrieben wird. Mit der Zeit wurde diese Tradition aber zu einem jüdischen Brauch, und für den Großteil der halachischen Autoritäten zu einer Pflicht. Aus diesem Grund sollen wir ohne Kippa weder gehen noch sitzen und kleine Jungen an diese Verpflichtung gewöhnen.

Selbst diejenigen, die keine ständige Kopfbedeckung tragen, bedecken ihr Haupt aus Respekt, wenn Sie einen G-ttesdienst, eine Hochzeit, einen Friedhof, einen Trauernden zu Hause besuchen.

Viele jüdische Männer und Jungen tragen eine Kippa, selbst wenn Sie noch einen Hut oder eine Baseball-Mütze tragen, damit beim Absetzen des Hutes ihr Haupt nicht unbedeckt bleibt.

Chassidische Juden tragen meist schwarze Kippot, andere Juden tragen lieber bunte und reich verzierte Kippot. Während der Hohen Feiertage tragen sehr viele Juden weiße Kippot.

von Lorne Rozovsky
Illustration von Yehuda Lang. Möchten Sie noch weitere Werke des Künstlers sehen, klicken Sie hier.
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9 Kommentare
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Avner Berlin 24. Dezember 2016

Natürlich darf man als Nicht-Jude Kippah tragen! Man sollte es an besagten Orten/Anlässen sogar.... Reply

Maximus Berlin 8. September 2016

Lieber Herr Hans Jürgen Knoll, es gibt auch messianische Synagogen, in die man eintreten kann, ohne welche jüdischen Wurzeln zu haben. Diese Synagogen erkennen Jeshua auch als den Messias an. Die messianische Bewegung in Deutschland ist sogar relativ Fortgeschritten. Suchen sie vielleicht im Internet nach "Beit Shomer Israel" - so ist der Name der messianischen Bewegung in Deutschland, und suchen sie ein paar nessianische Synagogen in ihrer Nähe.
LG, Maximus. Reply

Walfried Janus Mühlanger bei Wittenberg 4. September 2016

Kippa Die Frage wurde noch nicht beantwortet: "Darf" man nun als Nichtjude eine Kippa tragen? Oder ist das reserviert und Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk? Ich frage das, weil ich im Oktober nach Israel reisen will. Es wäre nett, wenn jemand antworten könnte.

W. Janus Reply

Hans-Ulrich Saak Süderbrarup 26. Februar 2015

Kippa 'Darf' man auch als Nicht-Jude die Kippa tragen?
(z.B. als Zeichen der Solidarität) Reply

Leah Berlin 25. Februar 2015

Befestigung Bs"d
nach meiner Beobachtung tragen die Kippot die Männer, die von "Klein an" daran gewöhnt sind, ohne jegliche Befestigung, und andere mit Haarklammern befestigt.
Alles Gute
Leah
Berlin Reply

S. Zimmermann Edenkoben 13. Januar 2015

Kippa Mich würde interessieren, wie die Kippa befestigt wird. Gibt es da so etwas wie Haarnadeln?
Danke für die Antwort! Reply

Brigitte Siegburg 29. Juni 2014

Die Kippa Da muss ich Ihnen zustimmen lieber Herr Frank Niedermann.

Auch ich lese so gerne hier.

Und immer öfter und immer lieber. Reply

Frank Niedermann Nürnberg 29. Juni 2014

Danke Für diese tolle Seite. Man kann sehr viel lernen. Reply

hans-jürgen knoll syke, niedersachsen 30. März 2011

mizwa gebote vielen dank für ihre beiträge.auf grund ihrer beiträge lerne ich viel über das judentum und somit gottes botschaft zu verstehen leider habe ich hier keine gemeinde die mich unterrichten könnte und in der synagoge in bremen kann man nicht eintreten weil man keine jüdischen wurzeln hat Reply

Wie mache diese oder jene Mizwa? Diese Abteilung gibt Ihnen ein Basiswissen über jüdische Bräuche, kurz und auf den Punkt gebracht. Pro Mizwa nicht mehr als eine Minute zum Lesen.
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