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Wann soll jüdische Erziehung beginnen?

Wann soll jüdische Erziehung beginnen?

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Die dieswöchentliche Sidra bestimmt: "Und ihr sollt sie (G-ttes Lehren) euren Kindern beibringen..." (Deut. 11, 19). Kaum jemand wird gegen das hier aufgestellte Prinzip etwas einzuwenden haben. Wann aber soll man anfangen? In welchem Alter soll die Unterweisung in der Tora und die jüdische Erziehung unserer Kinder beginnen? Manche Leute sagen, man solle warten, bis...

DAS KIND DES VERSTEHENS FÄHIG IST: Viele Eltern sind der Meinung, eine Unterweisung könne nicht erfolgen, solange das Kind nicht konkret zu begreifen vermag, was ihm beigebracht wird. Daher verschieben sie die jüdische Erziehung sieben oder acht Jahre lang. Diese Ansicht widerspricht jedoch der These der Weisen des Talmud, die uns anweisen, die Erziehung solle förmlich beginnen, wenn...

DAS KIND ZU SPRECHEN LERNT: Sobald es seine ersten Worte ausdrücken kann (das ist gewöhnlich in seinem zweiten Lebensjahre), sollte ihm der hebräische Satz beigebracht werden: Tora ziwa lanu Mosche, morascha kehillat Jaakow (Die Tora, die uns Moses gegeben hat, ist die Erbschaft der Gemeinde Jakobs). Ganz offensichtlich ist das Kind noch zu jung, um zu wissen, was die Tora ist, wer Moses war, wer Moses die Tora gegeben hat, und was die Gemeinschaft Jakobs bedeutet. Trotzdem sollte es diese Worte erlernen, als einen der ersten Sätze, der ihm geläufig ist! Doch selbst das ist nicht der Anfang seiner Tora-Erziehung. Diese ist schon da, wenn...

DAS KIND IN DER WIEGE LIEGT: Die moderne Psychologie hat vor gar nicht langer Zeit "entdeckt", dass das eben geborene Kind, das in des Wiege liegt, gewisse dauerhafte Eindrücke aus seiner Umwelt in sich aufnimmt – eine Tatsache, die jüdischen Frauen schon seit vielen Generationen bekamt und von ihnen praktisch angewandt worden ist. Viele, viele Jahre lang haben jüdische Mütter ihre Säuglinge in der Wiege beruhigt und in den Schlaf geschaukelt mit einem Wiegenlied, das da lautet: "Rozhinkes mit Mandlen", und in welchem der Wert der Tora gepriesen wird. Obwohl dieses Kleinkind noch kein einziges Wort ausdrücken kann, ist doch seine jüdische Erziehung schon in Gang gesetzt! Doch selbst die Wiege stellt noch nicht die früheste Einflusssphäre dar. Die jüdische Erziehung (oder Chinuch) fängt an, während...

DAS KIND IM MUTTERLEIBE LIEGT: Wenn das Embryo sich im Mutterleibe entwickelt, treten die Kräfte, die seinen späteren Charakter und sein künftiges Verhalten beeinflussen und formen, bereits in Erscheinung. Tatsächlich fängt so das Großziehen des Kindes im Sinne der Tora – und dies ist der wesentliche Zweck der jüdischen Erziehung – vor der Geburt an und...

SOGAR NOCH FRÜHER: Der Talmud erzählt, dass einer Gruppe bedeutender Rabbiner einmal ein besonders freches und unverschämtes Kind auffiel. Sie bemerkten dazu, die Ursache für diese ungewöhnliche Dreistigkeit läge darin, dass seine Mutter die Vorschriften von Taharat HaMischpacha (Reinheit des Familienlebens) nicht beobachtet hatte, bevor und als sie schwanger geworden war (Kalla, Kap. 2).

So folgt denn, dass Chinuch längst nicht nur darin besteht, dass man ein Kind in eine jüdische Schule schickt, nachdem ihm alle Fernsehsendungen geläufig sind und es schon 80 Prozent seines reiferen Verstandes entwickelt hat. Chinuch beginnt vielmehr weit früher: wenn es zu sprechen lernt, während es noch in der Wiege liegt, bevor es geboren wird und – dies ist der kritischste Punkt von allen – noch vor der Empfängnis, dadurch dass die Mutter Taharat HaMischpacha und die Vorschriften über die Mikwe einhält.

Viele der heutigen jüdischen Eltern sind zutiefst und schmerzlich durch die zügellose Ausschweifung und das aufrührerische Gebaren ihrer Kinder betroffen. Die Tora weist uns an, dass ein primärer Grund für diese betrüblichen Charaktereigenschaften in dem Versäumnis der Eltern zu suchen ist, die es unterlassen hatten, alle die oben aufgeführten Phasen von Chinuch in die Praxis umzusetzen.

von Dr. William Stern
Nach den Werken von Rabbi Menachem M. Schneerson. Herausgegeben von der Lubavitch Foundation, London unter dem Titel "Betrachtung für die Woche".

Dr. Stern arbeitete als Lehrer in Manchester, später in London. Er verstarb am ersten Tag von Chanukka im Jahre 5756 (1995). Der Rebbe persönlich beauftragte Dr. Stern Anfang der 1970-iger Jahre mit der Übersetzung der "Thought for the Week" von Rabbi Yitzhak Meir Kagan. Dr. Stern lehnte zunächst mit der Bemerkung ab, dass "Deutschland eine spirituelle Wüste sei". Der Rebbe antwortete ihm: "Aber die Tora wurde in der Wüste gegeben!"
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1 Kommentar
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Anonym 10. Januar 2014

versuchen sie das mal in deutschland wenn man nur von den geboten spricht, wird man schon der seelischen noetigung bezichtigt, wenn man von Hashem oder Gott spricht, dann wird man verdaechtigt einer Sekte anzugehoeren, wenn man von Gottes Schoepfung spricht, heisst es von dem Rektor der staatl. Schule, nein nein, das ist ein intelligentes Wesen, das den Urknall erzeugte. Nein, es ist erfreulich die Juedische Lehre an die Kinder zu geben, aber bei den Gesetzen und der gesellschaftlichen Verrohung der Menschen ist es schon sehr gewagt, die Kinder in der Chinuch zu unterrichten. Oh Hashem, es ist nicht leicht als Mutter zweier Jungen nicht von den Lehrern als sogenannter Freak bezeichnet zu werden im Dorf. Man hat sogar versucht mich mit jeglichem andersglaeubigen Mann zu verkuppeln, um der Wahrheit nicht mehr ins Auge zu blicken, die da heisst es leben Juden im Dorf mitten in der Katholische heilen Welt, Juden wie kann das sein!!! Es mag in Muenchen und in der Grossstadt anders sein, am Land ja da ist alles anders... Reply