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Ein Haus voller Torabücher

Ein Haus voller Torabücher

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Eine Flasche definiert sich durch ihren Inhalt. Eine leere Flasche würden wir schlicht als “Flasche” bezeichnen. Bei einer Flasche hingegen, auch wenn sie nur ein bisschen Milch enthält, würden wir sagen: “Reiche mir doch bitte die Milch.”

Ebenso wie eine Flasche, definiert sich unser Zuhause durch seinen Inhalt: Neben seinen Bewohnern ist der wichtigste Inhalt unserer Häuser der Schatz an Torabüchern.

Ein weiterer Vorteil, Torabücher im Haus zu haben, besteht in deren ständiger Verfügbarkeit. Wir selbst und unsere Kinder werden daran gewöhnt, sich mit Torabüchern zu beschäftigen, sie zu lesen und Fragen zu stellen, - und somit wesentlich zur persönlichen Charakterbildung beizutragen.

Grundlegende Bücher

Am besten fangen Sie mit der Basis an und bauen danach weiter ausAm besten fangen Sie mit der Basis an: ein Chumasch, die Psalmen und ein Siddur. Das ist ein guter Ausgangspunkt. Im Folgenden finden Sie eine Basisübersicht. Alle dieser Bücher gibt es übersetzt.

Chumasch: “Die fünf Bücher Moses.” G-tt diktierte sie Moses, der sie niederschrieb, die wir besitzen und in unserem Haus haben können.

Tehillim: “Die Psalmen Davids.” Das Buch, über dem unsere Urgroßeltern ihr Herz und ihre Tränen ausschütteten.

Siddur: “Das jüdische Gebetsbuch.” 120 Weise und Propheten verfassten die Gebete, mit denen sich alle Juden mit G-tt verbinden können.

Tanach: “Tora, Propheten und Schriften.” Jede Prophezeiung und G-ttlich eingegebene Schrift behält ihre Gültigkeit über die Generationen hinweg. Auch unter dem griechischen Namen “Bibel” bekannt. Achten Sie jedoch darauf, sich den Tanach mit einer echten, jüdischen Übersetzung zu besorgen.

Talmud: Ausführliche Sammlung von Diskussionen, Debatten und Anekdoten, die das jüdische Leben seit dem Anfang der Diaspora definieren. Das A und O jüdischen Lernens!

Kitzur Schluchan Aruch: Kurzes, praktisches Handbuch über jüdische Gesetze. Eine sehr beliebte Übersicht über jüdisches Leben und jüdische Gesetze. Diese Übersicht ist jeden Juden verständlich. Erstmals wurde diese Übersicht 1870 in Ungarn von Rabbi Schlomo Gantzfield, einer anerkannten halachischen Autorität, veröffentlicht.

Tanja: Das wichtigste chassidische Werk, das den mystischen und praktischen Aspekt des klassisch jüdischen Denkens vereint. Im 18. Jahrhundert wurde Tanja vom chassidischen Weisen Rabbi Schneur Zalman aus Liadi verfasst.

Leben in Büchern

Wir behandeln Torabücher respektvoll: Wir küssen sie, falls sie auf den Boden gefallen sind. Wir achten darauf, dass sie immer richtig herum stehen. Wir benutzen sie ausschließlich zum Lesen und Lernen.

Illustration von Yehuda Lang. Möchten Sie noch weitere Werke des Künstlers sehen, klicken Sie hier.
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Wie mache diese oder jene Mizwa? Diese Abteilung gibt Ihnen ein Basiswissen über jüdische Bräuche, kurz und auf den Punkt gebracht. Pro Mizwa nicht mehr als eine Minute zum Lesen.
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