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Was kann ich gegen mein Pech tun?

Was kann ich gegen mein Pech tun?

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Kann man Pech haben? Meine Großmutter sagte oft, Pechvögel hätten „kein Masel“. Ich bin Akademiker, schaffe es aber nicht, Geld zu verdienen.“

Antwort!

Das Wort „Masel“ ist vom hebräischen Verb „nosel“ abgeleitet, das Fluss bedeutet. Masel ist die Energie, die uns von oben zufließt. Darum wünschen wir einander oft „Masel Tow“, was wörtlich bedeutet: „Möge dir positive Energie zufließen.“

Masel beeinflusst jeden Aspekt unseres Lebens. Der eine hat Masel mit seinen Kindern oder mit seinem Aussehen, der andere mit der Gesundheit oder den Finanzen. Mancher hat Masel mit seinen Freunden oder mit den Schwiegereltern, der andere mit großartigen Ehegatten für seine Kinder oder mit seinem Beruf. Einige haben Masel mit ihrem Chef oder mit Geldanlagen, andere mit ihren Pflanzen („gründer Daumen“) oder im Schachspiel.

Darum möchte ich zwei Aspekte betonen:

  1. Masel beeinflusst zahllose Lebensbereiche. Ein Mensch kann wenig Masel in einem bestimmten Bereich haben, aber viel Masel in anderen. Wenn jemand großes Masel mit Geld hat, aber kein Masel mit den Kindern, dem Ehepartner, der Gesundheit und so weiter, würden Sie dann sagen, er sei glücklich, nur weil er viel Geld verdient? Und was ist mit einem intelligenten Menschen in einer unglücklichen Ehe oder mit einem Millionär ohne Freunde? Sie schreiben, Sie hätten kein finanzielles Masel – aber haben Sie Masel in anderen Lebensbereichen? Niemand hat gutes Masel in allen! Und Masel mit Geld ist viel weniger wichtig als Masel in anderen Lebensbereichen.
  1. Masel geschieht nicht im Vakuum. Wir glauben, dass im Himmel jedes Jahr an Rosch Haschana entschieden wird, was wir im folgenden Jahr verdienen werden. Das soll nicht heißen, dass wir ein Jahr lang die Hände in den Schoß legen und sagen dürfen: „Ich brauche nichts zu tun, denn ich bekomme, was mir zusteht.“ Geld kommt nicht durchs Fenster geflogen. Wir müssen ein „Gefäß“ für Masel, für G-ttes Segen bereitstellen. Dieses Gefäß ist harte und ehrliche Arbeit und die Bitte in Gebet, dass unsere Arbeit von oben gesegnet sein möge. Wir beten auch dafür, dass unsere Kinder gutes Masel haben mögen, und gleichzeitig arbeiten wir hart, um gute Eltern zu sein und ihnen den richtigen Weg zu zeigen.

Anstatt sich auf das Vorhandensein oder Fehlen von Masel im Leben zu konzentrieren, sollten Sie tun, was in Ihren Kräften steht, um genügend Geld zu verdienen. Beten Sie dreimal am Tag zu G-tt, der Quelle jedes Reichtums, und geben Sie Zedaka, soviel Sie können; denn dies ist das beste Gefäß für finanzielles Masel. Und dann hören Sie auf, sich zu sorgen; denn unser Lebensunterhalt liegt in G-ttes Händen.

von Chaya Sarah Silberberg
Chaya Sarah Silberberg ist die Frau eines Rabbiners im Bais Chabad Torah Center in West Bloomfield, Michigan, seit 1975. Weiterhin unterrichtet sie, schreibt Artikel und antwortet auf Fragen bei Chabad.org's Ask the Rabbi Service.
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1 Kommentar
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David X 29. Januar 2009

Geld kommt nicht von G Wollte ich nur mal so angemerkt haben.
G"TT segnet unsere Arbeit, unabhängig von Geld.
Arbeit und Geldmachen sind zwei völlig verschiede Dinge! Reply

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