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Was passt meiner Familie an meiner koscheren Lebensweise nicht?

Was passt meiner Familie an meiner koscheren Lebensweise nicht?

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Frage?

Seit ich begonnen habe Koscher zu halten, gibt es große Spannungen in meiner Familie. Meine Schwester ist verletzt, dass ich nicht bei ihr zu Hause esse und sagt, dass ich „heiliger bin als sie“. Meine Eltern meinen sogar, ich würde die Familie auseinander reißen. Was kann ich tun?

Antwort!

Heutzutage gibt es Hunderte von Ernährungsweisen. Immer wenn Freunde beisammen sitzen und essen, gibt es einen der sagt: „Das hier kann ich nicht essen, ich bin auf Mutkin’s Diät“, oder „Ich esse keine Kohlenhydrate nach 10:00 Uhr“, oder „Ich kann nur grüne Erbsen und Wassermelonen bis zum nächsten Vollmond essen.“ Diese Mitteilungen werden in der Regel mit Achselzucken beantwortet – ist ja schließlich seine/ihre Entscheidung zu verhungern.

Wenn aber jemand sagt, „dass er das nicht essen kann weil er koscher hält“, folgt meistens eine gereizte Reaktion. Aus irgendeinem Grund fühlen sich Juden persönlich angegriffen, wenn es um das Thema Kaschrut geht. Zurück zum Essensbeispiel mit Ihrer Schwester: Es ist so, als würden Sie ihr sagen, dass sie nicht gut genug ist, fast kein echter Jude sei. Sie sprachen eigentlich nur über ihre eigenen Essgewohnheiten, aber sie hörte ein Urteil über ihre jüdische Identität.

Dies ist keine rationale Reaktion. Vielleicht hörte sie in Ihren Worten die Stimme ihres Unterbewusstseins, ihrer jüdischen Seele und Sehnsucht, ebenfalls ein jüdisches Leben zu führen. Was auch immer es war, es ist Ihre Aufgabe, den Frieden zu bewahren. Sie müssen klar zum Ausdruck bringen, dass Sie mit Ihrer koscheren Essgewohnheit niemanden anderen verurteilen wollen, dass es Ihre eigene Entscheidung war, so zu leben. Sie verlangen von niemandem, seine Gewohnheiten zu ändern, sondern wollen einfach nur, dass der Andere ihre neue Essgewohnheit respektiert.

Es liegt in Ihrer Verantwortung, gute Beziehungen mit Ihrer Familie zu wahren und viel in diese gute Beziehung zu investieren. Besuchen Sie weiterhin Ihre Schwester und organisieren Sie koscheres Essen für sich. Seien Sie dabei so entgegenkommend und anspruchslos wie nur möglich. Wenn Sie es richtig anpacken, bringt es Ihre Familie näher zusammen, denn Sie werden sich gegenseitig besser verstehen und achten als bisher.

Die koschere Ernährungsweise ist spiritueller Art. Es verspricht Ihnen nicht abzunehmen oder sich gesünder zu ernähren, es soll vielmehr den Geist verfeinern. Seien Sie ein lebendiges Beispiel für eine verfeinerte koschere Seele in der Art und Weise, wie Sie mit Ihrer Familie umgehen.

von Aron Moss
Rabbiner Aron Moss lehrt Kabbala, Talmud und praktisches Judentum an der „Foundation for Education“ in Sydney, Australien.
Über den Künstler: Sarah Kranz hat Magazine, Webseiten und Bücher (inklusive 5 Kinderbücher) illustriert, seitdem sie 1996 ihren Abschluss beim Istituto Europeo di Design, Milan, erlangte. Zu ihren Kunden zählen The New York Times und das Money Marketing Magazine of London.
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