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War Moses orthodox?

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War Moses orthodox? Oder konservativ? Oder reformiert? Und G-tt - ist der orthodox, konservativ oder reformiert? Ist er Jude oder Nichtjude? Schwarz oder weiß? Mann oder Frau?

All diese menschlichen Unterscheidungen sind natürlich völlig unanwendbar, wenn wir versuchen, das Spirituelle und G-ttliche zu beschreiben. Geist lässt sich kaum mit materiellen Begriffen definieren.

Deshalb halte ich auch das Reformjudentum nicht für legitim. Und dasselbe gilt für das orthodoxe Judentum, für konservativ, ultra-orthodox, konservadox, chassidisch, liberal-progressiv, modern-orthodox, humanistisch-pluralistisch, reformadox, egalitär ... habe ich jemanden vergessen?

All diese vom Menschen geprägten Titel sind ein Produkt unserer „Vereins-Mentalität“. Wir wollen Teil einer Gruppe sein. Und dazu gehört, dass wir alle, die nicht „dazu gehören“, abstempeln. Wie viele von uns fühlen sich unbehaglich (oder werden dazu veranlasst), wenn sie in bestimmte Synagogen gehen, in die sie „nicht passen“? Wir sind nicht richtig gekleidet, gehören nicht zur gleichen sozialen Schicht oder können nicht schnell genug hebräisch lesen.

Wahre Einheit, wahre jüdische Einheit, ist aber nur möglich, wenn wir diese kleinliche Club-Mentalität abstreifen und einander schätzen lernen, unabhängig von Vermögensstand, Bildungsgrad und Herkunft. Wir müssen anerkennen, dass wir alle Kinder desselben G-ttes sind, und dass jeder von uns eine Seele und eine einzigartige geistige Aufgabe hat.

Die Beachtung von Tora und Mizwot kann die Seele weder erzeugen, noch zerstören oder verändern. Aber sie kann das Feuer in der Seele anfachen, sodass die Seele im Leben sichtbar wird, das gesamte Wesen durchdringt und die innersten Fähigkeiten und Ressourcen des Menschen ans Licht bringt.

Unsere Aufgabe im Leben ist es, die Seele auf eine bewusste Ebene zu heben, bis sie die Persönlichkeit und alle Aktivitäten des Menschen mit höherem Bewusstsein, Verantwortung und Sensibilität erfüllt.

Sobald Sie das zulassen, wollen Sie nie wieder orthodox sein. Nur jüdisch, so wie Moses.

von Simon Jacobson
Rabbiner Simon Jacobson ist der Autor von Toward a Meaningful Life: The Wisdom of the Rebbe (William Morrow, 1995) und der Gründer und Direktor von Meaningful Life Center, www.meaningfullife.com
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2 Kommentare
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Roman Kovar Hennef, NRW via chabadgermany.com 3. Januar 2013

War Moses orthodox........? "Rabbiner Simon Jacobson" hat mir mit diesem Beitrag aus der Seele gesprochen, das Judentum hat so viele Facetten, unsagbares Reichtum, es ist eine Heilguelle, aus der uns HaShem trinken lässt, so viel wir wollen, und sie sprudelt und sprudelt für alle, die durstig sind ... Reply

Ilan Mizrahi Hamburg, Germany via chabadhamburg.de 27. Dezember 2007

War Moses orthodox........? Danke für diesen kurzen, aber prägnanten Beitrag von "Simon Jacobson".
Ich stimme ihm in allen Punkten zu. Und nicht zuletzt, weil dieser Beitrag einen sehr weisen und tiefen Inhalt hat.
Was mich allerdings etwas traurig macht, ist die Realität in der wir Juden heute existieren. Ich konnte bisher nichts von diesem schönen Beitrag in der jüdischen Welt entdecken. Es geht sicher vielen von uns, so wie mir. Wenn wir ein jüdisches Oberhaupt hätten, z.B. wie der Papst, einer, der weise ist, einer der zusammen führt, einer dessen Liebe so groß ist, daß alle davon partiziperien könnten, einer der als Vorbild dient, dann wäre es doch viel einfacher, oder etwa nicht? Ich glaube, es gibt schon so EINEN, aber nicht jeder glaubt, sonst wären wir in EINHEIT mit uns und mit IHM. Reply