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Kapitel 6

Kapitel 6

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All dies traf freilich zu, als sich Israel auf erhabener Stufe befand, als die g‑ttliche Gegenwart unter dem Volk Israel im Tempel weilte. Damals erhielten sie Lebenskraft für ihre Körper ausschließlich durch die g‑ttliche Seele, vom inneren Aspekt des Stromes, der vom gesegneten Ejn Sof mittels des gesegneten Tetragrammatons ergeht, wie oben erwähnt wurde1.

Danach jedoch waren sie von ihrer Stufe gesunken und hatten durch ihre Taten das mystische Exil der g‑ttlichen Gegenwart verursacht, wie geschrieben steht: „Um eure Sünden ist eure Mutter verstoßen.“2 Dies bedeutet, dass der Strom des oben erwähnten3 letzteren He abstieg und von Stufe zu Stufe in die tiefsten Tiefen absank, bis sein Strom in die Zehn Sefirot von Noga gekleidet wurde, die mittels der Gestirne und aller Himmelsscharen und der Fürsten über sie den Strom und die Lebenskraft zu jedem physischen Lebewesen in dieser Welt, wie auch zu allen Pflanzen, vermitteln, wie unsere Meister sel. A. sagten: „Es gibt keinen Grashalm hienieden, der nicht über einen Geist [droben] verfügt etc. pp. [der ihn schlägt und auffordert: Wachse!“]4

Folglich können auch der Sünder und die vorsätzlichen Missetäter Israels Lebenskraft für ihren Körper und ihre tiergleiche Seele erhalten, genau so wie andere Lebewesen, wie geschrieben steht: [Unter gewissen Umständen] „[ist der Mensch] verglichen mit den Tieren und ihnen gleich.“5 In der Tat [erhalten sie die Lebenskraft] mit mehr Kraft und Stärke. Denn wie im heiligen Sohar, Abschnitt Pekudej, erklärt wird, ergehen alle Ströme und Lebenskräfte, die dem Menschen hienieden zuteil werden, im Augenblick und Moment, da er das Böse in G‑ttes Auge in Tat, Wort oder sündhaftem Gedanken tut etc. pp. – alles wird ihm aus den Kammern der Sitra Achra zuteil, die dort im heiligen Sohar beschrieben werden.

Der Mensch verfügt über freie Wahl – seine geistige Nahrung von den Kammern der Sitra Achra oder von den Kammern der Heiligkeit zu empfangen, denen alle guten und heiligen Gedanken etc. pp. entströmen. Denn „Eines gegenüber dem anderen hat G‑tt gemacht“6 etc. pp. Die Kammern der Sitra Achra erhalten und zehren ihre Lebenskraft aus der Einkleidung und dem kettenweisen Abstieg des Stromes von den Zehn Sefirot von Noga, das die Aspekte Gut und Böse enthält – der Aspekt des „Baumes des Wissens“ etc. pp., wie den Kundigen der esoterischen Weisheit7 bekannt ist.

Nun steht geschrieben: „Jaakov ist das Seil Seines Erbes.“8 So wie ein Seil mit einem Ende oben und dem anderen Ende unten: Zieht der Mensch am unteren Ende, wird auch das höhere Ende bewegt und nachgezogen, so weit es gezogen werden kann.

Genau so verhält es sich mit der Wurzel der menschlichen Seele und ihrem Ursprung im oben erwähnten9 letzteren He. Durch seine bösen Taten und Gedanken bringt der Mensch den Strom [des letzteren He] bis gleichsam in die Kammern der Sitra Achra herab, von wo er seine Gedanken und Taten erhält. Da er es ist, der den Strom herabbringt, erhält er den bedeutendsten Anteil davon. Dies genüge dem Verständigen.

Folglich sagten unsere Meister sel. A.: „Das Wohlergehen der Bösen ist nicht in unseren Händen etc. pp.“10 – die Betonung liegt auf „unseren Händen“, in anderen Worten: in der Zeit des Exils nach der Zerstörung [des Tempels]. Dies ist gleichsam ein Aspekt des Exils der g‑ttlichen Gegenwart – dass Er den Kammern der Sitra Achra, die Er hasst, Lebenskraft gewährt.

Kehrt der Mensch jedoch in angemessener Weise um, entfernt er von [den Kammern der Sitra Achra] den Strom, den er durch seine Taten und Gedanken in sie herabbrachte. Denn durch seine Umkehr erstattet er den Strom der g‑ttlichen Gegenwart an seinen rechtmäßigen Platz zurück.

Dies also ist die Bedeutung von Taschuv He Tataa, das Umkehren des unteren He aus dem Exil. Wie geschrieben steht: „So kehrt der Ew‑ge, dein G‑tt, deine Umkehrenden zurück“11 – im Sinne von „mit deinen Umkehrenden“. Und wie unsere Meister sel. A. [diesbezüglich] sagten: „Die Tora sagt nicht: ‚Er kehrt zurück‘ [sondern ‚Er führt zurück‘].“12

Fußnoten
1.
Kap. 4.
2.
Jes. 50:1.
3.
Kap. 4, 5.
4.
Bereschit Rabba 10:6; und siehe weiter, Iggeret HaKodesch, Brief 20.
5.
Ps. 49:13.
6.
Nach Pred. 7:14. Jede Manifestation der Heiligkeit hat ein Gegenüber im Bereich der Kelipa und Sitra Achra.
7.
D.h. den Kabbalakundigen.
8.
Deut. 32:9.
9.
Siehe oben, Kap. 5.
10.
Mischna Avot 4:15.
11.
Deut. 30:3.
12.
Megilla 29a; siehe Kommentar Raschis zu Deut. 30:3.
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