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Kapitel 4

Kapitel 4

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All das oben Erwähnte dient jedoch der Vollendung der Sühne und dem Scheuern der Seele vor G‑tt nach der Umkehr, wie oben aus dem Talmud, Sevachim, Kap. 1, zitiert wurde1, wo das Ganzopfer als ein Geschenk beschrieben wird, [das vorgebracht wird,] nachdem der Fürsprecher Wohlgefallen erwirkt hat etc. pp. Der Beginn des Gebots der Teschuva jedoch und ihr Kern ist die Umkehr zu G‑tt voll Aufrichtigkeit und aus ganzem Herzen. Dies muss gründlich mit ausführlicher Erklärung erläutert werden.

Voranstellen muss man, was im heiligen Sohar bezüglich der Erklärung des Wortes Teschuva gemäß der esoterischen Sod-Dimension2 der Tora, steht: [Teschuva ist] Taschuv He [,das He möge zurückkehren‘]; das niedrige He3 ist Teschuva auf niedriger Stufe; das hohe He4 ist Teschuva auf hoher Stufe.“5 Auch hält der heilige Sohar an einigen Stellen fest6, dass Teschuva nicht wirksam für die Verletzung des Bundes und das Vergeuden von Samenflüssigkeit sei. Dies ist höchst erstaunlich, denn „nichts steht Teschuva im Weg“7, nicht einmal Götzendienst, Unzucht etc. pp. In Reschit Chochma wird die Absicht des Sohar dahingehend erklärt, dass zwar die „niedrige“, übliche Stufe der Teschuva [Teschuva Tataa] nicht wirksam ist, dafür aber die hohe Stufe der Teschuva [Teschuva Ilaa] etc. pp.8

Um dies nun in geringfügigem Ausmaß zu verstehen, muss man voranstellen, was in Toraversen9 und den Worten unserer Meister sel. A.10 über „Abtrennung“ [von der Quelle der Lebenskraft] und „Tod durch himmlische Hand“11 erklärt wird. Beging man eine mit Abtrennung strafbare Sünde, starb man tatsächlich vor dem fünfzigsten Lebensjahr. Im Falle von Tod durch himmlische Hand starb man tatsächlich vor dem sechzigsten Lebensjahr, wie der Prophet Chanania ben Asur12 im [Buch] Jirmijahu13. (Bisweilen wurde auch die Todesstrafe durch g‑ttliche Heimsuchung umgehend exekutiert, wie wir bei Er und Onan finden14.) In jeder Generation gibt es aber so viele Menschen, die der Abtrennung [von der Quelle der Lebenskraft] und des Todes strafbar sind und sich nichtsdestotrotz langer und angenehmer Tage und Jahre erfreuen!

Dieser Punkt wird verständlich angesichts des Verses: „Denn ein Teil G‑ttes ist Sein Volk etc. pp.“15 – ein Teil des Tetragrammatons, gesegnet sei Er. So steht geschrieben: „Und Er blies den Hauch des Lebens in seine Nase“16, und [wie der Sohar kommentiert:] „Wer bläst, bläst aus seinem Inneren etc. pp.“17 Obwohl Er keine körperliche Gestalt besitzt, etc. pp., G‑tt behüte, spricht die Tora „in der Sprache der Menschen.“18

Beim Menschen hier unten, als Analogie, besteht ein bedeutender Abstand und Unterschied zwischen dem Hauch, der seinen Mund bei seinem Sprechen verlässt, und dem Hauch, der [seinen Mund] durch Blasen verlässt. In den [Hauch], der bei seinem Sprechen austritt, sind Kraft und Vitalität [der Seele] in überaus geringfügigem Ausmaß gekleidet, und dies vom äußeren Aspekt der belebenden Seele, die in ihm ist. In den [Hauch] aber, der durch die Kraft des Blasens aus seinem Inneren austritt, sind innerliche Kraft und Vitalität vom Aspekt der belebenden Seele gekleidet etc. pp.

Genau so existieren in der Analogie, unter Berücksichtigung der unendlichen Scheidungen, diese zwei grundlegend verschiedenen Zustände. All die Himmelsscharen, sogar die Engel, wurden als Sein aus dem Nichts geschaffen. Sie erhalten ihr Leben und ihren Bestand vom äußeren Aspekt der Lebenskraft und des Stromes, den der gesegnete Ejn Sof ergehen lässt, um die Welten zu beleben; dieser Aspekt wird allegorisch als „Hauch Seines Mundes“ bezeichnet, wie geschrieben steht: „Und durch den Hauch Seines Mundes ihr ganzes Heer.“19 Dies ist die Lebenskraft, die in die Buchstaben der Zehn Aussprüche gekleidet ist. (Dies ist der Aspekt der „Gefäße“ und „Ströme“ etc. pp., wie in Likkutej Amarim, Teil 2, Kap. 11 , erklärt wurde.)

Im Gegensatz dazu stammt die Seele des Menschen ursprünglich vom inneren Aspekt der Lebenskraft und des Stromes, die der gesegnete Ejn Sof strömen lässt, wie geschrieben steht: „Und Er blies … …“ [Die Seele] sank alsdann in der Verborgenheit der Stufen, auch mittels des Aspekts der Buchstaben im Ausspruch: „Lasst uns den Menschen machen etc. pp.“20, um sie in einen Körper dieser niederen Welt zu kleiden.

Aus diesem Grund werden die Engel in der Tora als Elokim [G‑tt] bezeichnet, wie geschrieben steht: „Denn der Ew‑ge, euer G‑tt, ist G‑tt der Götter [Elokim] … …“21, [und:] „Danket dem G‑tt der Götter [Elokim] … …“22, [und:] „Da kamen die Söhne G‑ttes [Elokim], um sich zu stellen …“23 Denn ihre Lebenskraft zehren sie vom Aspekt der Äußerlichkeit, der bloß der Aspekt der „Buchstaben“ ist. So ist auch der Name Elokim ein Aspekt der Äußerlichkeit gegenüber dem gesegneten Tetragrammaton.

Die Seele des Menschen jedoch, die dem innerlichen Aspekt der Lebenskraft entstammt, ist ein Teil des gesegneten Tetragrammatons. Weist doch das Tetragrammaton auf das Innere der Lebenskraft, die über den Aspekt der Buchstaben hoch erhaben ist.

Die Erklärung dieses Konzepts ist: Es ist der Ausspruch Elijahus bekannt: „Du bist es, der zehn Tikkunim [„Gewänder“] hervorgebracht hat, die wir Zehn Sefirot nennen, um durch sie verborgene Welten zu leiten etc. pp. Du bist weise, aber nicht mit einer bekannten Weisheit. Du verstehst, aber nicht mit einer verständlichen Art des Verstehens etc. pp.“24 All die Zehn Sefirot sind im gesegneten Tetragrammaton enthalten und angedeutet. [Der Buchstabe] Jud – ein bloßer Punkt – deutet die Weisheit des Gesegneten an, die ein Aspekt des Verdeckens und Verbergens ist, bevor sie zum Aspekt der Ausbreitung und der Manifestation im Begreifen und Verstehen gelangt. (Der „Dorn“ oberhalb des Jud25 weist auf den Willen des Oberen, gesegnet sei Er, der die Stufe der Oberen Weisheit bei weitem übersteigt, wie bekannt ist.)

Wenn [der „Punkt“] zur Ausbreitung und Offenbarung im Begreifen und Verstehen für die verborgenen Welten gelangt, ist er im Buchstaben He enthalten und angedeutet. [Dieser Buchstabe] weist den Aspekt der Ausbreitung in die Breite auf, was auf die Verbreiterung der Erklärung und des Verstehens hinweist und -deutet. [Er erstreckt sich] auch der Länge nach, was auf den Aspekt des Stromes und des Flusses von oben nach unten in die verborgenen Welten hinweist.

Wenn danach dieser Strom und Fluss weiter in die offenbarten Welten hinabgezogen werden – was allegorisch gesprochen einem Menschen gleicht, der anderen seine Weisheit mittels seines Sprechens offenbaren möchte –, ist dieser Strom in den Buchstaben Waw und He [des Tetragrammatons] enthalten und angedeutet. Denn [der Buchstabe] Waw deutet auf den Strom von oben nach unten. Auch wird dieser Strom durch das Attribut Seiner Güte und Seiner Gutheit und Seine übrigen heiligen Attribute bewirkt, die dem Allgemeinen nach in den sechs26 [Attributen] enthalten sind, die im Vers erwähnt werden: „Dein, Ew‑ger, ist die Größe etc. pp.“ bis „Dein, Ew‑ger, ist die Herrschaft [Mamlacha] etc. pp.“27, letzteres nicht einschließend. Denn das Attribut der Herrschaft [Malchut] des Gesegneten wird als „Wort G‑ttes“ bezeichnet, wie geschrieben steht: „Weil des Königs [Melech] Wort Gewalt hat.“28 Sie ist im letzten Buchstaben He des Tetragrammatons enthalten und angedeutet. Das Innere und der Ursprung des Sprechens ist der vom Herzen emporsteigende Atem, der sich in die fünf Organe verbaler Artikulation gliedert – Alef, Chet, He und Ajin aus der Kehle etc. pp. Besonders die Aussprache des [Buchstabens] He ist bloßer [unartikulierter] Atem, wie geschrieben steht: „Ein leichter Buchstabe ohne Substanz.“29 Obschon Er über keine körperliche Gestalt verfügt, G‑tt behüte, spricht dennoch die Tora in der Sprache des Menschen. Darüber hinaus besteht das Wort G‑ttes aus 22 Buchstaben, die sich in die fünf Organe verbaler Artikulation gliedern, mittels derer alle Wesen geschaffen wurden. (Eine Erklärung dieser Buchstaben findet sich in Likkutej Amarim, Teil 2, Kap. 11 .)

Genau dasselbe gilt – allegorisch gesprochen und unter Berücksichtigung der unendlichen Scheidungen – für die Seele des Menschen, die der Aspekt der g‑ttlichen Seele ist, die Er aus Seinem Inneren hervorblies. Sie enthält den Aspekt des verborgenen Intellektes, der im Buchstaben Jud Andeutung findet, in dessen Kraft es liegt, zur Offenbarung zu gelangen, und dadurch die wahre Existenz des Gesegneten und Seine Größe etc. pp. zu verstehen und zu erfassen, jeder einzelne gemäß seinem individuellen Maß, gemäß der Breite seines Intellektes und seines Verständnisses.

Vertieft der Mensch seinen Intellekt und verbreitert er sein Wissen und sein Verständnis bezüglich der Größe des Gesegneten, wird sein Verständnis im Buchstaben He angedeutet, der Breite aufweist. [He] verfügt auch über Länge, um auf den Strom von oben nach unten hinzuweisen, dass der Mensch von seinem Verständnis und seinem Nachsinnen über die Größe G‑ttes, Liebe und Ehrfurcht und ihre Nachkommen in seinem Gehirn und den verborgenen Winkeln seines Herzens schafft. Danach gelangen [diese Gefühle] zur Offenbarung in seinem Herzen. Dies führt zu wahrhaftigem Dienst in der Beschäftigung mit der Tora und den Geboten, in Stimme und Wort oder Tat. Dies ist [die Bedeutung] der Buchstaben Waw und He etc. pp.

Weiters stammt das Nachsinnen, um die wahrhaftige Existenz und die Größe des Gesegneten zu verstehen und zu erfassen, ebenfalls von der Tora, denn „Tora geht aus Chochma hervor“30, die der Aspekt Jud des Tetragrammatons ist etc. pp.

Fußnoten
1.
Iggeret HaTeschuva, Kap. 2.
2.
Das Tora-Verständnis wird in vier Ebenen geteilt:
1. Peschat ist die wörtliche, einfache Bedeutung der Verse
2. Remes sind die Hinweise und indirekten Bezugnahmen der Tora. Die Gematria etwa, der numerische Wert der hebräischen Buchstaben, ist eine der Methoden der Tora, auf Zusammenhänge hinzuweisen.
3. Derusch legt die tiefere homiletische Bedeutung offen.
4. Sod (Geheimnis) ist der mystische Teil, die Tiefendimension der Tora.
3.
D.h. das zweite He des Tetragrammatons J‑H‑W‑H.
4.
D.h. das erste He des Tetragrammatons J‑H‑W‑H.
5.
Sohar III, 122a.
6.
Sohar I, 219b, 62a.
7.
Maimonides, Mischne Tora, Hilchot Teschuva, Ende Kap. 3.
8.
R. Elijahu ben Mosche Vidasch, Reschit Chochma, Schaar HaKeduscha, Kap. 17.
9.
Siehe Gen. 17:14; Lev. 22:3 u.a.
10.
Siehe Moed Katan 28a u.a.
11.
D.h. g‑ttliche Heimsuchung.
12.
Siehe Jerusalemer Talmud, Sanhedrin 11:5.
13.
Jer. 28:16-17.
14.
Gen. 38:7-10; und siehe oben, Kap. 1.
15.
Deut. 32:9.
16.
Gen. 2:7.
17.
Wird oben, Likkutej Amarim, Kap. 2, im Namen des Sohar zitiert, in unseren Sohar-Ausgaben allerdings nicht vorhanden.
18.
Berachot 31b; siehe auch oben, Likkutej Amarim, Kap. 22.
19.
Ps. 33:6.
20.
Gen. 1:26.
21.
Deut. 10:17.
22.
Ps. 136:2.
23.
Ij. 1:6.
24.
Einleitung zu Tikkunej Sohar.
25.
Die Spitze des Buchstabens Jud – י – wird als „Dorn“ bezeichnet. Zur Form des Buchstaben Jud siehe R. Schneor Salman von Ljadi, Schulchan Aruch, Orach Chajim, § 36.
26.
6 ist der numerische Wert des Buchstabens Waw.
27.
1 Chron 29:11: „Dein, Ew‑ger, ist (1) die Größe, (2) die Stärke, (3) der Ruhm, (4) der Sieg und (5) die Hoheit, ja (6) alles im Himmel und auf Erden; dein Ew‑ger, ist das Königtum …“
28.
Pred. 8:4.
29.
Aus dem Lobgesang „Akdamot“, Buchstabe Waw.
30.
Sohar II, 121a, u.a.
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