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Kapitel 4

Kapitel 4

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Es steht geschrieben: „Denn Sonne und Schild [sind die G‑ttesnamen] Hawaja Elokim.“1 Unter „Schild“ ist eine Hülle der Sonne zum Schutz zu verstehen, damit die Geschöpfe [die Hitze der Sonne] ertragen können. Wie unsere Weisen sel. A. sagten: „In der künftigen [messianischen] Ära wird der H.g.s.E. die Sonne aus ihrer Hülle ziehen; die Bösen werden durch sie gestraft werden etc.“2 Und wie die Hülle vor der Sonne abschirmt, ebenso schirmt der Name Elokim den Namen Hawaja, gesegnet sei Er, ab.

Der Name Hawaja bedeutet: „Er lässt alles aus dem Nichts zu Seiendem entstehen.“3 [Der Buchstabe] Jud [als Präfix im Namen J‑H‑W‑H] dient dazu, eine gegenwärtige und andauernde Handlung zum Ausdruck zu bringen, wie Raschi den Vers erklärt: „So pflegte Ijob alle Tage zu tun [Jaase].“4 Dies ist die Lebenskraft, die in jedem Augenblick in allem Erschaffenen strömt, von „dem was der Mund G‑ttes hervorbringt“ und „Seinem Hauch“, und sie jeden Augenblick aus dem Nichts zu Seiendem entstehen lässt. Denn dass sie in den Sechs Tagen der Schöpfung erschaffen wurden, genügt nicht für ihren dauernden Bestand, wie oben erklärt wurde5.

In der Anordnung der Lobpreisungen des H.g.s.E. steht: „HaGadol [der Große], HaGibor [der Mächtige] etc.“6 HaGadol beschreibt das Attribut der Chessed [Güte] und die Verbreitung der Lebenskraft in allen Welten und Geschöpfen, ohne Ende und Endlichkeit, sodass sie Geschöpfe als Sein aus dem Nichts sind und durch bedingungslose Güte erhalten werden. [Chessed] wird Gedula [Größe] genannt, weil sie von der Größe des H.g.s.E., von Ihm selbst in Seiner Herrlichkeit stammt, „denn groß ist G‑tt, und Seine Größe ist unerforschlich“7. Deshalb flößt Er auch endlosen Welten und Geschöpfen Lebenskraft und Entstehen aus dem Nichts ein, denn „es ist die Natur des Guten, Gutes zu tun.“8

Nun ist dieses Attribut die Lobpreisung des H.g.s.E. allein, denn es liegt nicht in der Macht irgendeines Geschöpfes, Sein aus dem Nichts zu erschaffen, und es zu beleben9. Dieses Attribut übersteigt auch das Verständnis aller Geschöpfe und ihr Begreifen, denn kein Geschöpf verfügt über die Kraft des Intellektes, dieses Attribut und sein Vermögen, Sein aus dem Nichts zu schaffen und zu beleben, zu verstehen oder zu begreifen. Ist doch die Schaffung von Sein aus dem Nichts eine den Intellekt der Geschöpfe übersteigende Angelegenheit, weil sie auf das Attribut der Gedula des H.g.s.E. zurückgeht. Und der H.g.s.E. und Seine Attribute sind eine vollkommene Einheit, wie im heiligen Sohar steht: „Er und Seine Attribute sind eins“10; und so wie es für jeglichen geschaffenen Intellekt unmöglich ist, seinen Schöpfer zu begreifen, ebenso wenig kann er Seine Attribute begreifen.

Und so wie es nicht in der Macht jeglichen geschaffenen Intellektes liegt, das Attribut Seiner Gedula zu verstehen, nämlich das Vermögen, Sein aus dem Nichts zu schaffen und zu beleben, wie geschrieben steht: „Auf Chessed ist die Welt erbaut“11 – genau so liegt es nicht in seiner Macht, das Attribut der Gevura des H.g.s.E. zu verstehen, die das Attribut des Zimzum und des Hinderns der Verbreitung von Lebenskraft von Seiner Gedula ist, sie am Absinken und der Offenbarung zu den Geschöpfen [hindert], um sie nicht in offenbarter Form zu beleben und zu erhalten, sondern vielmehr mit „verborgenem Angesicht“. Denn die Lebenskraft verbirgt sich im Körper des Geschöpfs [und es scheint], als sei der Körper des Geschöpfs eine eigenständige Einheit, und nicht [bloß] eine Ausstrahlung der Lebenskraft und der Geistigkeit – wie die Ausstrahlung des Strahles und des Lichtes der Sonne –, sondern eine eigenständige Einheit. Obwohl es in Wirklichkeit keine eigenständige Einheit, sondern wie die Ausstrahlung des Lichtes von der Sonne ist, so ist eben das die Macht [der Selbstbeschränkung] des H.g.s.E., der allmächtig ist, die Lebenskraft und Geistigkeit, die dem „Hauch Seines Mundes“ entströmen, zu beschränken und sie zu verbergen, damit sich der Körper des Geschöpfes nicht völlig auflöst.

Es übersteigt den Rahmen des Intellektes jeglichen Geschöpfes, das Wesen des Zimzum und des Verbergens [der Lebenskraft] zu begreifen, und dass nichtsdestoweniger der Körper des Geschöpfes selbst als Sein aus dem Nichts erschaffen wird – so wie es nicht im Vermögen des Intellektes jeglichen Geschöpfes liegt, das Wesen der Schöpfung von Sein aus dem Nichts zu begreifen.

(Der Zimzum und das Verbergen der Lebenskraft werden als Kelim [„Gefäße“] bezeichnet, und die Lebenskraft selbst wird als Or [„Licht“] bezeichnet. So wie ein Gefäß seinen Inhalt bedeckt, ebenso bedeckt und verbirgt der Zimzum das Licht und die strömende Lebenskraft. Die Kelim sind die [g‑ttlichen] Buchstaben, deren Wurzeln in den fünf Buchstaben מנצפ״ך 12liegen – diese repräsentieren die fünf Aspekte der Gevura, die den Atem und die Stimme in den fünf Organen des Mundes teilen und trennen, um die 22 Buchstaben entstehen zu lassen. Die Wurzel der fünf Aspekte der Gevura ist Buzina DeKardunita13. Dies ist die Obere Gevura des Atik Jomin; gleichfalls ist Chessed des Atik Jomin die Wurzel der Aspekte der Güte, wie den Kennern der esoterischen Weisheit14 bekannt ist.

Fußnoten
1.
Ps. 84:12.
2.
Nedarim 8b.
3.
Siehe Sohar III, 257b; R. Mosche Cordovero, Pardes, Tor 1, Kap. 9, Maimonides, More Nevuchim I, Kap. 61; Tur WeSchulchan Aruch, Orach Chajim, § 5.
4.
Ij. 1:5; und siehe Raschi zu Gen. 24:45; Ex. 15:1.
5.
Kap. 1.
6.
Deut. 10:17 u.a.; Beginn des Achtzehngebets; und siehe Joma 69b.
7.
Nach Ps. 135:3.
8.
Emek HaMelech, Schaar Schaaschuej HaMelech, Kap. 1 u.a.
9.
Siehe Jeruschalmi, Sanhedrin 7:13; Sifri, Waetchanan 32; Bereschit Rabba 39:14 – „Versammelte sich auch die gesamte Menschheit, könnten sie nicht einmal eine kleine Fliege schaffen und sie beleben.“
10.
Tikkunej Sohar, Einleitung 3b; und siehe Schulchan Aruch, Orach Chajim 113:8.
11.
Ps. 89:3.
12.
Mem, Nun, Zaddik, Peh, Kuf.
13.
„Licht der Finsternis“ beschreibt eine „Lichtquelle“, die Finsternis verbreitet; dies ist der erste Ursprung von Finsternis und Verbergen; siehe Sohar I, 15a; Sohar III, 292b; und siehe Tikkunej Sohar, Tikkun 5.
14.
D.h. Kabbala.
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