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Wirf dein Brot aufs Wasser

Wirf dein Brot aufs Wasser

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Einer der weisen Ratschläge im Buch Kohelet lautet: Wirf dein Brot aufs Wasser, denn du wirst es nach vielen Tagen finden ... Das bedeutet: Sei immer bereit, Gutes zu tun, auch wenn du keinen Lohn zu erwarten hast. Denn eines Tages wirst du deinen Lohn finden, der auf dich wartet.

Die folgende Geschichte ist eine schöne Bestätigung dafür. Bar Kappara, einer der Tanaim, die zur Zeit von Rabbi Juda Hanassi lebten, ging einmal am Meeresufer von Cäsarea entlang, als er in der Ferne ein Schiffswrack entdeckte. Ein Mann schwamm vom Wrack ans Ufer. Er schien ein guter Schwimmer zu sein, doch als er das Ufer erreichte, brach er fast zusammen. Bar Kappara ging zu ihm und reichte ihm die Hand. Der Mann taumelte an Land und bat ihn um Hilfe. Bar Kappara nahm ihn mit nach Hause, gab ihm frische Kleider, etwas zu essen und ein wenig Geld, so dass der Fremde sich erfrischt und gestärkt auf den Weg machen konnte.

Einige Jahre später hatten die Juden von Cäsarea Schwierigkeiten mit den örtlichen Behörden und beschlossen, dem Gouverneur eine Bittschrift zu schicken. Bar Kappara sollte sie ihm überbringen und sich für die Juden einsetzen.

Bar Kappara betete zu G-tt und bat ihn um Hilfe auf seiner wichtigen Mission. Als er den Palast des Gouverneurs erreichte, bat er um Audienz beim Gouverneur wegen einer dringlichen Angelegenheit. Man erlaubte es ihm und führte ihn vor den Gouverneur. Zu seiner großen Überraschung erkannte Bar Kappara ihn als den Mann, dem er einmal an der Küste von Cäsarea geholfen hatte.

„Was kann ich für dich tun, mein Freund?“ fragte ihn der Gouverneur herzlich, denn auch er hatte seinen „Helfer in der Not“ erkannt.

Bar Kappara bat den Gouverneur, für die Juden einzutreten, in deren Auftrag er gekommen sei.

Der Gouverneur hörte ihm aufmerksam und geduldig zu, dann sagte er: „Ich werde dir diesen Gefallen gerne tun, mein Freund, denn als ich in einer verzweifelten Lage war, hast du mir geholfen, so gut du konntest, ohne einen Lohn zu erwarten. Weil du so selbstlos und gütig warst, werde ich nun deinen leidenden Brüdern helfen.“

Bar Kappara hatte von den Juden Cäsareas einen großen Geldbetrag als Geschenk für den Gouverneur bekommen. Aber der gab es ihm zurück und sagte: „Nimm das Geld als mein Geschenk zurück. Der Betrag, den du mir damals gabst, war zwar kleiner, aber für mich bedeutete er alles. Geh zurück zu deinen Brüdern und sage ihnen, dass ich ihnen helfe, weil ich dir dankbar bin, und nimm meinen Segen mit dir!“

Glücklich ging Bar Kappara mit den guten Nachrichten zu seinen Brüdern zurück, die ihn ängstlich erwarteten.

Groß war ihre Freude, als Bar Kappara ihnen erzählte, was er erlebt hatte. Alle waren sich darüber einig, dass die Worte König Salomons wahr sind: „Wirf dein Brot aufs Wasser, denn du wirst es nach vielen Tagen finden.“

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3 Kommentare
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Björn Leer 26. Januar 2010

Echt? Hallo, ist das nur eine Gleichnisgeschichte, oder echt passiert? Reply

Martin Felber Buochs Buochs, Schweiz 29. September 2009

Sukkot Beim lesen von Bar Kapparas Geschichte rührte mich sehr und musste fast weinen. Wenn ich Jemanden das Leben retten kann , erwarte ich nur ein kleines Wunder.( Liebe) und nicht Geld, solange ich arbeiten darf.. Das Wort. Ich mag dich, bedeutet mit mehr als ein Produkt mit viel Gewinn weiter zu verkaufen... Reply

Hans Reinhard Walzer Osterhofen, Deutschland 30. Dezember 2008

Wirf dein Brot aufs Wasser Ich bin begeistert von dieser Geschichte und finde sie großartig. Reply

Die hohen Feiertage Rosch Haschana und Jom Kippur haben im jüdischen Kalender einen besonderen Stellenwert. Es ist die Zeit der Versöhnung und Umkehr eines jedenen Juden. Sukkot und Schmini Azeret beschließen diese Zeit im Monat Tischrei.