Here's a great tip:
Enter your email address and we'll send you our weekly magazine by email with fresh, exciting and thoughtful content that will enrich your inbox and your life, week after week. And it's free.
Oh, and don't forget to like our facebook page too!
Kontakt

Die Familie Schapiro

Die Familie Schapiro

 E-Mail

Aus dem Buch Gevurah yehudit b'malcut haresha von R. Eisik Karasik1 dass den geschichtlichen Hintergrund der Familie meines Großvaters näher beleuchtet.

Das Familienoberhaupt Rabbi Jeshaja

Meine Großmutter, Frau Sarah Relke, die Gattin meines Großvaters, Rabbi Jehuda Laib Schapiro, gehört zur Nachkommenschaft (vierter Generation) von Rabbi Jeshaja Zochowicer aus Zochovic in Litauen.

Rabbi Jeshaja war einer der großen Tora-Gelehrten seiner Zeit -ein herausragender Gelehrter (Ga'on) im Bereich der geheimen und offenkundigen Toralehre. In seiner Jugend pflegte er in der Tora-Schule zu sitzen und sich dort Tag und Nacht dem Lernen und Gebet zu widmen. Bescheidenheit, so wie es die Tora lehrt, war ihm so wichtig, dass er alles daran setzte, seine große Genialität von der Öffentlichkeit zu verbergen.

Er lebte in großer Armut und Not, war aber auf keinen Fall bereit Hilfe aus Menschenhand entgegenzunehmen, denn er pflegte sagen nur G-tt allein versorgt die Menschheit, „... bereitest Speise für alle deine Geschöpfe ...“

Mit der Zeit fing er an sich mit Handel zu beschäftigen und hatte dabei viel Erfolg. Er wurde reich und spendete daraufhin den Bedürftigen viel Geld, gab den Armen Almosen und lieh ihnen Geld aus, natürlich ohne Zinsen zu verlangen. Hunderte und Tausende Menschen fanden bei ihm Hilfe und Rettung.

Rabbi Jeshaja ward im ganzen Land als großzügiger Gastgeber berühmt. Seine Taten waren beispiellos. Ununterbrochen saßen Gäste an seinem Tisch und übernachteten in seinem Haus. Jeder neue Durchreisende in Zochovic wurde sofort zu ihm eingeladen und bekam Speis und Trank vom Feinsten und ein bequemes Bett zum ~bernachten. Den Armen unter den Gästen gab er noch dazu großzügige Spenden, was er mit freudigem Herzen und Großzügigkeit tat.

So sehr er auch mit seinen Geschäften beschäftigt war, das Toralernen wurde nicht vernachlässigt. Er widmete jeden freien Augenblick und die Nächte der Tora. Während seine Barmherzigkeit und Großzügigkeit immer mehr bewundert und bekannter wurden, blieb seine herausragende Gelehrsamkeit vor der Öffentlichkeit geheim und unentdeckt. Nur große Gelehrte seiner Zeit wussten davon und erkannten seine Weisheit an.

Rabbi Jeshaja war mit dem Ga'on von Wilna auf eine besondere Art und Weise verbunden. Er besuchte den Ga'on von Wilna einige Male. Immer wenn der Ga'on den Namen Rabbi Jeshaja erwähnte, tat er dies mit Erfurcht und Liebe. Als Rabbi Jeshaja starb, zerriss er in seiner Trauer sein Hemd und sagte über ihn: Rabbi Jeshaja war einer der größten unserer Generation. Wegen seiner erhabenen Seele und der Tatsache, dass er alle Gebote vollzog und seiner Großzügigkeit, hatte er zweierlei Dimensionen erreicht: Die Tora und das Reichtum. D.h., eine geistige Dimension und das Materielle.

Rabbi Jeshaja hatte zwar Kontakt zum Ga'on von Wilna, gehörte jedoch nicht zu den Gegnern des Chassidismus. Man sagte über ihn, dass er sogar im vorgeschrittenen Alter Verbindungen zum Chassidismus.

Viele Geschichten kreisen um seine Persönlichkeit. Einige davon folgen.

Das Amensagen nach dem Gebet
'kein Gut wirst du uns fehlen lassen.'

Rabbi Jeshaja widmete sich Tag und Nacht dem Toralernen. Seine Frau ließ ihn dies ungestört machen, obwohl sie sehr arm waren und gewissermaßen sich nur von Brot und Wasser ernährten.

Sie war sehr bescheiden und begnügte sich mit dem Wenigen, das sie hatten. Die Frau war diejenige, die für den Unterhalt sorgte, indem sie das Obst aus dem Garten verkaufte.

Aber als ihre Tochter erwachsen wurde und die Zeit sie unter die Haube zu bringen gekommen war, flehte die Frau ihren Gatten, Rabbi Jeshaja, an, in die große Stadt zu fahren, um Mitgift zu bitten. Das war notwendig für die Einhaltung des Gebotes der Vermählung der Tochter. Rabbi Jeshaja aber weigerte sich dies zu tun, mit der Begründung, dass G-tt helfen wird und der Mensch nicht auf menschliche Hilfe angewiesen sein sollte.

Eines Tages beschloss Rabbi Jeshaja für ein paar Wochen zu verreisen. Seine Frau war sehr glücklich, denn, so dachte sie, sah er endlich ein, dass es nötig war, etwas für das Glück seiner Tochter zu unternehmen und sie gab ihm Brot und Zwiebeln mit auf den Weg.

Nach einigen Wochen kehrte Rabbi Jeshaja voller Hoffnung nach Hause zurück. Er trat in das Haus ein, sein Gesicht strahlte vor Freude und seine Augen leuchteten. Als er noch dazu sagte, dass er ein schönes Geschenk mitgebracht habe, erfüllte sich das Haus mit Hoffnung und Freude.

Denn das musste - so dachten alle - das Geld sein, um einen Bräutigam für die Tochter zu finden.

Die Anwesenden unterdrückten ihre Neugier nach dem Geschenk zu fragen, denn Rabbi Jeshaja erklärte, dass man, bevor man das Geschenk enthüllt, zunächst ein schönes Mahl zu Ehren G-ttes einnehmen müsse, da er es war, der Unternehmen gelingen ließ.

Das eher bedürftige Mahl war verzehrt, und bevor Rabbi Jeshaja das Tischgebet sprach, sagte er:

,, Seit etlichen Jahren ringe ich um die Klärung der Frage, ob die Wörter 'Kein Gut wirst du uns fehlen lassen' der Abschluss von 'Hatov weHametiv' (der vierte abschnitt des Birchat Hamason (Segen nach dem essen)) ist oder nicht. Da die Meinungen diesbezüglich geteilt sind und die die Zweifel darüber mich bedrückten, beschloss ich diese Frage einem großen Gelehrten darzulegen; daher bin ich nach Wilna gegangen, um den Galon danach zu fragen. Er erklärte mir, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass 'Kein Gut wirst du uns fehlen lassen' den Gebetsteil abschließt. „Das ist", beendete Rabbi Jeshaja seine Aussage, „wirklich ein schönes Geschenk. Nun können wir ohne jegliche Zweifel 'Amen' sagen nach 'Kein Gut wirst du uns fehlen lassen'.“

Wohltätigkeit

Rabbi Jeshaja verlieh Geldsummen an bedürftige Menschen, oft auf unbefristete Zeit, "wenn der Jenige es mit G-ttes Hilfe es zurückzahlen kann. ".Die schriftliche Vereinbarung lautete: "Ich, der Unterzeichnende, habe von Herrn Jeshaja aus dem Dorf Zukuvitsch die und die Summe geliehen und verpflichte mich, ihm die Summe zurückzuzahlen, sobald der Allmächtige meine Möglichkeiten erweitert."

Einmal kam ein Jude und bat um ein Darlehen, er fand aber keinen Bürgen und schlug vor, dass der Allmächtige sein Bürge sein soll. Sofort stimmte Rabbi Jeshaja zu und lieh ihm eine riesige Summe von 1000 Rubel mit den Worten: "Es gibt keinen zuverlässigen Bürgen außer dem Allmächtigen."

Ein halbes Jahr später kam der Jude zurück, um seine Schulden zu begleichen. Rabbi Jeshaja weigerte sich, dass Geld anzunehmen und sagte: "Dein Zeuge, der Allmächtige, hat deine Schulden schon beglichen. Schon an dem Tag, als ich Dir das Geld geliehen habe, habe ich 1000 Rubel bei einem meiner Geschäfte verdient. Jegliche Bitte des Mannes, dass Rabbi Jeshaja doch die 1000 Rubel annehmen soll, scheiterte und nach langen Verhandlungen entschieden beide, dass Geld an eine Wohltätigkeitsorganisation in Wilna für jüdische Bedürftige zu spenden.

Die Uhr, die Früchte trug

Jemand hinterließ bei Rabbi Jeshaja eine silberne Uhr als Pfand. Als viele Monate vergingen und der Eigentümer nicht wieder kam, verkaufte Rabbi Jeshaja die Uhr für 20 Rubel und investierte das Geld in verschiedene Geschäfte. Das Geld brachte viel Gewinn ein und nach zehn Jahren, als der Eigentümer sich an die Uhr erinnerte und zurückkam, um zurück zu bekommen, gab ihm Rabbi Jeshaja 500 Rubel und sagte „Hier ist Dein Geld, der Wert der Uhr und der Gewinn, den es gebracht hat.“

Der Segen der Nachkommen

Vor seinem Ableben segnete Rabbi Jeshaja seine Familie, dass niemand von seinen Nachkommen bis in die 4. Generation in die Armee einberufen wird und dadurch vom jüdischen Weg abkommt. Und so war es.

Viele Jahre später, zur Zeit der Kommunisten, wurde sein Urenkel Awrohom von der Polizei entführt, um in der russischen Armee zu dienen. Eine nichtjüdische Frau erkannte in Awrohom etwas Edles und schmuggelte ihn unauffällig zurück nach Hause. Im Laufe der Jahre wurde Awrohom ein gelehrter Mann und ein Chassid und verfasste viele neue Einsichten aus der Thora und Chassidut. Der Segen des alten Rabbi Jeshaja schütze ihn vor der Armee. Abraham war in der 4. Generation nach Rabbi Jeshaja.

Jedoch wurde jemand seiner Nachkommen aus der 5. Generation, Jakob Schapiro, der Sohn von Leib und Sarah Schapiro, in die Armee eingezogen.

Fußnoten
1.
Die Mutter von Eisik Karasik war die Schwester von Awrohom Jeschaja Schapiro, der Vater von Riva Raskin und Mussia Schtroks
von Mussia Schtroks und Riva Raskin
© Copyright, alle Rechte vorbehalten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, empfehlen Sie ihn weiter, vorausgesetzt Sie halten sich an unsere Urheberrechtsrichtlinien.
 E-Mail
Diskutieren Sie mit
1000 verbliebene Zeichen
E-Mail schicken wenn neue Kommentare geschrieben wurden sind.