Jom Kippur fällt mit der Übergabe der zweiten Tafeln zusammen.

Wir können die Verbindung zwischen den beiden erklären, indem wir darauf hinweisen, dass die Reue am Jom Kippur sogar die “hohe Reue” übertrifft, weil sie der “geringen Reue” des Elul und den Tagen von Selichot sowie der “hohen Reue” von Rosch Haschana und den zehn Tagen der Buße folgt. “Hohe Reue”, so wird oft gesagt, ist das Haften der Seele an ihrer g-ttlichen Quelle, nicht Reue für Sünden. Sie entspricht dem Vers “Der Geist wird zu G-tt zurückkehren, der ihn gemacht hat.”

Diese Reue kommt aus der Essenz der Seele, der jechida (“Einheit, die dich vereint”).

Dies ist das Band zwischen Jom Kippur und der Tora (den zweiten Tafeln), denn die Tora vereint G-tt und Israel, so dass sie “ganz und gar eins sind”, wie der Satz “das einzige Volk, dass deine Einheit anerkennt” es ausdrückt.

(Sichat Erew Jom Kippur 5747)