Here's a great tip:
Enter your email address and we'll send you our weekly magazine by email with fresh, exciting and thoughtful content that will enrich your inbox and your life, week after week. And it's free.
Oh, and don't forget to like our facebook page too!
Kontakt

Rabbi Mosche Cordevero (1522-1570)

Rabbi Mosche Cordevero (1522-1570)

"Der Ramak"

 E-Mail

Einer der größten Kabbalisten war Rabbi Mosche Cordovero. Er wurde 1522 in Safed geboren. Diese Stadt wurde bald danach als Zentrum der Kabbala berühmt. Bereits in jungen Jahren wurde er als „außergewöhnliches Genie“ gerühmt. Neben seinen Kenntnissen auf dem Feld der Kabbala war er ein talmudischer Gelehrter und Philosoph höchsten Grades, und allgemein anerkannt auf diesen Gebieten. Er war ebenfalls einer der vier, welche 1538 eine besondere Smicha von Rabbi Jaakow Beirav erhielten, zusammen mit den Rabbinern Josef Karo (Cordoveros Lehrer in jüdischem Recht), Mosche von Trani und Josef Sagis. Alle anderen waren viel älter und bekannter als das junge Wunderkind.

Aber Rabbi Mosches Hauptinteresse lag auf der Systematisierung der Kabbala, die Errichtung einer philosophischen Struktur. Er war in diesen Bemühungen so anerkannt, dass für ihn als erster Kabbalist ein Akronym geschaffen wurde – der „RaMaK.“

1542, im alter von 20 Jahren, hörte der Ramak eine himmlische Stimme, welche ihn dazu drängte Kabbala, mit Rabbi Schlomo Alkabetz (dem Autor des Lecha-Dodi-Gebetes, welches gesungen wird um den Schabbat willkommen zu heißen), zu lernen. Folglich wurde er in die Mysterien des Sohars eingeführt, den Lehren des Kabbalisten und Gelehrten der Mischna, Rabbi Schimon bar Jochai. Der junge „Ramak“ beherrschte den Text vollständig. Dies befriedigte ihn nicht, da seine Lehren oft zu unklar, klar erkennbare Struktur sind. Um sie für sich zu klären, begann er zwei Bücher zu schreiben. Das erste war Ohr Jakar, ein umfangreicher Kommentar des Sohar. Das zweite, Pardes Rimonim, fertiggestellt im Jahre 1548, sicherte seinen unvergänglichen Ruhm. Der Pardes, wie es auch genannt wird, war eine Systematisierung aller Kabbalistik, bis zu dieser Zeit. Besonders wichtig war, dass der Autor in ihm viele Schulen mit den Lehren des Sohars versöhnte, die grundlegende Einheit und philosophische Basis der Kabbala darstellend.

Zwei andere Bücher, für welche der Ramak bekannt ist, aind: Tomer Dewora („Der Palmenzweig von Debora“), in welchem er die kabbalistischen Konzepte der Sephirot („G-ttlichen Attribute“) nutzt, um ein System der Moral und Ethik zu erläutern, und Ohr Ne’eraw, einer Rechtfertigung des und der Betonung der Bedeutung des Kabbala-Studiums, und einer Einführung in ihre Methoden.

Um das Jahr 1550 herum gründete der Ramak eine Kabbala-Akademie in Safed, welche er für etwa 20 Jahre, bis zu seinem Tod, leitete. Es wird berichtet, dass der Prophet Elija sich ihm offenbarte. Unter seinen Anhängern waren viele bedeutende Mystiker aus Safed, einschließlich Rabbi Elijahu di Vidas, Autor von Reschit Chochma, und Rabbi Chaim Vital, der später zum offiziellen Berichterstatter und Verbreiter der Lehren des „Heiligen Ari“, Rabbi Isaak Luria, wurde.

Diese Gruppe der Mystiker hielt an den Methoden des Autors des Sohar fest und versuchten die Erlösung zu bringen. Sie verbrachten viele Stunde meditierend und betend in den Feldern, wie sie auch die nahen Gräber der verschiedenen Gelehrten der Mischna besuchten. Als der „Ari“ in Safed ankam, schloss er sich dieser Gruppe von Kabbalisten, mit der größten Bescheidenheit, an, da er hoffte, seine Größe verbergen zu können. Nur der Ramak, mit seinen Fähigkeiten, erkannte wer er war.

Vor seinem Tod, im Jahre 1570, sagte der Ramak: „Ich werde bald diese Erde verlassen. Nach meinem Ableben wird mich jemand ersetzen. Und auch wenn viele der Äußerungen dieser Person scheinbar den meinigen widersprechen werden, stellt euch nicht gegen ihn und widersprecht ihm nicht, denn sie gehen auf die gleiche Quelle zurück wie die meinen und sind absolut wahr. Seine Seele ist ein Funken von Schimon bar Jochais und jeder der sich gegen ihn stellt, stellt sich gegen die Schechina.“

„Was ist sein Name?“ fragten seine Anhänger.

„Ich kann es euch nicht sagen. Zu diesem Zeitpunkt möchte er nicht, dass seine Identität bekannt wird. Dies obwohl ich sagen kann: Derjenige, der die Wolke sieht, welche über meinem Begräbnis vorangehen wird, wird mein Nachfolger sein.“

Wenige Wochen später, am 23. Tag des Monats Tammus, verstarb Rabbi Mosche Cordovero.

Die Gemeinde trauerte fassungslos über den großen Verlust. Auf seinem Begräbnis, welches von allen Juden Safeds besucht wurde, wurden viele Lobreden gehalten. Unter den Lobrednern war auch der Ari, der den Ramak als vollkommen frei von Sünde beschrieb.

Alle die den Ramak auf seiner letzten irdischen Reise begleiteten weinten bitterlich. Als die Träger seines heiligen Körpers den Friedhof erreichten, setzten sie ihren Weg eine lange Zeit fort, bis sie eine bestimmte Stelle erreichten. Dann wandten sie sich zu der folgenden Menschenmenge und sagten: „Wir werden ihn hier begraben, neben einem der größten Gelehrten Israels.“

Der Ari hielt sie zurück und rief: „Begrabt ihn nicht hier. Die Wolke, die ihm voranging, hat ihren Weg fortgesetzt. Sicherlich zeigt sie an, wo es den Ramak verlangt begraben zu werden.“

Indem sie diese Worte hörten, wussten sie um die Identität ihres neuen Führers.

An diesem Tag begann sich der Ruhm des Ari zu verbreiten und hunderte von großen Gelehrten begannen sich um ihn zu versammeln.

Der Ari lebte nur zwei Jahre länger und wurde im Alter von 38 Jahren durch eine Seuche, die die Stadt Safed heimsuchte, 1572 aus dieser Welt gerissen. Aber in dieser kurzen Zeit revolutionierte er das Studium der Kabbala. Er war der Erste, der das Konzept des Zimzum (das „Zusammenziehen“ des G-ttlichen unbegrenzten Lichtes, um „Platz“ für die Schöpfung zu schaffen) und viele andere kabbalistische Konzepte erklärte. Wie durch den Ramak vorhergesehen, schienen viele der Lehren des Aris denen seines Vorgängers zu widersprechen, schließlich erkannten aber alle, dass die Sichten der beiden wirklich übereinstimmten.

© Copyright, alle Rechte vorbehalten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, empfehlen Sie ihn weiter, vorausgesetzt Sie halten sich an unsere Urheberrechtsrichtlinien.
 E-Mail
Start a Discussion
1000 verbliebene Zeichen